Bad Oldesloe hat eine neue Eventmanagerin

Lübecker Nachrichten   09.10.2018

Von Dorothea von Dahlen

Die Kulturabteilung der Stadt ist wieder komplett – Stadt stellte Anna Plog vor

Die neue Veranstaltungsmanagerin von Bad Oldesloe ist die 37-jährige Anna Plog. FOTO: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Anna Plog heißt die neue Mitarbeiterin des Sachbereichs Kultur in Bad Oldesloe. Die Verwaltung stellte die 37-Jährige, die bereits seit August als Veranstaltungsmanagerin tätig ist, jetzt vor. Sie ist Nachfolgerin von Tabea Braun, die diese Funktion für zwei Jahre ausübte und dem Jahresprogramm der Kreisstadt mit frischen Ideen ganz neue Impulse gegeben hatte. Sie organisierte beispielsweise das Pflasterart-Festival. Nach Mitteilung von Kulturbereichsleiterin Inken Kautter wurde sie jedoch abgeworben, so dass ihre Stelle für einige Zeit vakant blieb.

Mit Anna Plog hat die Stadt eine erfahrene Veranstaltungskauffrau als neue Mitarbeiterin gewinnen können. Sie war zuvor in Hamburger Agenturen beschäftigt, betreute und plante in deren Auftrag große Events für Kunden in ganz Deutschland, aber auch auf internationalem Parkett. „Ich habe Veranstaltungen in Singapur, Dubai oder auf Mallorca organisiert“, erzählt die junge Frau. Die Kreativität ist nach ihrem Bekunden dabei nie zu kurz gekommen, selbst bei der Marketing-Aktion für einen Hörgerätehersteller, der Hauptkunde der Agentur KuK Live GmbH gewesen sei. „Um die Features eines solchen Gerätes darzustellen, haben wir Ballett und Break-Dance-Shows organisiert und sogar eigens dafür Musik komponieren lassen“, berichtet Anna Plog.

Von 2015 an arbeitete sie als Leiterin Marketing und Corporate Events für die Firma Nord Event, die fünf eigene Veranstaltungsorte betreibt, darunter auch ein Dreimastersegelschiff, das etwa für Silvesterveranstaltungen gebucht werden kann. „Die Arbeit war sehr vielfältig. Über die üblichen Tagungen mit Catering hinaus habe ich auch die Produktion eines eigenen Theaterstücks in der Speicherstadt betreut oder war verantwortlich für das Konzept von Veranstaltungen ab 1000 Personen wie etwa die Taufe des damals größten Schiffs Europas“, sagt die Managerin und verrät, dass sie nach ihrem Studium auch bei einer Agentur für Extremsportarten hospitiert hat.

Nun schlägt die erfolgreiche Eventmanagerin ein neues Kapitel auf, begibt sich gewissermaßen in die Provinz. „Ich selbst komme aus Lühnsdorf, bin in Bad Segeberg zur Schule gegangen und kenne Bad Oldesloe sehr gut. Ich habe viele Freunde hier, mein Vater arbeitet auch hier“, erzählt sie . Mit Begeisterung habe sie auch wahrgenommen, dass sich in Bad Oldesloe kulturell sehr viel geschehen sei. Und an der weiteren Entwicklung wolle sie gern mitarbeiten.

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Kultur pur in der Kreisstadt

Lübecker Nachrichten   09.10.2018

Von Dorothea von Dahlen

Kreative Szene lädt für den 27. Oktober zum Bummeln ein

Bad Oldesloe. In die Irre zu gehen, das droht so gut wie niemandem bei der zweiten Auflage des Bad Oldesloer Kulturtages. Mit quietschbunten Luftballons und ebenso auffälligen Kreidepfeilen markieren die Veranstalter den Weg zu allen wichtigen Orten in der Stadt. Zu neun Stätten insgesamt kann am 27. Oktober pilgern, wer sich einen Überblick über das kreative Geschehen in Bad Oldesloe verschaffen will.

Schon im Vorfeld verteilte die Veranstaltung positive Impulse. Denn die Vorbereitungen brachte die Kulturschaffenden, die sich sonst eher selten begegnen an einen Tisch. „Der Kulturtag trägt auch zur Kontaktpflege und Stärkung des Netzwerks bei“, resümierte denn auch Kulturbereichsleiterin Inken Kautter bei der Vorstellung des Programms. Elf Vereine, Initiativen, aber auch städtische Einrichtungen wirken beim kulturellen Spaziergang durch Bad Oldesloe mit. Ihre Angebote sind so aufeinander abgestimmt, dass jeder Besucher möglichst viel vom Programm mitbekommt. Gewissermaßen als Roadmap fungiert ein bunter Flyer, auf dem sämtliche Veranstaltungen mit Ort, Titel und Zeitangabe vermerkt sind.

