Archiv der Kategorie: Presseartikel

Viel Lärm um die Dracheninsel

Stormarner Tageblatt   21.07.2018

Kinderkram, Verkehr und Sicherheit bestimmen Stadtteilbegehung mit Bürgermeister Lembke

Spielplatz ist gesperrt: Anfang August  soll                      die „Dracheninsel“ wieder voll geöffnet sein.
Spielplatz ist gesperrt: Anfang August soll die „Dracheninsel“ wieder voll geöffnet sein.
 
Bei der Begehung: Bürgermeister Jörg Lembke und Bauamtschef Thilo Scheuber.

Bei der Begehung: Bürgermeister Jörg Lembke und Bauamtschef Thilo Scheuber.

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Wie viele Spielplätze braucht eine Stadt? Wo sollten sie liegen? Wie viel Rücksicht kann auf Anwohner genommen werden? Diese Fragen kamen bei der aktuellen Stadtteilbegehung von Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke mit Anwohnern der Hebbelstraße, Kampstraße und des Pölitzer Wegs auf.

Zum einen zeigten sich Anwohner verunsichert, ob die Sicherheit der Kinder in Zukunft auf dem Spielplatz „Dracheninsel“, der vor knapp über fünf Jahren mit einem Beteiligungsverfahren komplett überarbeitet wurde, noch in dem Maße gewährleistet sei, wie bisher. Denn das neue Wohngebiet „Claudiussee“, das in direkter Nachbarschaft entsteht, werde langfristig für deutlich mehr Verkehr sorgen. Dieser führe dann direkt am Spielplatz vorbei. So nah an einem Ort, an dem sich Kinder treffen, gebe es aber nirgendwo sonst viel befahrene Straßen, so die Bürger. „Dem muss ich widersprechen. Auch am Skateland oder am Bürgerpark gibt es direkt in der Nähe Straßen zum Beispiel“, so Lembke. Er sehe das Problem nicht so ganz. Natürlich müsse man vorsichtig sein und die Stadt über die richtigen Kennzeichnungen und Absicherungen nachdenken, aber es sei kein Grund, den Spielplatz in Frage zu stellen oder ihn zu verlegen.

Einige Teilnehmer der Begehung nahmen aber genau diese Flanke auf. Sie hätten nichts gegen Kinder, aber es bestehe die Befürchtung, dass die jetzt schon vorhandene Lärmbelästigung sich mit noch mehr Kindern in der Nachbarschaft deutlich erhöhen werde. Alternative Treffpunkte oder eine Verlegung seien aus ihrer Sicht doch Optionen. Hinzu kam die Sorge, dass womöglich noch mehr Fußball gespielt werde. Das sei zwar explizit auf dem Platz von Amtsvorgänger Tassilo von Bary untersagt worden, doch immer wieder landeten Bälle in den Gärten. Kinder würden dann immer wieder illegal auf fremde Grundstücke laufen.

Schon jetzt kommen zwei Kita-Gruppen regelmäßig auf den Spielplatz, am Nachmittag würden Familien einen „Kaffeeklatsch“ abhalten. Es müsse über Maßnahmen nachgedacht werden, wie man den Platz besser gegen die Wohnbebauung abschirme, damit die Geräuschkulisse abgedämmt werde und die stetige Fußballproblematik aufhöre. „Zunächst ist Kinderlärm juristisch gesehen kein Lärm“, beugte Thilo Scheuber einer Verschärfung der Diskussion schon mal vor. Im Neubaugebiet seien ein größerer Spielplatz und eine Kita geplant. Es sei davon auszugehen, dass die Belebung mit Kindern in dem Wohngebiet also eher zu- als abnehme. „Wir wollen explizit, dass Kinder Orte in der Stadt haben, wo sie sich ausleben können und wo sie gerne sind. Das ist ja auch unsere Zukunft“, so Lembke, der manche Sorgen zwar verstand, aber nicht immer komplett nachvollziehen konnte. Eltern von Kindern, die regelmäßig den Platz besuchen, wollten die Vorwürfe mancher Anwohner nicht bestätigen. Fußballspielende Jugendliche hätten sie quasi noch nie angetroffen. Probleme mit Bällen in fremden Gärten nie mitbekommen, obwohl sie jeden Tag auf dem Spielplatz seien.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Das kann ja noch lustig werden

Stormarner Tageblatt   21.07.2018

Stormarner Wochenschau

Das kann ja noch lustig werden

Megi Balzer
Megi Balzer

Vorsorge Da mussten wir in der Redaktion auch zweimal hinschauen: Der Hospizverein Ahrensburg bot einen Workshop an, sich seinen Sarg selbst zu bauen. Unter fachlicher Anleitung die eigenen Ideen umsetzen. Das ist schräg, ja geradezu gruselig, mag man beim ersten Nachdenken feststellen. Der Tod, zumal der eigene Tod, ist in unserer Kultur immer noch mit einem Tabu behaftet. Da spricht man nicht drüber und beschäftigen will man sich damit schon gar nicht. Doch eines ist letztendlich sicher: Wir alle landen eines Tages in einem Sarg. Warum nicht in einem, den man selbst gebaut hat? Wo doch selber machen – neudeutsch DIY für do it yourself – voll im Trend liegt und man sich während der Bauphase auch sehr gut mit der eigenen Endlichkeit auseinandersetzen kann. Die einzige Frage die sich stellt: Wohin mit dem fertigen Sarg? Man will ihn ja nicht gleich nutzen! Unsere Karikaturistin Megi Balzer ist um Antworten nie verlegen und hat eine Idee auch zeichnerisch festgehalten. Ob das jedermanns Sache ist?

