Platz muss gesperrt bleiben

Lübecker Nachrichten   06.06.2018

Platz muss gesperrt bleiben

Die Stadt will eine Fachfirma beauftragen, um Glasscherben und Schäden auf dem Kunstrasenplatz am Exer zu beseitigen.

Bad Oldesloe. Erhebliche Schäden sind während des Stadtfestes auf dem Kunstrasenplatz am Exer in Bad Oldesloe angerichtet worden.

Bürgermeister Jörg Lembke wies während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung darauf hin, dass während des zweitägigen Festes jeweils zwischen 300 und 500 Jugendliche auf den Platz gekommen seien.

Von ihnen seien Speisen und Getränke verzehrt worden. „Den Veranstaltern des Stadtfestes ist kein Vorwurf zu machen, denn der Platz gehörte nicht mit zum Veranstaltungsbereich“, betonte der Bürgermeister.

Zurück geblieben seien leere Flaschen, teilweise auch Glasscherben. Nach Angaben des Bürgermeisters ist ein Schaden durch ein Feuer entstanden, das durch ein Schulbuch entfacht worden sei: „Hier ist der Verursacher ermittelt worden.“ Mitarbeiter des städtischen Bauhofes hätten bereits den Kunstrasenplatz gereinigt. Dennoch müsse jetzt noch eine Fachfirma mit dieser Aufgabe beauftragt werden.

Jörg Lembke bezifferte die erwarteten Kosten auf 3000 Euro: „Bis dahin muss der Platz gesperrt bleiben.“  mt

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Alle Mann auf ihren Posten

Stormarner Tageblatt   06.06.2018

07.06.2018: Berichtigung zum Artikel vom 06.06.2018

Hier zu Hause: Tobias Wriedt wurde gewählt

Wriedt

Bad Oldesloe In die Grafik zur neuen Stadtverordnetenversammlung in unserer gestrigen Ausgabe hatte sich leider ein Fehler eingeschlichen. Jörn Lucas von der CDU ist nicht Stadtverordneter geworden, Tobias Wriedt hat den Einzug ins Stadtparlament geschafft. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. (ol)

 

 

Hildegard Pontow zur Bürgerworthalterin gewählt / Gleichstellungsgesetz bereitet Probleme bei Besetzung einiger Ämter

Es wird eng im Saal des Kubs: Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 34 Abgeordneten.st

Es wird eng im Saal des Kubs: Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 34 Abgeordneten.st

Andreas Olbertz Bad Oldesloe Es war wenig spannend und von vielen Regularien bestimmt. Die Oldesloer Stadtverordnetenversammlung hat sich konstituiert. Dazu zählen dann auch Tagesordnungspunkte wie „Entgegennahme der schriftlichen Erklärungen über die Bildung von Fraktionen und die Benennung der Fraktionsvorsitzenden“. Alterspräsident Jürgen Schneider (77) nahm es mit Humor: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder weiß, wozu er gehört. Aber ich lese Ihnen das auch gerne noch mal alles vor.“ Nein, auf die Verlesung wurde dankend verzichtet – die Sitzung sollte ohnehin noch lange genug dauern.

Erwartungsgemäß wurde Hildegard Pontow (CDU) einstimmig zur neuen Bürgerworthalterin gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Rainer Fehrmann an. „Wir sind bei jeder Entscheidung vielleicht auf neue Mehrheiten angewiesen. Also lasst uns miteinander reden“, sagte sie in ihrer Vorstellungsrede. „Ich werde mein Bestes geben“, so die ehemalige Rektorin der Klaus-Groth-Schule: „Aber Bekannte haben mir schon gesagt, dass das wohl nicht reichen wird.“ Zu ihren Stellvertretern wurden Hans-Hermann Roden (SPD) und Matthias Rohde (FBO) gewählt. Horst Möller (CDU) und Björn Wahnfried sind die stellvertretenden Bürgermeister.

Die Ausschüsse wurden wie folgt besetzt (der/die Vorsitzende je fett gedruckt).

