Hier ist erst mal Endstation

Stormarner Tageblatt   13.04.2018

Umfangreiche Baumaßnahmen für den Trave-Altarm liegen zeitlich im Plan

Der Travewanderweg in Höhe Sehmsdorf in Richtung Kneeden wurde wegen Baumaßnahmen gesperrt. S. Rohde

 Der Travewanderweg in Höhe Sehmsdorf in Richtung Kneeden wurde wegen Baumaßnahmen gesperrt. S. Rohde

Bad Oldesloe Bagger, Bauwagen und Baumaschinen beherrschen zur Zeit das Bild am Travealtarm in Höhe Sehmsdorf. Am Traveufer zwischen Kneeden und Sehmsdorf wird kräftig gebaut, denn hier wird der Altarm auf einer Länge von rund 200 Metern wieder an das ursprüngliche Fließgewässer angeschlossen. Der Travewanderweg Richtung Kneeden wurde deshalb in Höhe Sehmsdorf gesperrt und Fußgänger, Radfahrer und auch Reiter müssen deshalb einen Umweg über die B 75 in Kauf nehmen. Bereits im Januar wurde eine Baustraße angelegt, die nach Beendigung der Baumaßnahmen wieder zurückgebaut werden soll. In der Mitte des Altarms befindet sich eine kleine Insel, zu der eine kleine Behelfsbrücke für die Bagger und Baumaschinen führt. Auf der Insel, die bereits vor einigen Jahren vom Nabu gekauft wurde, sollen Tiere und Pflanzen bald einen neuen Lebensraum finden. Der Altarm selbst wird mit Kiesbetten, Steiluferbereichen, Geröll und Totholz ausgestattet, und auf diese Weise entstehen gute Lebensbedingungen für eher seltene Fischarten, wie den Steinbeißer sowie für Muscheln und Libellenlarven. Vielleicht lässt sich dann auch der Fischotter demnächst wieder blicken. Inzwischen wurde hinter der Travebrücke nach Sehmsdorf auch eine große Infotafel errichtet, die detailliert über alle Baumaßnahmen vor Ort informiert.

Die umfangreichen Baumaßnahmen, die voraussichtlich rund 600000 Euro kosten, werden sich allerdings wetterbedingt bis Ende Mai oder Anfang Juni verzögern. „Das Abpumpen des Altarms könnte in der kommenden Woche schon in Angriff genommen werden“, sagt Gustav Stoffers, Verbandsvorsteher des Gewässerunterhaltungsverbands Trave. Bei dieser Maßnahme werden dann auch alle Fische – so weit möglich – entnommen und in die Trave ausgesetzt.

Susanne Rohde-Posern

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