„Lieblingsstücke“ dürfen in der Galerie BOart besichtigt werden. Großformatige Acrylbilder präsentieren dort Regina Wiechern und Bernd Vollrath, der zudem Objekte ausstellt. Gespannt darf man auch auf Barbara Schleths Wortkunst sein. Die Kunstschaffenden werden selbst dort sein und durch die Ausstellung führen. Gegen 18 Uhr beginnt eine Lesung mit Workshop, bei dem ein Haiku oder kleines Gedicht entstehen soll.

Gleich zwei Vernissagen gibt es im Saal des KuBs. Der Oldesloer Fotoclub feiert sein 25-jähriges und zeigt im Historischen Rathaus besonders eindrucksvolle Aufnahmen unter den Titeln „Spiralen & Co.“ beziehungsweise „Zeit“. Parallel dazu zeigen auch die Mitglieder des Frauenfotoforums die schönsten und interessantesten Produkte ihres Schaffens. Die Gruppe Samrock macht dazu Musik.

Ein ganz ungewöhnliches Format für ihr klassisches Instrumentenkarussell hält die Musikschule für Stadt und Land beim Kulturtag parat. Unter Leitung von Yvonne Peters können Kinder, aber auch Erwachsene Geige, Schlagzeug oder Flöte beim sogenannten Instant Composing auf ganz besondere Weise kennenlernen und damit sogar in ein kleines improvisiertes Konzert einstimmen. Als Vorlage dienen grafische Bilder, die dazu inspirieren, den Instrumenten die dazu passenden Töne zu entlocken.

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Langer Atem zahlt sich aus

Stormarner Tageblatt   06.10.2018

Das Projekt „Baugebiet Claudiussee“ schreitet voran / Bergfest auf der Baustelle mit zukünftigen Anwohnern gefeiert

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Es ist ein Bergfest mit sage und schreibe 24 Jahren Anlauf. 1994 bekamen die Gebrüder Stumpf aus Bad Oldesloe von ihrer Mutter ein Grundstück überschrieben. Auf dem Gelände bei der Hebbel- und Kampstraße stand früher das Farbenwerk Folkens des Großvaters der Brüder, das in den 1960er Jahren bereits geschlossen wurde. 1988 war herausgekommen – als über eine Umnutzung des Bereichs nachgedacht worden war – dass die Böden stark von den Hinterlassenschaften der ehemaligen Farbenfabrik belastet waren.

Jetzt steht Investor Wolfgang Stumpf – ausgerechnet am 103 Geburtstag seiner verstorbenen Mutter – sichtbar zufrieden und auch ein wenig erleichtert in einem Festzelt mitten in einer Baustelle, die mittlerweile als „Wohngebiet Claudiussee“ bekannt ist. „Sie schaut sicher von oben zu, was hier passiert. Uns war es wichtig, dass wir der Nachwelt nicht ein Gebiet mit belastenden Böden hinterlassen. Es war uns wichtig, dass hier etwas Neues entsteht und die Böden ausgetauscht werden. Daher sind wir sehr froh, dass wir nach so einem langen Weg jetzt hier angekommen sind. Tatsächlich begleiten uns einige der beteiligten Firmen seit den 1990er Jahren“, sagt Stumpf und schaut stolz in die Runde.

Zahlreiche Menschen stehen ihm gegenüber. Auffällig viele junge Familien sind darunter, die nun in dem neu entstehenden Wohngebiet eine neue Heimat finden wollen. „Ob Sie nun schon in Bad Oldesloe wohnen oder sich entschieden haben, in unsere Stadt zu ziehen. Ich heiße Sie alle hier willkommen. Bad Oldesloe hat mehr Ein- als Auspendler. Daher ist es auch gut möglich, das hier unter Ihnen Menschen sind, die sich entschieden haben, hier Wurzeln zu schlagen“, so Bürgermeister Jörg Lembke.

„Ich möchte mich besonders bei den Brüdern Stumpf bedanken, dass Sie trotz all der Hindernisse hier so dran geblieben sind. Bad Oldesloe braucht dringend Wohnraum. Hier entstehen Wohneinheiten im dreistelligen Bereich. Das ist natürlich großartig. Dass außerdem hier Altlasten aus den Böden entfernt wurden und dass Sie diese Hinterlassenschaften nicht der Nachwelt überlassen wollten, das ehrt sie“, so Lembke weiter.

