Archiv der Kategorie: Presseartikel

Stormarn um 12 Uhr

Stormarner Tageblatt   20.01.2018

 fsh

Bad Oldesloe Der Marktplatz im Schnee – oder das, was noch vom Vortag von ihm übrig geblieben ist. Nur die Außenbereiche wurden gestreut, die Mitte des Platzes ist noch schneebedeckt. Im Vordergrund haben Mitarbeiter der Stadt einen großen Schneeberg zusammengefegt, damit die Hindenburgstraße frei von Schneematsch und ungefährlich für die Fußgänger bleibt. Mittags ist hier nicht viel los: Zu kalt und zu nass. fsh

 
 
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Wenn es an wohliger Wärme fehlt

Stormarner Tageblatt   20.01.2018

Stormarner Wochenschau

 Megi Balzer

Winter Eigentlich war es doch nur der Winter, der uns in dieser Woche mit kalter Hand gepackt hat. Es schneite, kaum Wind, kaum Frost, einfach nur Schnee. Trotzdem scheint unser Leben immer stärker aus den Fugen zu gehen, wenn – wie in diesem Fall – etwas Schnee ins gut geölte Getriebe gerät. War um ist das so? Zum einen wohl, weil wir zu abhängig sind, von einer funktionierenden Infrastruktur, zum anderen aber auch, weil wir meinen mit unserer Technik alles im Griff zu haben. Ein Vormittag Schneefall bringt uns schnell auf den Boden der Tatsachen.

Wärme Seit Weihnachten keine Heizung mehr, können Sie sich das vorstellen? Die heiße Suppe, die von der Quartiersmanagerin daraufhin verteilt wurde, machte zwar die Wohnungen in den Hölk-Hochhäusern in Bad Oldesloe nicht wärmer, sorgte aber dafür, dass das Thema im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde war und nun endlich Abhilfe geschaffen werden soll. Der Fehler liegt jedoch im System. Wenn Wohnungen irgendwelchen Unternehmen in Bern, Luxemburg oder Hongkong gehören, dann sind diese Unternehmen eben weiter weg, als heimische Wohnungsgenossenschaften. Im Zweifel ist denen dann die Rendite wichtiger, als das Wohl der Mieter.

Wappen Die Friesen, so konnten wir am Mittwoch lesen, freuen sich darüber, dass sie eine Fahne von 1844 ausstellen können. Es sei die älteste Fahne mit dem berühmten Wappen „Lever düd as Slav“ – „Lieber tot als Sklave“ – liest man. Stormarn ist ja nun auch ein sehr geschichtsträchtiger Landesteil, so haben wir größten Respekt vor den historischen Errungenschaften unserer Nachbarn von der Küste. Zumal auch wir gern die leckeren Krabben aus Büsum mögen, die knusprigen Fischbrötchen von Sylt und natürlich auch den großen Dichter Theodor Storm aus Husum, mit dessen Protagonisten Hauke Hein wir alle schon über den Deich geritten sind. Doch trotzdem müssen wir schmunzeln, ist doch unsere Heimatzeitung schon älter, als die älteste Fahne Nordfrieslands.

Stephan Poost

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44 Jahre Geduldsprobe

Stormarner Tageblatt   20.01.2018

Nach Jahrzehnten kann Baugebiet Claudiussee endlich erschlossen werden / 245 Wohneinheiten geplant

 Auf der Grünfläche zwischen Bahn und Pölitzer Weg werden 68 Grundstücke erschlossen. Giese
 

Bad Oldesloe Da haben sie fast schon Glück, dass sie das noch erleben dürfen. Seit Jahrzehnten kämpfen die Geschwister Stumpf für ihr Baugebiet Claudiussee an der Kampstraße. Mehr als 44 Jahre hat es gedauert bis alle Hürden aus dem Weg geräumt sind, jetzt kann es los gehen.