Hauptausschuss: Andreas Lehmann (CDU), Lajoscha Rausch (CDU), Horst Möller (CDU), Torben Klöhn (SPD), Hajo Krage (SPD), Matthias Rohde, Hinrich Stange (FBO), Nicole Kanapin (Grüne), Wilfried Janson (Grüne) Dr. Inga-Maria Vosgerau (FDP) und Hendrik Holtz (Linke).

Finanzausschuss: Torsten Lohse (CDU) Andreas Lehmann, Birgit Chmiel (CDU), Björn Wahnfried (SPD), Jannik Strey (SPD), Karin Harms (FBO), Manfred Lieder (FBO), Nicole Kanapin, Dr. Hartmut Jokisch (Grüne), Heiko Vosgerau (FDP) und Anna Kromm (Linke).

Sozialausschuss: Martin Nirsberger (CDU), Jörn Lucas (CDU), Birgit Chmiel, Carsten Stock (SPD), Hajo Krage, Annelie Strehl (FBO) Sven Jürgens (FBO), Dagmar Danke-Bayer (Grüne), Matthias Adrion (Grüne) Anita Klahn (FDP) und Cornelia Steinert (Linke).

Bauausschuss: Tobias Wried (CDU), Jens Wieck (CDU), Benedikt Schwardt (CDU), Hans-Hermann Roden, Annika Dietel (SPD), Matthias Rohde , Hans-Jörg Steglich (FBO), Dr. Hartmut Jokisch, Wilfried Janson, Anita Klahn und Christian Vollpott (Linke).

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Müll wird verspätet abgeholt – den Bürgern stinkt es

Lübecker Nachrichten   05.06.2018

Eine Grippewelle macht Unternehmen und der AWSH zu schaffen – Arbeitsmarkt leergefegt.

Von Holger Marohn

Ratzeburg/Bad Oldesloe. Seit Monaten gibt es in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn Probleme mit der Müllabfuhr. Die Tonnen werden häufig erst Tage später abgeholt.  Jetzt gibt es eine Entschuldigung der Landräte und der AWSH. Alle hoffen auf eine Besserung in den kommenden Wochen.

Matthias Heider aus Steinhorst im Kreis Herzogtum Lauenburg ist richtig sauer. Seit Wochen würde der Müll nur in unregelmäßigen Abständen abgeholt. Je nach Feiertagsituation komme es zu Abweichungen, welche nicht zur Diskussion stünden. Aber dass dann trotz Verschiebungen der Termine keine Abholung an den markierten Tagen stattfindet oder dass dann sogar der Müll über die Pfingsttage stehen geblieben sei, könne er nicht akzeptieren. Und wenn er bei der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) anrufe, bekomme er nur Standardantworten. Und Heider ist nicht allein. In diversen Internet-Foren wird über die Probleme bei der Abfuhr des Restmülls und der Bioabfälle diskutiert, oder – besser gesagt – teilweise geschimpft.

Dennis Kissel, Geschäftsführer der AWSH, kann die Verärgerung nachvollziehen. „Für die Vehemenz und den Tonfall habe ich aber wenig Verständnis“, sagt Kissel. Derzeit würden die Behälter mit einer Verspätung von bis zu zwei Tagen geleert. Dies hänge mit einem Personalengpass bei der mit der Abfuhr seit Jahren beauftragten Firma Grabau Entsorgung Geesthacht zusammen. Hinzu käme, dass der Mai mehrere Feiertage hatte, so dass Aufholtage zur Reduzierung der Verzögerung weggefallen seien, so Kissel.

Nachdem es zur turnusmäßigen Anpassung der Tourenpläne zum 1. März Probleme mit Schnee und Frost gegeben habe, habe bei der Firma eine Grippewelle zugeschlagen. Und das im Mai, dem Monat mit der statistisch ohnehin höchsten Fehlquote. „Wenn dann rund 30 Prozent der Mitarbeiter ausfallen, kann das kein Unternehmen mal eben ausgleichen“, sagt Kissel. Hinzu komme, dass sich gegenüber der Ausschreibung im Jahr 2014 des noch Jahre laufenden Auftrages die Zahl der zu leerenden Tonnen in beiden Kreisen deutlich erhöht hat – durch mehr Einwohner, aber auch die bessere Akzeptanz der Biotonne.

