Grundschulen setzen weiter auf Dussmann

Stormarner Tageblatt   27.02.2018

Grundschulen setzen weiter auf Dussmann

Bad Oldesloe Nachdem das Catering-Unternehmen Dussmann den Vertrag für die große Mensa im Schulzentrum Olivet-Allee gekündigt hatte, kündigte ihrerseits die Stadt Bad Oldesloe die bestehenden Verträge für die Oldesloer Grundschulen. Diese Trennungsphase, so teilte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak mit, sei aber sehr professionell verlaufen. Nachdem es im Schulzentrum nun eine neue Lösung gibt (wir berichteten), sind die Verträge mit Dussmann für die Grundschulen nach Nachverhandlungen erneuert worden. „Gerade die Stadtschule war im Gegensatz zu den Problemen in der Mensa Olivet-Allee sehr zufrieden mit Dussmann. Wir konnten nun sogar noch einen besseren Preis rausholen“, so Sobczak. Es sei der ausdrückliche Wunsch der Grundschulen gewesen, die Zusammenarbeit zu erneuern. Auch das Problem der Zubereitung der Speisen ist gelöst. „Das kann nun an der Stadtschule geschehen. Von dort werden die anderen Grundschulen durch den Caterer beliefert.“ nie

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Landwirtschaftliche Wege sind mit Rissen übersät

Lübecker Nachrichten   27.02.2018

Müssen Anlieger in Bad Oldesloe bei einer Sanierung Beiträge zahlen?

Von Michael Thormählen

Bad Oldesloe. Das kann ein hartes Stück Arbeit werden: Die landwirtschaftlichen Wege in Bad Oldesloe befinden sich mittlerweile alles andere als in einer guten Verfassung. Doch eine grundlegende Sanierung wäre höchst teuer. Mehr als 500 000 Euro könnten dafür ausgegeben
werden.

Olaf Heinrichs, der als Diplom-Ingenieur des Asphalt-Labors Wahlstedte im Auftrag der Stadt den Zustand der Strecken überprüft hatte, machte während einer öffentlichen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses keinen Hehl daraus, dass bei diesem Thema endlich gehandelt werden sollte: „Die landwirtschaftlichen Wege hätten eigentlich schon vor fünf bis zehn Jahren erneuert werden müssen.“

Experten hatten 2017 vier Bereiche unter die Lupe genommen: den Schäperbarg, die Strecke Schadehorn/Niendeel, den Steinfelder Redder sowie den Weg zwischen Seefeld und Havighorst. Überprüft seien dabei Längen zwischen 750 Metern und 1,9 Kilometern, erläuterte Olaf Heinrichs. Und in der Feldmark außerdem der bebauten Ortschaften zeige sich ein fest identischen Bild: Es gebe vielerorts zahlreiche Risse in den Oberflächen, die Asphaltschichten seien inzwischen stark beschädigt oder sogar vollständig zerstört worden. Der Diplom-Ingenieur richtete außerdem den Blick zurück. Die Wege seien in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt worden. Damals sei oberhalb des Unterbaues eine Trag- und Deckschicht mit einer Stärke von sechs bis acht Zentimetern verlegt worden. Das sei zu jener Zeit auch ausreichend gewesen, erläuterte Olaf Heinrichs.

Denn in ersten Linie sollten die Strecken von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden, die ein Gewicht von rund fünf Tonnen auf der Achse hatten: „Jetzt gehen wir von zehn Tonnen aus.“ Immerhin habe sich im Laufe von 50 Jahren die landwirtschaftliche Technik weiter entwickelt, und Fahrzeuge seien erheblich schwerer geworden. Zum Vergleich: Mittlerweile wird für Radwege eine Deckschicht mit einer Stärke von mindestens zwölf Zentimetern verlegt.

Im Laufe der vergangenen Jahre, so die Feststellungen des Asphalt-Labors, habe es zwar immer wieder Ausbesserungsarbeiten gegeben. Dies habe aber nicht dazu geführt, die „eigentliche Restdauer noch zu verlängern“. Alle Strecken müssten nach 40 bis 50 Jahren erneuert werden. Dies sei auch mit Hilfe von Kernbohrungen ermittelt worden. „Die großen Risse in der Oberfläche zeigen, dass die landwirtschaftliche Wege mit ihrer Restdauer am Ende sind. Und das trifft für alle Wege zu“, stellte der Diplom-Ingenieur fest.

Er sprach sich auch für eine mögliche Verbreiterung der Strecken aus. Zwei Fahrzeuge könnten sich kaum problemlos begegnen. Bei Ausweichmanövern sei in vielen Bereichen der Rand beschädigt worden, so Olaf Heinrichs.

