In Stormarn geht es sportlich zu

Stormarner Tageblatt   28.04.2018

Stormarner Wochenschau

In Stormarn geht es sportlich zu

megi Balzer

 megi Balzer

Marathon Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung für das Stormarner Wohnbündnis zog Glindes Bürgermeister Rainhard Zug als Sprecher der Städte einen ziemlich genialen Vergleich. „Insgesamt sehe ich das als Marathon an“, sagte er: „Wir sind gerade bei Kilometer 21.“ Zug ist selber Marathon-Läufer und weiß deshalb, was Sache ist, sprach es aber (vermutlich vorsichtshalber) nicht aus: 21 Kilometer sind nix! Die läuft der Läufer im Training zig mal. Auf der Strecke, zum Beispiel an diesem Wochenende beim Hamburg-Marathon, da ist jenes Halbzeit-Tor nur eine von vielen Zeit-Mess-Stellen. Da sind, vorausgesetzt es läuft nach Plan, alle noch gut drauf und genießen die Stimmung. So war es tatsächlich auch im Kreistagssaal. Nur die Unwissenden werden gedacht haben: Wow, die Hälfte haben wir schon geschafft, war doch ganz easy. Rainhard Zug weiß natürlich ganz genau, dass ein Marathon erst zehn Kilometer später so richtig los geht. Dann meldet sich der innere Schweinehund und fragt lautstark: Warum tust du dir das eigentlich an? Dann wird der berüchtigte Mann mit dem Hammer immer größer und mächtiger, dann beginnt der Kampf. Dann geht es an die Substanz und es zeigt sich, ob man wirklich gut vorbereitet ist. So wird es auch dem Stormarner Bündnis für bezahlbares Wohnen ergehen. Noch ist nichts erreicht, und ob das Marathon-Projekt wirklich mehr ist als nur bedrucktes Papier, wird sich erst herausstellen müssen.

Kurzsprung „Hätten wir mal geschwiegen!“, mögen einige Anwohner des Heiligengeist heute denken. Sie beschwerten sich im Januar, dass die Stadt die Schließzeiten der Brücke in Richtung Hude nicht einhalten würde und sie Lärmbelästigungen von Jugendlichen ausgesetzt wären. Nun hat die Politik reagiert: Der Weg über die Trave wird der Öffentlichkeit gewidmet und nicht mehr abends abgesperrt. Zudem soll der Bereich aufgewertet werden. Unsere Zeichnerin hat da gleich einige Vorschläge. Ups, das hat man sich bestimmt etwas anders vorgestellt. Zu kurz gesprungen, könnte man sagen, denn das eigentliche Grundproblem, nämlich Jugendliche, die sich gemütliche Plätze in der Stadt suchen, Alkohol trinken und dabei auch lauter sind, geht die Stadt nicht an. Es gibt ja kaum Möglichkeiten für Jugendliche, in Bad Oldesloe die Freizeit zu verbringen. So weiß man von verschiedenen Stellen in der Stadt, an denen es immer wieder Probleme gibt. Jetzt, kurz vor der Kommunalwahl, liest und hört man dazu aber kaum etwas von den zur Wahl stehenden Parteien. Vielleicht wäre es sinnvoll, ein Konzept für die Jugendarbeit zu erstellen, um dieses Problem einmal an der Wurzel zu packen, anstatt immer nur an den Symptomen herumzudoktern?

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Bad Oldesloe sagt „Ja“ zum regionalen Handel

Lübecker Nachrichten   27.04.2018

Offener Sonntag am 6. Mai endet mit einer Wahlparty auf dem Marktplatz

Stellten das Konzept für den verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai mitsamt anschließender
Wahlparty vor: Sebastian Hagen (l.), Agnes Heesch, Hans-Jörg Steglich. FOTO: SUS

Bad Oldesloe. „Sag ,Ja’ zu Bad Oldesloe“ lautet das Motto des verkaufsoffenen Sonntags am 6. Mai. Koordinator Hans-Jörg Steglich hat dafür viele Oldesloer Kaufleute und Vereine ins Boot geholt. Nur die Wahlparty mit Leinwand auf dem Markt ab 18 Uhr bietet jeweils aktuelle Meldungen und die fortlaufende Stimmenverteilung.