Einfache Lösungen gibt es laut Kissel nicht. „Wir weisen schon länger auf die Auswirkungen des Fachkräftemangels hin. Der Markt für Lastwagenfahrer ist leergefegt“, sagt Kissel. Daher könne nicht nur das derzeit beauftragte Unternehmen praktisch keine zusätzlichen Fahrer einstellen, sondern auch alle anderen Unternehmen nicht, die in dem Bereich tätig seinen. Hinzu kämen extreme Abwerbetätigkeiten aus dem Hamburger Raum. Und auch zusätzliche Entsorgungsfahrzeuge hätten Lieferzeiten zwischen neun und zwölf Monaten. Vorschläge wie „die müssten einfach mal“ würden daher genauso wenig funktionieren wie „jemand anderes muss dann eben“, sagt Kissel. Auch der Hauptausschuss des Kreises Herzogtum Lauenburg hatte sich bereits mit dem Thema während seiner jüngsten Sitzung befasst – im nichtöffentlichen Teil. Vereinbart wurde allerdings, Geschäftsführer Kissel zur nächsten Sitzung einzuladen.

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Ein tolles Fest für alle Oldesloer

Lübecker Nachrichten   05.06.2018

Drei tolle Tage mit Musik und vielen anderen Attraktionen

Von Sandra Freundt

Bad Oldesloe. Das Oldesloer Stadtfest ist nach drei tollen Tagen vorbei, das Resümee dabei (fast) durchgehend positiv. „Die Oldesloer haben miteinander gefeiert. Das ist das tollste, was man sich wünschen kann“, strahlte eine rundherum zufriedene Organisatorin Christine Tiedemann.

Sie dankte gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Lembke allen ehrenamtlichen Helfern, den Rettungskräften und der Polizei. Und Lembke fügte hinzu: „In diese Richtung kann es weitergehen.“

Dabei hatte es noch am Freitag beim Aufbau an vielen Stellen Unmut gegeben. So wollten einige Geschäftsinhaber keine Stände vor ihrem Laden und auch wegen der Freihaltung der Rettungswege war es zu Unstimmigkeiten gekommen. „Es hat sich jedoch alles klären lassen und letztendlich feierten alle Oldesloer gemeinsam ,ihr‘ Stadtfest“, freuten sich die Veranstalter Tiedemann und Patrick Niemeier (verantwortlich fürs Musikprogramm). Die musikalischen Highlights waren dabei am Sonnabend natürlich Days of Northern Lights und direkt im Anschluss Jeden Tag Silvester. „Bei JeTaSi war es tatsächlich so voll, dass die Polizei schon abriegeln lassen wollte“, berichtete Niemeier.

Der Sonntag begann mit einem Openair-Gottesdienst. Die Pastoren Diethelm Schark und Volker Hagge führten die über 100 Besucher gemeinsam mit dem Jugendchor unter Leitung von Hennig Münther durch einen abwechslungsreichen Gottesdienst, bei dem Mitmachen erlaubt war. Auch Schark war voll des Lobes über die gute Organisation. „Es gibt so viele Arten von Feiern. Die Veranstalter haben es aber geschafft, alle unter einen Hut zu bringen“, brachte er es auf den Punkt. Für seine Predigt bekam der Geistliche anschließend sogar spontanen Applaus. „Das war wirklich großartig“, strahlte auch die 21-jährige Lisa, die extra für das Stadtfest in ihre Heimat gereist kam.

„Tatsächlich haben wir es geschafft, alle Nischen zu besetzen“, resümierte Christine Tiedemann. Es gab nicht nur diverse Arten von Musikdarbietungen, auch die unterschiedlichen Stände sorgten für ein vielfältiges Angebot. Am Sonnabend waren erstmals die Schaltrollerfreude aus Bargteheide dabei, die von klassischen Vintage-Rollern bis hin zu individuellen Scootern ihre Zweiräder präsentierten und für ihre Vintage Cruise 2018 vom 26. bis 29. Juli warben. Über vier Tage geht die Tour dabei über 800 Kilometer von Bargteheide über Lüneburg bis nach Hamburg. „In der Regel sind wir so immer 70 Fahrer“, berichtet Präsident Sören Clausen. Unter www.vintage-cruise.de gibt es weitere Infos.