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„Reines Wahlkampfgetöse“

Stormarner Tageblatt   26.02.2018

Standort der Stadtwerke erhitzt die Gemüter der Stadtverordnetenversammlung

Bad Oldesloe Da bahnt sich für heute Abend schon vor dem Einstieg in die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung ein handfester Zoff an. Die FBO beantragt den Punkt „Standortentwicklung des VSG-Verbundes“ zumindest teilweise öffentlich zu führen. Fraktionsvorsitzende Patricia Rohde fodert, dass die Stadtverordneten beschließen sollen, „zwecks Umsetzung der wirtschaftlichsten Standortalternative und zur Vermeidung von Millionenschäden für die Steuerzahler der Mitgliedsstädte, nur einer Ein-Standort-Lösung für die Gesellschaften des VSG-Verbundes zuzustimmen“. Für die FBO kommt nur Bad Oldesloe als zukünftiger alleiniger Sitz in Frage, weil sich das Geschäftsgebiet nur nach Westen und Nordwesten entwickeln könne. Die Oldesloer Mitglieder im Aufsichtsrat, neben dem Bürgermeister Finanzausschussvorsitzende Birgit Reichardt-Mewes (CDU) und SPD-Fraktions-Vorsitzender Björn Wahnfried, sollen per Weisung aufgefordert werden, sich „konsequent entsprechend zu verhalten“.

 Die Zukunft der Vereinigten Stadtwerke (VSG) gerät in der Kreisstadt in die Wahlkampfmühlen.   st

Niemand will damit rausrücken, worum es konkret geht. Offenbar ist im Aufsichtsrat der VSG unter den Vertretern der Städte Ratzeburg, Mölln und Oldesloe ausgehandelt worden, das es zukünftig verschiedene Firmensitze geben soll – vielleicht nicht die wirtschaftlichste Variante aber vermutlich der kleinste gemeinsame Nenner. „Wir sind dafür, dass wir nur der wirtschaftlichsten Lösung zustimmen – und wenn das nun mal Bad Oldesloe ist, dann muss man dafür mal den Rücken gerade machen“, erklärt FBO-Fraktionsvorsitzende Patricia Rohde auf Nachfrage. „Oldesloe first“ gewissermaßen. Unterstützung erhalten sie bei diesem Ansinnen von Bürgermeister Jörg Lembke.

„Es kann nicht im Sinne der VSG sein, das jetzt in die Öffentlichkeit zu zerren. Das schädigt die Stadtwerke.“
Birgit Reichardt-Mewes CDU

Birgit Reichardt-Mewes entfleucht angesichts des Antrags ein lautes Stöhnen. „Das beschäftigt uns nun schon so lange. Die Meinung ist bekannt und es gibt entsprechende Gegenargumente“, sagt sie: „Die VSG an sich sind ein Kompromiss, der nur so erfolgreich ist wie er ist, weil eben immer wieder Kompromisse geschlossen werden.“ Die von der FBO kolportierten Millionenschäden riskiere nur, wer nicht kompromissbereit sei. Es könne durchaus sein, dass schon damals bei der Festlegung von Ratzeburg als Sitz der VSG ein „massiver Fehler“ gemacht worden sei. Aber dann sei das einer, der sich als wirtschaftlich sehr erfolgreich herausgestellt habe.

„Drei egoistische Städte sind da Mitglied – da funktioniert es nicht, auf ein Ein-Standort-Modell zu pochen.“
Wilfried Janson   Grüne

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Mission Mensa: Lücke gefüllt

Stormarner Tageblatt   26.02.2018

Sind die Lösungen für die Probleme in der Oldesloer Mensa im Schulviertel an der Olivet-Allee durch den Last-Minute-Betreiber gefunden? Die Oldesloer Politik traut dem Frieden noch nicht so ganz.

 Neues Team: Timo Skudlarz und Janine Irentschiuk. Nie

 Bad Oldesloe Die Lücke des fehlenden Mensa-Caterers im Oldesloer Schulzentrum ist gefüllt. So lautet die positive Antwort der Stadtverwaltung auf Nachfragen in den politischen Ausschüssen der Stadt. Die Lokalpolitik interessiert es, wie es nach der Kündigung des Vertrags für die Mensa durch die in der Vergangenheit durch Schüler und Eltern scharf kritisierte Firma Dussmann weitergehe. „Zum 31. Januar gab es trotz unerwarterter Schwierigekiten den geplanten Wechsel in der Mensa. Es gab eigentlich einen einzigen Bewerber, doch der hat überraschend kurzfristig zurückgezogen“, erläutert Bürgeramtsleiter Thomas Sobsczak. Nun sei guter Rat teuer gewesen: Fast wäre die Situation entstanden, dass kein Essen mehr hätte angeboten werden können, doch „glücklicherweise konnte die ehemalige Dussmann-Mensaleiterin Janine Irentschiuk gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten einspringen“, so Sobczak.