Hans-Jörg Steglich aus Bad Oldesloe gibt sich gerade alle Mühe, die verkaufsoffenen Sonntage der Stadt zu retten. Er sieht sich jedoch lediglich als „Koordinator“. Denn eigentlich ist es Aufgabe der Kaufleute, sich hier für eine lebendige Innenstadt zu engagieren. „Ich habe einen richtig guten Zuspruch von den Kaufleuten und Marktbeschickern“, freut er sich im Hinblick auf den 6. Mai. Doch es geht auch um die Zukunft des Events. Dies sei nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen.

Ein erster runder Tisch ist schon für heute vorgesehen, beim nächsten im Herbst wird dann konkret geplant, wie es in den nächsten Jahren weitergehen soll. Und wie die Sonntage finanziert werden.

Immerhin ist die Stadt Bad Oldesloe bemüht, die Veranstaltung weiterhin mit 16 000 Euro pro Jahr zu unterstützen, signalisierte Agnes Heesch von der Wirtschaftsförderung: „Es ist sehr wichtig, den Einzelhandel zu stärken.“ Ausrichter sein will die Stadt allerdings nicht. Kaufleute aus Städten wie Bargteheide schaffen es sogar ohne finanzielle Hilfe der Stadt, hat Steglich erkundet.

Pflasterart in der City

Ein offener Sonntag in Bad Oldesloe ist am 2. September mit der Pflasterart verbunden. Am 11. November folgt noch ein Lichterfest. Am Wahlsonntag, 6. Mai, sind die Oldesloer Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Viele bieten Aktionen vor ihren Türen an, wie Glücksrad oder Kinderschminken. Die Rümpeler Kung-Fu-Schule und andere Vereine sind dabei – und können sich auch noch bei Steglich (Telefon 04531/2224) melden. Auf dem Marktplatz sorgt Sebastian Hagen (Eventbetriebe Hagen) für Schwenkgrill, Kinderkarussell, Hüpfburg und Sitzmöglichkeiten.

„Viele Kaufleute wollen an dem Tag etwas machen, auch drinnen. Grundsätzlich bin ich sehr positiv eingestellt“, so Steglich. Ab 18 Uhr bleibt dann nur noch Aktion auf dem Marktplatz übrig. 40 Quadratmeter am Gänseliesel-Brunnen werden von vornherein freigehalten, damit sich dort gegen 16 Uhr ein Lkw platzieren kann, der eine große Leinwand mitbringt. Statt wie sonst im Foyer des Stadthauses können Politiker und Bürger dann vor Ort auf dem Markt die Wahlergebnisse verfolgen.

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Bahnhof Bad Oldesloe im Bombenhagel

Lübecker Nachrichten   27.04.2018

Diakonissinnen erinnern an den verheerenden Luftangriff am 24. April 1945

Schwerer Bombenangriff kurz vor Kriegsende: Zerstörte Waggons stehen auf dem Bahnhof von Bad Oldesloe. FOTOS: LN-ARCHIV, SANDRA FREUNDT

Bad Oldesloe. Dienstag vor genau 78 Jahren: Britische Flugzeuge bombardieren Bad Oldesloe. 706 Menschen sterben. Zum Gedenken an diesen erschütternden Tag finden sich stets am 24. April Diakonissinnen und der Pastor und Rektor der Diakonie „Alten Eichen“, Dr. Torsten Schweda, zu einer Andacht auf dem Friedhof ein.

Treffen auf dem Friedhof: Dr. Torsten Schweda, Ulrike und Werner Tyrell, Luise Keesenberg,  Astrid Kapels (hinten v. l.), Renate Buhr, Ilse Hesse und Ursula Karsten (vorne v. l.).

Im Gegensatz zu dem 24. April 1945, einem strahlenden Frühlingstag, war der Himmel in diesem Jahr bedeckt, leichter Nieselregen fiel. Vor dem Grab der 18 Diakonissinnen, die bei dem Luftangriff starben, findet eine Andacht statt. Vorab hatte Oldesloes Bürgerworthalter Rainer Fehrmann einen Kranz am großen Ehrenmal, dem von Ernst Kruetgen gespendeten Granitkreuz, niedergelegt.

„Dieser Tag ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte für die Kreisstadt, deshalb arbeiten wir daran, ihn bekannter zu machen, so bedeutend wie den Volkstrauertag“, erklärt Fehrmann. Auch in den Schulen müsse man mehr an den Schrecken dieser Bombardierung nur wenige Tage vor Kriegsende erinnern.

