Nur Container stören die Idylle in der Vogelbaum-Siedlung

Lübecker Nachrichten   13.04.2018

Oldesloer Bürgermeister Jörg Lembke setzt Reihe der Ortsteilbegehungen fort

Von Michael Thormählen

Kein schöner Anblick: Die Container am Rümpeler Weg – vor allem Textilien werden immer wieder vor den großen Behältern deponiert.

Bad Oldesloe. Meisen, Finken, Lerchen – die Straßen sind nach Singvögeln benannt: Und es lebt sich offensichtlich gut in der Oldesloer Vogelbaum-Siedlung. Als Bürgermeister Jörg Lembke ein Gespräch mit Bürgern vor Ort führte gab es kaum Klagen – nur der Standort der Container wurde kritisiert.

Sie fühlen sich offensichtlich wohl hier“, zog der Bürgermeister nach dem kurzem Gespräch ein erstes Fazit. „Sauwohl“, lautete prompt eine Antwort. Zum Auftakt des Treffens hatte Jörg Lembke darauf hingewiesen, dass er sowie weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung den direkten Kontakt mit den Bürgern suchten. Sie könnten dann ihre Sorgen äußern oder auf Probleme hinweisen: „Allerdings stellt sich auch heraus, dass diese Probleme nicht immer nur im städtischen Bereich zu finden sind.“

Ein Gespräch vor Ort: Bürgermeister Jörg Lembke (2. v. l.) bei dem Treffen mit Bewohnern im Lerchenweg. FOTOS: M. THORMÄHLEN

Und Klaus Ruge, der selbst im Rümpeler Weg wohnt, berichtete gleich von einem Problem, für das es eigentlich zwei Adressaten gibt: „Der Bereich der Container in unserer Straße gleicht einer Müllhalde.“ Vor allem die Schütteinrichtung für den Textilcontainer sei häufig defekt. Dann jedoch, so die Beobachtungen von Klaus Ruge, würden viele Textilien einfach neben den großen Behalter gelegt, unter anderem alte Teppiche oder auch schon mal ein Rasenkantenschneider: „Dieser Textilcontainer zieht magisch an.“

Die Container am Rümpeler Weg seien für die Bewohner in der Region ein Segen und eine „tolle Sache“ – darüber waren sich die Gesprächsteilnehmer einig – allerdings nicht nur für die, weil es immer wieder vorkomme, dass auch Bürger von außerhalb diesen Platz mit Fahrzeugen ansteuerten. Klaus Ruge schlug vor, dass die Container möglicherweise auf einem neuen Standort auf einem Parkplatz in der Nähe der Bahngleise aufgestellt werden könnten.

„Die Stellflächen gehören der Stadt und wir müssen sie auch sauber halten“, so der Bürgermeister. Das Entleeren der Container zähle in der Regel zu den Aufgaben der Entsorgungsbetriebe – also der AWSH. „Wir haben in der ganzen Stadt Probleme mit den Containern, und ich weiß auch nicht, wie wir das am besten in den Griff kriegen sollen“, so Jörg Lembke weiter. Er wies auf ein jetzt geplantes Pilotprojekt hin: Container sollen an einem Standort in den Boden gelassen werden: „Das ist natürlich eine teure Lösung, weil wir diese Container einbuddeln müssen.“ Außerdem gebe es fast überall eine Standort-Diskussion.

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Anliegerbeiträge sorgen für heftigen Streit

Lübecker Nachrichten   12.04.2018

Wie soll in Bad Oldesloe künftig die Sanierung oder der Ausbau von Straßen finanziert werden?

Von Michael Thormählen

Bad Oldesloe. Auch in Bad Oldesloe machen riesige Summen die Runde: 10 000 Euro oder  doch schon 50 000 Euro – wie hoch könnte der Anliegeranteil sein, wenn vor der eigenen Haustür die Straße saniert werden soll? Die Politiker streiten heftig, und die Bürger haben  Angst vor hohen Kosten.

Eine gerechte Aufteilung ist sehr schwierig: Angelika Gutzeit an der Rehkoppel. FOTOS: M. THOMÄHLEN/ARCHIV

Angelika Gutzeit wohnt in der Rehkoppel, eine kleine Straße, die zum Mühlenberg führt – und der müsste eigentlich saniert werden, weil es mittlerweile zahlreiche Risse in der Asphaltoberfläche gibt und die Bankette auch schon erhebliche Schäden aufweist. „Da können auf die Anlieger riesige Summen zukommen, wenn sie an den Kosten beteiligt werden“, sagt Angelika Gutzeit.

Die Rehkoppel präsentiert sich zurzeit noch in einem guten Zustand, aber auch das könnte sich ändern. „Ich denke, es kann doch nicht sein, dass Anliegerbeiträge den Hauseigentümern finanziell das Genick brechen, wenn sie Riesenbeiträge aufbringen müssen“, sagt Angelika Gutzeit. Die Rede sei ja schon von bis zu 50000 Euro pro Grundstück: „Das wäre doch glatter Wahnsinn.“

Allerdings ist Angelika Gutzeit davon überzeugt, dass die Investitionen für eine Straßensanierung nicht allein und ausschließlich der Stadt aufgebürdet werden sollten: „Einen gewissen Beitrag dazu könnten auch die Anlieger leisten, in einem geringen Umfang.“ Dies müsse allerdings ausgewogen und gerecht sein. „Wenn wir als Beispiel die Rehkoppel nehmen. Das ist zwar nur eine kleine Straße, die allerdings nicht nur von Anliegern befahren wird. Es gibt bei uns durchaus einen Durchgangsverkehr, weil die Straße auch von einigen Ratzeburgern als Abkürzung oder Schleichweg genutzt wird“, erläutert die Oldesloerin.