Timo Skudlarz heißt dieser Lebensgefährte und er bringt eine Menge Gastro-Erfahrung mit. „Seit zwei Jahren leitet er außerdem die Mensa im Gymnasium in Bad Segeberg“, antwortete Sobczak auf kritische Politikernachfragen. „Wir gehen das Projekt mit ganz viel Herzblut an, arbeiten quasi Tag und Nacht. Es ist uns wichtig, dass wir hier ein tolles Angebot auf die Beine stellen“, erklärt Skudlarz. Er sei Gastronom mit Herz und Seele. „Es hat sich in kurzer Zeit schon sehr viel getan. Wir haben das Brötchensortiment erweitert, es gibt Salate und insgesamt viel Abwechslung. Frische ist uns wichtig“, so Irentschiuk. Nachdem zeitweise Süßigkeiten komplett aus der Mensa verbannt wurden, gibt es jetzt wieder eine kleine Auswahl davon. „Die Schüler besorgen sich das sowieso dann anderswo. Wir wollen aber nicht, dass die Schüler den Weg zum Bäcker der Mensa vorziehen“, erklärt Irentschiuk. „Unsere Angebote sind modern. Mein Pulled-Pork-Brötchen mit Barbecue-Sauce ist schon in Segeberg der Renner, hier auch“, erklärt Skudlarz.

Etwas erstaunt reagiert Dagmar Danke-Beyer von den Grünen. „Sind damit alle Probleme vom Tisch? Es gab doch nicht nur Probleme mit Dussmann, sondern auch insgesamt bei den Abläufen und Aufsichtspflichten in der Mensa“, wollte sie wissen. Sie wolle nicht, dass mancher angestoßene Prozess nach all den zum Teil heftigen Beschwerden der Vergangenheit jetzt im Sande verlaufe.

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Wer zu spät kommt …

Stormarner Tageblatt   24.02.2018

Stormarner Wochenschau

Wer zu spät kommt …

 Megi Balzer

Überzogen Stadtwerke und Verwaltung wollten am Schwimmbadparkplatz eine Schranke. Die Mehrheit der Politik nicht. Sie beschloss eine Drei-Stunden-Parkscheibenregelung. Ist es jetzt die beleidigte Retourkutsche der Verwaltung, Ausnahmen rigoros abzulehnen? In der Folge müssen Sauna- und Badegäste sowie die Trainer der DLRG leicht bekleidet nach drei Stunden rausrennen und schnell ihr Auto umparken – wie es unsere Karikaturistin Megi Balzer darstellt. Wer das verpasst, für den wird es richtig teuer.

Dabei hatte Hajo Krage (SPD) die Probleme ja kommen sehen und deshalb mit dem Beschluss im September vergangenen Jahres gleich eine Ausnahmeregelung angemahnt. Naja, Kleingeister werden jetzt sagen: Nö, hat er nicht. Beschlossen wurde lediglich eine Prüfung, die habe es mit dem bekannt negativen Ergebnis gegeben. Formal ist das korrekt, dem Geist des Antrags wird das aber nicht gerecht. Und dann wundert sich noch jemand über das schlechte Klima in Oldesloe? Jeder misstraut jedem, die „Schwarzen Peter“ werden herumgereicht, große Reden geschwungen, aber Lösungen werden so natürlich nicht gefunden. Vertrauensvolle Zusammenarbeit sieht wahrlich anders aus. Und wie könnte eine Lösung aussehen? Die einfachste Variante wäre, die Höchstparkdauer per Beschluss einfach auf vier Stunden hoch zu setzen. Die Ehrenamtler der DLRG könnten in Ruhe das Training leiten, der Bürgermeister an seiner Rechtsauffassung festhalten und es würde nicht mal ein Präzedenzfall geschaffen, der weitere Forderungen nach sich ziehen könnte.

Abgeschlossen Verkaufsoffener Sonntag – die soll es in Oldesloe in diesem Jahr nur in der Innenstadt geben. Die Märkte außerhalb in den Gewerbegebieten müssen dann zu bleiben. So sei die Rechtslage, informierte Bürgermeister Jörg Lembke im Hauptausschuss, Sonntagsöffnung dürfe nur in einem eng definierten Bereich erlaubt werden. Aha. Das rief Vertreter der Oldesloer Wirtschaftsvereinigung auf den Plan. Wenn die neue Regelung vorher bekannt gewesen wäre, hätten die dortigen Betriebe ja vielleicht auch Anträge gestellt. Klingt soweit schlüssig und nachvollziehbar … wenn die Wirtschaftsvereinigung nicht kurz vorher Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht hätte, dass ein Großteil der Läden sich nicht an Aktionen beteiligen wolle und bei diesen Gelegenheiten ohnehin kaum Umsatz gemacht werde. Ja, watt denn nu? Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass da der eine Verein dem anderen nichts gönnt. Gebt lieber uns das Geld, statt es für halbgare Aktionen zu verbrennen, die nur die Sonntagsöffnung legitimieren sollen. An genau diesem Problem – Innenstadt gegen Außenbereich – ist bereits die GOK gescheitert. Ob das die Stadt in Zukunft voranbringt?

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