Machen sich ein Bild vom Stand der Arbeiten: Wolfgang Stumpf (li:) und Axel Schulz. Olbertz

Viele andere Investoren hätten vermutlich die Flinte längst ins Korn geschmissen, Stumpfs blieben hartnäckig. „Eigentlich sind wir schön blöd“, gibt dann auch Wolfgang Stumpf, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft unumwunden zu. „Es ist halt ein alter Traum von uns, hier ein Wohngebiet zu realisieren“, erzählt. Federführend war sein Bruder Ulrich, der Architekt in der Familie. Ihm sei es ein Anliegen gewesen, „mal richtig was Schönes hinzusetzen“, so Wolfgang Stumpf: „Doch davon hat er inzwischen Abstand genommen.“ Zu viele Querschläge aus der Politik, immer wieder neue Auflagen aus der Verwaltung – das hat an den Nerven gezehrt.

Inzwischen ist es den Erben eine Ehrensache, das Projekt anständig zu Ende zu bringen. „Das ist die Hypothek, die Familie Stumpf übernommen hat“, sagt Wolfgang Stumpf. Das ganze geht auf seinen Großvater zurück. Der hatte dort seinerzeit die Farbenfabrik Folkens gegründet. Die Abwässer der „Oldesloer Grün“-Produktion wurden fleißig in einen See geleitet. „Das war damals einfach so“, bedauert Wolfgang Stumpf rückblickend. Einen Teil des Geländes erbten die Stumpf Geschwister, der andere ging an den Folkens-Zweig und wurde teilweise weiterverkauft.

Die Schwermetallbelastungen in diesem Bereich sind bekannt. Die am stärksten belasteten Bereich gehörten der Erbengemeinschaft zwar nicht, trotzdem bestand die Stadt auf eine großflächige Sanierung. Also kauften Stumpfs diesen Teil dazu. „So haben wir eine bessere Möglichkeit, eine Vollsanierung zu machen“, erläutert der Geschäftsführer: „Da dürfen keine emotionalen Belastungen mehr drauf sein.“

Zurzeit wird das Gelände gerodet, Anfang nächsten Monats sollen die Bagger anrollen und das kontaminierte Erdreich abtragen. Allein die Sanierungskosten belaufen sich auf drei Millionen Euro. Drei Monate später soll mit der Erschließung begonnen werden, spätestens ab Oktober sollen die Käufer mit dem Bau ihrer Häuser beginnen können.

Das Baugebiet ist 4,6 Hektar groß. Auf 68 Grundstücken sind rund 245 Wohneinheiten geplant. Kern des Gebiets wird der Claudiussee. Sein Name wird von der Claudiusstraße, über die später die Erschließung erfolgen soll, hergeleitet. Eigentlich ist er „nur“ ein Regenrückhaltebecken, aber wegen seiner Größe von 1,2 Hektar ist die Bezeichnung See wohl doch angebrachter.

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Feuchte Luft schadet dem Oldesloer Archiv

Lübecker Nachrichten   20.01.2018

Ungünstiges Binnenklima begünstigt das Aufblühen von Schimmelsporen

Von Dorothea von Dahlen

„Im Namen Gottes“ – mit diesem Schriftzug beginnt eine kostbare Urkunde aus dem Jahre 1434, die Stadtarchivarin Dr. Sylvina Zander hier zeigt. Das Dokument ist frisch restauriert.

Bad Oldesloe. Das Gedächtnis einer Stadt will wohl verwahrt sein. Es muss nicht immer so schlimm kommen wie im Fall des eingestürzten Kölner Stadtarchivs. Doch auch in Bad Oldesloe hat man Sorge, dass die Zeugnisse der Vergangenheit gut geschützt sind, damit sie  der Nachwelt lange erhalten bleiben.

Auf den ersten Blick wirken die Räume in der untersten Etage des Oldesloer Stadthauses wie gemacht für die Lagerung der städtischen Akten. Im sauberen grau getünchten Magazin befinden sich mehrere Platz sparende Rollregale, die sich mit Handkurbeln öffnen und verschließen lassen. Doch von Zeit zu Zeit ist Stadtarchivarin Sylvina Zander gezwungen, einzugreifen, um das Binnenklima im Raum zu verbessern.