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Betrachtungen zum Wochenausklang: Von Klagen, Solidarität und Vorschusslorbeeren

Stormarner Tageblatt   06.10.2018

Stormarner Wochenschau

Von Klagen, Solidarität und Vorschusslorbeeren

Megi Balzer
Megi Balzer

Stephan Poost Gegeigt Mehr als 400 Reinfelder haben ihren Politikern am Tag der Deutschen Einheit mal die Meinung gesagt. Sie wollen, dass die Sportplätze in der Ortsmitte erhalten werden. Bürgermeister, SPD und Wir-Fraktion mussten sich so einiges anhören. Dass das Grundstück für die geplanten neuen Sportplätze einem CDU-Mitglied gehören soll, das den Grund sicherlich nicht kostenlos zur Verfügung stellt – geschenkt, auch wenn es ein „G’schmäckle“ hat.

Dass Reinfelder, die ihr Häuser erst gebaut haben, als die Sportplätze lange in Betrieb waren, nun angeblich aber vom Lärm der Sportler belästigt werden – geschenkt, weil wenig glaubhaft. Dass aber die Reinfelder CDU nicht den Mumm hatte, sich den Bürgern zu stellen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sich zu erklären, das ist armselig. „Wir haben einen klaren Beschluss, dass der Platz bleibt, wo er ist“, führte der Bürgermeister aus. Vernommen haben es die Demonstranten wohl. Ob aber auch die CDU die Nachricht gehört hat, die von der Demo ausging?

Vergeigt? Die Oldesloer Festhalle ist in die Jahre gekommen. Einst Prunkstück der Kreisstadt, werden schon seit einigen Monaten keine Gastspiele von auswärtigen Veranstaltern mehr durchgeführt. Dabei wird eine große Veranstaltungshalle in der Kreisstadt dringend gebraucht. Und weil das Kub mit der Festhalle im Hinterkopf geplant wurde, gibt es im Kub-Saal auch nur 200 Plätze. „Wer mehr Gäste erwartet, kann in die Festhalle gehen“, so war die Idee. Wie immer hängt alles am Geld. Darauf hat auch Bürgermeister Lembke hingewiesen. So wird wohl die Politik endlich mal ihre Hausaufgaben machen und ein Gesamtkonzept erarbeiten müssen. Da die Räumlichkeiten – wenn es sie denn erst gibt – nicht nur in den Abendstunden genutzt werden können, sollte sicherlich die gesamte Schulsituation betrachtet werden. Die Alternative wäre einer Kreisstadt nicht würdig: Keine Veranstaltungen mehr mit mehr als 200 Besuchern.

Gespielt Eigentlich nur eine kleine Nachricht, die uns diese Woche aus der Kreisstadt erreichte: Es gibt ein Benefizkonzert für die Oldesloer Bühne. Im Dezember des Vorjahres mussten alle Aufführungen des Weihnachtsmärchens abgesagt werden, ein tragischer Todesfall überschattete damals die Arbeit des Amateurtheaters. Nun soll am Sonnabend, 13. Oktober, um 20 Uhr ein Benefizkonert im „Old Esloe“ stattfinden. Wie gesagt, eigentlich nur ein kleine Nachricht, die uns aus der Kreisstadt erreichte. Aber doch essentiell. Macht es doch ein funktionierendes Gemeinwesen aus, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen und in der Not zu helfen. In diesem Sinne kann man der Veranstaltung am 13. Oktober nur viele Konzertbesucher wünschen.

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Hoffnung auf Verbleib im Bürgerhaus

Lübecker Nachrichten   06.10.2018

Hoffnung auf Verbleib im Bürgerhaus

Bad Oldesloe. DaSein – Ambulanter Hospizdienst Oldesloe und Umgebung e.V. und pro familia Bad Oldesloe teilen mit, dass nun die Kündigungen der Räumlichkeiten im Bürgerhaus zum 31. Dezember vorliegen. Die Stadt habe in dem Zuge den Vereinen ein Angebot gemacht. „Ob dies adäquat ist, muss noch geprüft werden.“

„Um unsere Arbeit weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Oldesloe weiterführen zu können wie bisher, brauchen wir passende Räume. Die Vereine haben unterschiedliche Bedarfe. Neben Büros und Beratungsmöglichkeiten ist unter anderem ein Seminarraum erforderlich. Solche Räumlichkeit zu finden, ist schwer, und ortsübliche Mieten sind für die gemeinnützigen Vereine kaum zu stemmen“, heißt es in einer Mitteilung. Die Stadt Bad Oldesloe will die Räume selbst nutzen. „Unsere Hoffnung besteht nun darin, dass bei der nächsten Hauptausschusssitzung unsere Belange auf die Tagesordnung kommen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst werden“, teilt der Verein weiter mit.

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