Nachsorge Mein Gott, was war das für ein populistisches Getöse vor der Wahl. Und jetzt? Totentanz. Das Thema Ausbaubeiträge wurde in Oldesloe hektisch diskutiert, abgestimmt und Beschlüsse wurden wieder einkassiert, als hinge der Weltfrieden davon. Alle musste unbedingt noch vor der Wahl passieren. Herausgekommen ist die wohl schlechteste aller möglichen Situationen: Es bleibt alles wie es ist. Die neue Gesetzeslage wird nicht berücksichtigt, die Betroffenen werden nicht entlastet. Das wollte in dieser Form keine Partei, aber den anderen mal einen Schritt entgegenkommen – nein, das wollten sie noch weniger. Dann kommt sowas dabei raus.

Ende 2017 wurde quasi in letzter Minute beschlossen, die damals gültige Satzung um ein Jahr verlängert, um auf die damals noch ausstehende Gesetzesänderung angemessen reagieren zu können. Okay. Ein Jahr Bedenkzeit. Sechseinhalb Monate sind schon rum, jetzt ist Sommerpause, also werden auch die Monate sieben und acht ergebnislos verstreichen. Dass gleich im September ein Beschluss gefasst werden könnte, ist eher unwahrscheinlich. Bei der FBO wird man sich vergnügt die Hände reiben und ansonsten nichts tun, denn die Beschlusslage spielt der Gruppierung in die Karten. Ende des Jahres läuft nämlich die Satzung aus. Ohne eine neue werden keine Ausbaubeiträge mehr erhoben werden können – Wahlversprechen eingelöst, ohne einen Finger rühren zu müssen. Das wird noch lustig werden, wer sich wem annähert oder auf Blockade schaltet.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Zweiter Spaß am Poggensee

Lübecker Nachrichten   20.07.2018

Nächsten Mittwoch kommt der Kletterturm aufs Wasser

Bad Oldesloe. Am Mittwoch, 25. Juli, steigt auf dem Gelände des Freibades Poggensee in Bad Oldesloe von 14 bis 18 Uhr wieder eine ganz besondere Sommer-Party. An diesem Tag wird für die großen und kleinen Wasserratten ein tolles Programm als Partytime am See geboten, das sich keiner entgehen lassen sollte.

Die Event-Firma „CrazyFun“ aus Lübeck kommt mit einem Riesen-Kletterturm extra an den See, um für besonderen Spaß zu sorgen. Zusätzlich gibt es Kinderschminken, einen Wasser-Dino, Wasserlaufmatten und jede Menge Spiele im und am Wasser. Die Teilnahme kostet nur den Eintritt von einem Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich das Wetter weiterhin sommerlich entwickelt und das Poggensee-Team an diesem Tag viele Besucher begrüßen kann“, so der Veranstalter.

Unter dem Motto „Abenteuerland“ ist am 15. August ein weiteres Event am Poggensee geplant. Das Freibad zählt zu den schönsten Freibädern im Kreis. Das Bad ist umgeben von einem wunderschönen alten Baumbestand und schon deshalb eine herrliche Sommeroase. Für Wasserratten und Badenixen gibt es reichliche Möglichkeiten zum Schwimmen, Planschen und Spielen. Eine Wasserrutsche im abgetrennten Nichtschwimmerbereich und eine Badeinsel ergänzen das Angebot. Sportlich Aktive können Fußball spielen oder das Beachvolleyballfeld nutzen. Wer Appetit auf einen Imbiss hat, findet am Kiosk ein ansprechendes Angebot. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, selbst mitgebrachtes Grillgut in der „Grillecke“ zuzubereiten. Gegen ein geringes Entgelt für Bereitstellung und Reinigung können die Holzkohlegrills genutzt werden.

Geöffnet ist das Freibad – je nach Wetterlage – von 10 bis 20 Uhr, vom 1. bis 15. September an nur bis 19 Uhr.

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Sandfang soll Wiesen trocken halten

Lübecker Nachrichten   19.07.2018

2019 soll die Anlage bei Poggensee gebaut werden – Wasserverband sucht noch Planer

Bad Oldesloe. So einladend wie jetzt sah der Poggensee lange Zeit nicht aus. Während der vorangegangenen Badesaison und noch bis Anfang dieses Jahres stand die Liegewiese des Freibads unter Wasser. Das verprellte nicht nur Badegäste, sondern hat den Druck erhöht, eine technische Lösung für etwaige Überschwemmungen zu finden.