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Viel Müll nach der Party

Stormarner Tageblatt   05.06.2018

Jugendliche feiern abseits des Stadtfestes auf dem Exer / Kunstrasenplatz bis zur Reinigung gesperrt

Chillen auf dem Exer – eigentlich kein Problem, wenn jeder seinen Müll mitnehmen würde. Niemeier
Chillen auf dem Exer – eigentlich kein Problem, wenn jeder seinen Müll mitnehmen würde. Niemeier
Bürgermeister Jörg Lembke: „Beim letzten Stück habe ich Appetit auf Gulasch bekommen.“

Bürgermeister Jörg Lembke: „Beim letzten Stück habe ich Appetit auf Gulasch bekommen.“

Bad Oldesloe Stell dir vor, es war Stadtfest und am Montag ist davon nichts mehr zu sehen – in Oldesloe ist das so. Buden, Bühnen und Bars wurden in der Nacht noch abgebaut, hier und da musste am Tag danach noch mal durchgefegt und die eine oder andere Zigarettenkippe eingesammelt werden. Außer schönen Erinnerungen bleibt nichts zurück vom gelungenen Stadtfest.

Es hatte zwar nichts mit dem Stadtfest direkt zu tun, aber Jugendliche nutzten den Exer am Wochenende als riesige Partylocation. Da der Platz nicht zum Stadtfestgebiet gehörte, hatten die Veranstalter dort auch kein „Hausrecht“. Mit drastischen Folgen – das Partyvolk hinterließ Berge von Müll und beschädigte den Kunstrasen. „Ich fürchte, wir werden den Sportplatz sperren müssen“, kündigte Bürgermeister Jörg Lembke an. Von Freitag auf Sonnabend wurde die erste Party auf dem Exer gefeiert. Etwa 300 Jugendliche trafen sich auf dem Fußballplatz. Getränke und eigene Musik hatten sie dabei. In kleinen Grüppchen verteilten sie sich auf der Anlage. „Ich will niemandem vorwerfen, dass er dort feiert. Es ist ja auch gewollt, dass der Platz offen ist. Aber dann kann man doch seinen Müll wegbringen“, ärgert sich der Verwaltungs-Chef. Noch am Sonnabend wurde der Platz durch Bauhofmitarbeiter vom groben Schmutz befreit. „Aber da sind noch Brandlöcher und vor allem Glasscherben, an denen man sich verletzten kann – dafür müssen wir eine Spezialfirma kommen lassen“, kündigt Lembke an. Mindestens ein Verursacher sei ermittelt worden und werde zur Verantwortung gezogen.

Für die zweite Nacht hatten Stadtverwaltung und Stadtfest-Organisatoren gehofft, eine weitere Party unterbinden zu können, wenn das Flutlicht eingeschaltet wird. Ein Irrtum. Es kamen sogar 500 junge Menschen. „Das hatte was von einem Flashmob. Das ging vorab unter dem Stichwort ‚Exer-Party‘ durch die sozialen Netzwerke“, hat Patrick Niemeier vom Stadtfest-Orga-Team beobachtet. Dabei sind Flashmobs ja eigentlich schon längst wieder out. Ersten Gerüchten, es habe sich um Flüchtlinge gehandelt, widerspricht er entschieden. „Das waren alles Ortsansässige und zu 80 bis 90 Prozent auch Jugendliche, die hier geboren sind“, so Niemeier.

Stadtfest-Organisatorin Christine Tiedemann zeigt Verständnis für die Jugendlichen. Es seien „hauptsächlich monetäre Gründe“, die sie zur Party abseits des Stadtfests führten. „Die bringen sich ihren Rucksack von zu Hause mit, ja und?“, sagt sie. Für sie als Veranstalterin sei das durchaus okay. Wäre da nicht das Müll-Problem.

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