Es sei durchaus schwierig, ein gerechtes Finanzierungssystem zu finden, ist sich Angelika Gutzeit sicher. Es komme dabei auf die Lage und die Bedeutung einer Straße an, wenn es um die Finanzierung der Sanierung gehe: „Es stellt sich auch die Frage: Was ist mit einem Mieter, der ja auch mit einem Auto auf dieser Straße unterwegs ist? Muss auch der an den Kosten beteiligt werden, obwohl ihm Haus und Grundstück nicht gehören? Das alles gerecht zu verteilen, ist doch enorm schwer.“

Finanzierung durch Steuereinnahmen: Rainer Goldenbaum.

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Streik in der Oldesloer Stadtverwaltung

Stormarner Tageblatt   12.04.2018

Streik in der Oldesloer Stadtverwaltung

Bad Oldesloe Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten bei der Stadt Bad Oldesloe für heute zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Anlass sind die aktuellen Tarifverhandlungen. Von dem Streik werden voraussichtlich diverse Einrichtungen der Stadtverwaltung, darunter auch die Stadtbibliothek, betroffen sein, was zu Einschränkungen führen wird. „Streikbedingt können sich auch kurzfristig Schließungen einzelner Dienststellen ergeben“, teilt der Bürgermeister der Kreisstadt, Jörg Lembke, vorsichtshalber mit. Die Ferienbetreuung der Stadtschule und die Angebote des Ferienpasses seien nicht betroffen, hieß es. st

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DEMNÄCHST BEI UNS: Spieleabend bei der CDU

Lübecker Nachrichten   11.04.2018

Spieleabend bei der CDU

Bad Oldesloe. Die CDU Bad Oldesloe lädt zu einem Spieleabend ein, bei dem am Freitag, 20. April, vor allem Skatfreunde auf ihre Kosten kommen sollen. Außerdem wird geknobelt. Beginn ist um 19 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22 . Auf die Teilnehmer warten Fleisch- und Sachpreise. Das Startgeld für Skatspieler beträgt zwölf Euro, für die Teilnehmer beim Knobeln neun Euro. Interessenten melden sich bis zum 19. April beim CDU-Fraktionsvorsitzenden Horst Möller an, Telefon 04531/84620 oder E-Mail horst.moeller.od@web.de.

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Bad Oldesloe muss Wahlhelfer rekrutieren

Lübecker Nachrichten   11.04.2018

Trotz der Appelle hatten sich zu wenige Freiwillige gemeldet – Auch im Amt herrscht noch ein Engpass

Bad Oldesloe. Gut dreieinhalb Wochen vor der Kommunalwahl laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bad Oldesloe musste Bürger als Wahlhelfer zwangsverpflichten, auch im Amt Bad Oldesloe-Land konnten bisher noch nicht alle Wahllokale besetzt werden.

Alle Aufrufe haben offensichtlich nichts genutzt. Damit zur Kommunalwahl am 6. Mai auch in Bad Oldesloe alle Wahllokale ausreichend mit ehrenamtlichen Helfern besetzt sind, musste die Stadtverwaltung zu einem letzten Mittel greifen. „Wir haben etwa zehn Bürger zwangsverpflichtet“, erklärte Susanne Rickers. Sie ist im Rathaus für den Fachbereich Wahlen und Gremien zuständig. Dies sei nicht zum ersten Mal in der Kreisstadt geschehen, um rund 160 Helfer zu mobilisieren: „Wir haben das schon praktiziert.“

Es gibt insgesamt 17 Wahllokale, die jeweils mit einem Wahlvorstand von acht Bürgern besetzt sein müssen, damit in zwei Schichten gearbeitet werden könne. Dazu gibt es noch vier mobile Wahllokale, wenn in Alten- und Pflegeheimen die Bewohner dieser Einrichtungen ihre Stimmen abgeben. Auch dafür werden zwölf freiwillige Helfer benötigt werden. Dazu kommen rund zehn Helfer, die gegebenenfalls einspringen können.

Jetzt musste der Zufallsgenerator eingeschaltet werden, damit die noch fehlenden Wahlhelfer aus der Einwohnerdatei ausgewählt werden konnten. „Wir konnten bestimmte Vorgaben machen“, erläuterte Susanne Rickers. Kein Betroffener sollte älter als 60 Jahre sein. „Wer dann aber auf die Liste kam, konnte sich dieser Bürgerpflicht nicht entziehen.“ Es müssten besonders schwerwiegende Gründe vorliegen, um am 6. Mai nicht eingesetzt zu werden. „Wir sind dennoch knapp besetzt“, sagt Susanne Rickers.

Auch in den umliegenden Dörfern fehlen noch Wahlhelfer. „Wir haben die Wahllokale bisher nicht ausreichend besetzt“, sagte der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Bad Oldesloe-Land, Steffen Mielczarek. 17 Wahllokale sind am 6. Mai geöffnet, die mit jeweils mindestens acht Helfern besetzt sein sollen. Es gebe allerdings die berechtigte Hoffnung, dass sich im Laufe der nächsten Wochen doch noch weitere Freiwillige meldeten. „Wir wollen jetzt noch einmal mit den Bürgermeistern Kontakt aufnehmen. Bisher haben wir das immer hinbekommen und noch ausreichend Helfer gefunden“, betonte Steffen Mielczarek.

Das Amt würde in einer Notlage möglicherweise auf seine eigenen Bediensteten zurückgreifen, erst anschließend werde es eine Zwangsverpflichtung geben. Für den Einsatz am Wahltag – zuerst werden die Stimmen für den Kreistag ausgezählt, dann die für die kommunalen Vertretungen – werden im Amt 40 Euro bezahlt. In Bad Oldesloe gibt es 30 Euro. mt

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