„Peinlich genau muss die Luftfeuchtigkeit im Archiv stimmen. Bei über 60 Prozent wird es kritisch.

Ich muss schauen, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist. Wenn sie über 60 Prozent liegt, wird es kritisch“, berichtet sie. Wenn es gleichzeitig auch noch warm sei, bereite das geradezu paradiesische Bedingungen für Schimmelpilze – dem Schreckgespenst schlechthin für einen jeden gewissenhaften Archivar. Deshalb hat auch Sylvina Zander den Hygrometer stets aufmerksam im Blick.

Überschreitet der Zeiger die kritische Marke, stellt sie den Entfeuchter an und der entzieht der Luft bei extremen Wetterlagen, wie es sie während der zurückliegenden regenreichen Sommer schon des öfteren gab, schon mal mehrere Liter Wasser.

Gegen die Temperaturschwankungen im Magazin ist die Archivarin jedoch machtlos. „Quer durch den Raum verlaufen Heizungsrohre. Die Abwärme kann ich nicht herunterregeln. Eine Klimaanlage wäre ideal“, sagt Sylvina Zander. Doch hat die Politik den Antrag auf Einbau einer professionellen Anlage bereits ins Jahr 2019 verschoben. Im Finanzausschuss war kontrovers darüber diskutiert worden, ob eine solche Investition gerechtfertigt ist und ob es keine Alternativen gibt.

Tatsache ist, dass republikweit alle Archive mit dem Problem des Schimmelbefalls konfrontiert sind, weshalb der Deutsche Städtetag einen eigenen Ausschuss zum Thema gebildet und Empfehlungen an die Kommunalarchive ausgegeben hat. Auch Sylvina Zander absolvierte bereits einige Fortbildungen auf diesem Gebiet, um auf dem neuesten Stand der Forschung zu sein.

Säckeweise lagert noch Inflationsgeld im Archiv. Wäre es noch gültig, hätte die Stadt ausgesorgt.

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Straßenausbau: Bad Oldesloe blickt jetzt nach Husum

Lübecker Nachrichten   19.01.2018

Bad Oldesloe. Falls in Bad Oldesloe künftig keine Anliegerbeiträge mehr für den Ausbau von Straßen kassiert werden, bleibt eine Frage: Soll die Stadt stattdessen andere Quellen erschließen, um auf diese Aufgaben finanziell vorbereitet zu sein? Husum könnte dafür ein Vorbild sein.

Während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses verabschiedeten die Mitglieder einstimmig einen CDU-Antrag, der das System der so genannten wiederkehrenden Beiträge in den Fokus rückt; das wird in Husum – der Kreisstadt Nordfrieslands – praktiziert. Es sei sehr schwierig, eine Höhe für diese Beiträge zu ermitteln, erläuterte die CDU-Stadtverordneter Torsten Lohse. Dabei könne es sich um Beträge zwischen acht und 15 Cent pro Quadratmeter und Jahr handeln. Die Verwaltung, so der Beschluss, soll entsprechende Informationen in Husum einholen – in einer Stadt, deren Größe mit der von Bad Oldesloe vergleichbar sei. Außerdem müsse geklärt werden, ob es eine Schonfrist für Anlieger gebe, die zurzeit noch von Ausbaubeiträgen betroffen sind.

Kämmerin Mandy Treetzen betonte, bei den geforderten Daten könne es sich teilweise nur um eine grobe Schätzung handeln. Aktuell ließen sich die künftigen Ausbaukosten für Straßen nur schwer beziffern. Die Diskussion zu diesem Thema war ausgelöst worden, nachdem das Land die Gemeindeordnung ändern will, um die bisherige Pflicht zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen zu kippen.  mt

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