Abhilfe ist wohl auch in Sicht. Wie Günter Bock, Chef des für die Pflege des Poggensees zuständigen Wasser- und Bodenverbands Trave, erklärt, vernässt das Ufer immer dann stark, wenn der Ablauf des Sees verstopft ist. Verantwortlich dafür seien Sand und Sedimente, die die Poggenbek anspült. Auf seinem Weg von der Quelle im Staatsforst Schadehorn nehme der Fluss zuweilen Umwege, wenn Totholz den Weg durch sein eigentliches Bett versperre. „Somit holt sich die Poggenbek ganz viel Boden und nimmt ihn mit in Richtung Poggensee“, berichtet Bock. Um zu vermeiden, dass das künftig zu größerem Wasserstau auf den Liegewiesen führe, solle im kommenden Jahr ein Sandfang am Ortseingang von Poggensee gebaut werden, der gezielt gereinigt werden könne.

„Manchmal kollidieren Ziele auch miteinander“, sagt Günter Bock in Hinblick auf die Vernässung der Wiesen im Naturschutzgebiet Brenner Moor, die von Kritikern als Ursache für unerwünschte Überschwemmungen am Poggensee betrachtet werden. „Man muss wissen, was man will, ob man eine trockene Badestelle oder eine intakte Natur mit feuchten Wiesen haben will. Ganz ohne Beräumung des FFH-Gebiets funktioniert es nicht“, erklärt er. Doch habe sich der Wasser- und Bodenverband schon mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt, so dass ein behutsames Entkrauten im Schutzgebiet durchaus möglich sei. Es sei immer eine Frage des Kompromisses, um verschiedene Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Laut Günter Bock ist der Bau des Sandfangs fest im Haushalt des Wasser- und Bodenverbands für das Jahr 2019 eingeplant. Das Projekt koste alles in allem 150 000 Euro. Diese Mittel stünden von der Europäischen Union und aus dem Etat des Landes Schleswig-Holstein zur Verfügung.

Die Sache hat nur einen Haken. „Es ist zurzeit sehr schwierig, einen Planer für den Bau des Sandfangs zu finden. Die ganze Branche ist momentan überlastet. Und ohne Planung können wir das Projekt nicht umsetzen“, sagt der Verbandschef. Aber er hofft, dass sich in den nächsten Monaten ein Auftragnehmer findet, so dass ein Wasserstau künftig vermieden werden kann. dvd

Veröffentlicht unter Presseartikel |

Sachorientierte Zusammenarbeit oder siegt der Populismus?!

Markt   11.07.2018

Sachorientierte Zusammenarbeit oder siegt der Populismus?!

Bad Oldesloe ist eine Stadt, in der man sich wohlfühlen kann. Eine Stadt mit vielen Besonderheiten und vielen positiven Seiten.

Aber auch eine Stadt mit offenen Punkten. Mit Problemen – lösbaren Problemen – wie  z.B.: bezahlbarer Wohnraum, defizitärer Haushalt, Attraktivierung der Innenstadt, Ausbau der Kitaplätze, Straßenpflege und Reparatur und vielen Dingen mehr.

Mit Sicherheit ist Bad Oldesloe kein Shangri-La, also ein Ort im Himalaya, in dem paradiesischer Frieden und  immerwährende Brüderlichkeit herrschen.

Die derzeitige politische Zusammensetzung der Oldesloer Stadtvertretung mit  8 Parteien / Gruppierungen ist neu und für alle Beteiligten eine große Herausforderung.

Ein wesentlicher Teil dieser Herausforderung besteht darin, lösungsorientiert  an alle Themen heran zu gehen. Das geht nur, wenn stets Kompromissbereitschaft  auf der Sachebene gelebt wird. Also nicht nach der von einigen politisch Engagierten gelebten Praxis: „Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht“ (A. Kuh).

Und, last but not least, wenn auf Populismus vollständig verzichtet wird. Populismus, den man auch als nicht politisch Interessierter schnell erkennen kann. Populisten brauchen für ihren Erfolg immer ein  Feindbild (einer muss immer der Böse sein) oder ein apokalyptisches Szenario (Hausbesitzer werden wegen Überschuldung von Haus und Hof gejagt).

Also, wenn alle Stadtverordneten und Ausschussmitglieder stets sachorientiert, kompromissbereit und ohne populistische Allüren an die  dringenden Oldesloer Themen herangehen, wird vielleicht am Ende der jetzigen Wahlperiode unsere Stadt ein klein wenig besser da stehen.

Die Diskussionen um die Neuausschreibung des ÖPNV und die von Bad Oldesloe gewünschten Erweiterungen und Änderungen lassen da auf einen guten Ansatz in dieser Richtung hoffen. Auch die ‚Unaufgeregtheit‘ der Oldesloer Politik zum Thema ‚Zaun um den Kunstrasen‘ auf dem Exer zeugen durchaus von einer neuen Gelassenheit.

Allen Oldesloerinnen und Oldesloern wünsche ich eine schöne und erholsame Sommerzeit!

Dieter Hoffmann, CDU Bad Oldesloe

Veröffentlicht unter Presseartikel |
Seite 1 von 39612345...102030...Letzte »