Um die Erinnerung an ihre bei dem Angriff verstorbenen Mitschwestern nicht verblassen zu lassen, kommen die Diakonissen der Ev. Luth. Diakonissenanstalt „Alten Eichen“ sowie Dr. Torsten Schweda jährlich zu der Gedenkstätte. „Als unser Mutterhaus in Altona und unsere ,Filiale‘ in Stellingen im Juli 1943 zerbombt wurden, fanden unsere Schwestern in der ehemaligen Kinderheilanstalt in Bad Oldesloe nicht nur eine Notunterkunft, sondern eine neue Heimat“, beschreibt Pastor Schweda die damaligen Umstände.

Später Fund: Sprengmeister Heinz Kollath entschärfte einen Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vor vier Jahren in Bad Oldesloe. FOTO: ULF-KERSTEN NEELSEN

Inzwischen waren die Gebäude zu einem Unfallkrankenhaus umfunktioniert worden, in dem die Diakonissinnen die Kriegsverwundeten pflegten. Tatsächlich gab es sogar Pläne, das „Alten Eichen“- Mutterhaus hierher zu verlegen. Der Luftangriff aber zerstörte diese Überlegungen und riss 18 Mitschwestern sowie einen Patienten und auch die Frau des damaligen Rektors, Pastor Dr. Adolf Stahl, in den Tod.

Besonders tragisch: Auch die zweijährige Tochter des Oberarztes Dr. Werner Tyrell überlebte den Angriff nicht. Sein Sohn Werner, der mit Ehefrau Ulrike ebenfalls der Andacht beiwohnte, erzählt: „Meine Eltern suchten sie verzweifelt, doch erst sechs Wochen später fanden sie Elisabeth in den Armen einer Schwester verborgen tot in den Trümmern.“ Er selbst war zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht auf der Welt, doch war dies in seiner Kindheit immer wieder Thema.

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Wahlkampf: Thema Wirtschaft

Lübecker Nachrichten   27.04.2018

Wahlkampf: Thema Wirtschaft

Bad Oldesloe.  „Die Kreisstadt Bad Oldesloe: Ist sie wirtschaftsfreundlich oder wirtschaftsfeindlich?“ Die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe lädt zur Podiumsdiskussion am Donnerstag, 3. Mai, um 19 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) ein.

„Um im Wettbewerb der Kommunen bestehen zu können, braucht Bad Oldesloe zukunftsfähige Ideen mit hoher Qualität. Die Entwicklung und Umsetzung von wirtschaftspolitischen Strategien muss dabei ein Kernanliegen von Politik und Verwaltung sein“, sagt Nicole Brandstetter, Sprecherin der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe. Doch welchen Stellenwert nimmt das Thema Wirtschaft in der Bad Oldesloer Politik und Verwaltung ein? Ist die Kreisstadt personell und finanziell gerüstet, um eine langfristige und weitsichtige Wirtschaftsförderung und Unternehmensansiedlung zu betreiben? Reichen die bestehenden Konzepte für die Stadtentwicklung aus, um Bad Oldesloe als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort nachhaltig zu sichern?

Moderiert wird die Veranstaltung von RSH-Moderator Andreas Rackow. Der Eintritt ist frei. auf dem Podium sind Detlev Hinselmann (WAS Stormarn), Katrin von Hinüber, Koch – die Raumwerker, Hendrik Holtz (Linke), Wilfried Janson (Grüne), Anita Klahn (FDP), Thorsten Körner (Hagebaumarkt Bad Oldesloe), Bürgermeister Jörg Lembke, Holger Mahlke (Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe), Horst Möller (CDU), Andreas Reichardt (Asklepios Klinik Bad Oldesloe), Benjamin Rodloff (LED Events).

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Hier zu Hause: Daniel Günther im Redder

Stormarner Tageblatt   27.04.2018

Daniel Günther im Redder

Bad Oldesloe Zehn Jahre Steinfelder Redder – für die CDU ist das ein Grund zum Feiern. Deshalb laden sie am Sonnabend, 28. April, 14 Uhr, zum Klönschnack mit dem Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Daniel Günther bei Grillwurst und Getränken „Am Steinfeldder Redder 24“ ein.

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