IN KÜRZE: CDU-Kandidaten auf Youtube

Lübecker Nachrichten   07.04.2018

CDU-Kandidaten auf Youtube

Bad Oldesloe. Die CDU Bad Oldesloe beschreitet einen neuen Weg, um ihre Kandidaten zur Kommunalwahl zu präsentieren: In einem Video stellen sich die Kandidaten mit einem persönlichen Blick vor. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Daniel Fes, der mit einem Team das Konzept entworfen hat und aus mehreren Stunden Material ein Video von fast zwei Minuten verdichtete. Thema war „Anpacken für Bad Oldesloe“. Das Video ist unter www.cdu-bad-oldesloe.de, auf Facebook und auf Youtube zu sehen.

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Und dann ist wieder alles anders

Stormarner Tageblatt   07.04.2018

Stormarner Wochenschau

Und dann ist wieder alles anders

Negi Balzer

 Negi Balzer

Tiktak Die Pressemitteilung einer Partei, dass man zu Sitzungen die „Vollständigkeit der Fraktion sicherstellen“ werde, bekommt man auch nicht so oft. Die Oldesloer CDU sah sich dazu veranlasst, nachdem die Beibehaltung der Beitragssatzung zum Straßenausbau eine Mehrheit fand, weil zwei ihrer Stadtverordneten gefehlt hatten. Wir haben das an dieser Stelle kritisiert und die Frage gestellt, ob es Taktik oder eine falsche Entscheidung der beiden erfahrenen Kommunalpolitiker war. Die werden nun nicht zurücktreten, wie es die FBO forderte, aber wenn der Vorsitzende des Stadtverbands sich für das „auch in der CDU umstrittene“ Verhalten der beiden, entschuldigt, spricht das Bände. Jetzt steckt jedenfalls keine Taktik mehr dahinter: Noch vor der Wahl wird es eine weitere Abstimmung mit vermutlich anderem Ergebnis zur Beitragssatzung geben. Anderseits: Man weiß ja nie in Oldesloe.

Alles anders Oft hilft der Blick in die Geschichte, und man muss ihn nicht mal weit nach hinten richten. Es ist gerade mal acht Jahre her, dass Lübeck beschloss, Sozialhilfeempfänger zu gemeinnütziger Arbeit zu verpflichten und im Weigerungsfall die Bezüge zu kürzen. Es sei wichtig, diese Möglichkeiten in Städten und Kommunen einzuführen oder zu verstärken, erklärte dazu Sozialministerin Heide Moser (SPD). Aber auch 2010 war das schon ein alter Hut. Das Gesetz, nach dem Sozialhilfeempfänger zu gemeinnützigen Arbeiten verpflichtet werden können, stammt aus den 1960er Jahren. 1993 wurde das Können sogar sogar zur Pflicht erhoben und den Städten und Gemeinden vorgeschrieben, Arbeitsgelegenheiten zu schaffen. Wieso also jetzt diese hysterische Aufregung in Bad Oldesloe, als Karin Hoffmann von den Grünen vorschlug, dass sich Hartz IV-Empfänger und Freiwillige am Säubern der Innenstadt beteiligen könnten? Dass die keine Almosenempfänger seien, die eine Gegenleistung erbringen müssten, sah SPD-Ministerin Heide Moser 2010 ja wohl anders. Hat sich grundsätzlich was verändert oder hat einfach nur der Wahlkampf begonnen? Auf jeden Fall geht es bei der Innenstadt nicht um den „Dreck der Wohlstands- und Überflussgesellschaft“, sondern um Müll, der ohne viel Aufwand zum nächsten Papierkorb gebracht werden könnte , also um Menschen, denen der Zustand der Stadt egal ist. Deshalb waren ja auch „Waste Watchers“ ein Teil des Vorschlags. Aus denen, die ein Auge darauf haben sollten, wurde im Deutschen gleich die Müllpolizei. Aber wenn man schon einen Ex-Polizisten als Bürgermeister hat, müsste der doch wissen, wie man Strafzettel verteilt.

Rolf Blase

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CDU bedauert Fehlen bei Sitzung

Stormarner Tageblatt   06.04.2018

CDU bedauert Fehlen bei Sitzung

Jörg Feldmann (CDU) hfr

 Jörg Feldmann (CDU) hfr

Bad Oldesloe Die CDU will ihren Antrag zur Abschaffung der Beitragssatzung bei Straßenausbau noch vor der Wahl zur Abstimmung stellen. „Wir werden den Finanzausschuss am 23. April und die Stadtverordnetenversammlung am 26. April nutzen, um unser favorisiertes Modell zur Abstimmung zu stellen“, sagt Jörg Feldmann (Foto), Chef des CDU-Stadtverbands. Zu diesen Terminen werde man die Vollständigkeit der Fraktion sicherstellen.

Hintergrund ist das Fehlen zweier CDU-Stadtverordneter in der Sitzung am 26. März, so dass der SPD-Grünen-Antrag für reduzierte Beitragssätze durchkam. „Wir bedauern, dass der Eindruck entstanden ist, dass die CDU dem Thema nicht die notwendige Bedeutung beimisst. Die beiden Stadtverordneten hatten sich wegen einer Terminkollision zu entscheiden, welchem der beiden Termine der Vorzug zu geben ist. Das Ergebnis ist auch in der CDU umstritten. Für den entstandenen falschen Eindruck entschuldige ich mich“, schreibt Jörg Feldmann.

Forderungen nach dem Rücktritt der beiden Stadtverordneten weise er aber klar zurück. „Beide haben nicht willkürlich entschieden, sondern sich zwischen zeitgleichen ehrenamtlichen Verpflichtungen entschieden. Das kann man unterschiedlich bewerten und wird von mir im Ergebnis auch nicht geteilt. Darstellungen, wonach sie zu einer Feier oder Biergeselligkeit waren, entbehren aber jeglicher Grundlage. Die hinter solchen Äußerungen verfolgte Absicht wird hoffentlich von den Bürgern als solche durchschaut“, so Feldmann.

Die CDU halte daran fest, die Straßenausbau-Beitragssatzung abzuschaffen und zur finanziellen Kompensation die Grundsteuer moderat zu erhöhen. Feldmann: „Das Modell von SPD, Grünen und Linken überzeugt uns genausowenig wie die Abschaffung der Satzung ohne finanzielle Alternative.“ rob

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Straßenausbau: Streit um Anliegerbeiträge eskaliert

Lübecker Nachrichten   06.04.2018

FBO fordert den Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe. Die Auseinandersetzung um Anliegerbeiträge nimmt in Bad Oldesloe deutlich an Schärfe zu. Die Wählergemeinschaft FBO hat den Rücktritt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Horst Möller gefordert. Er weist die geäußerte Kritik mit Nachdruck zurück.

Durch das „gezielte Schwänzen“ der beiden CDU-Vertreter Horst Möller und Uwe Rädisch in der letzten Stadtverordnetenversammlung habe es für den FBO-Antrag für die Abschaffung der Zwangsbeiträge keine Mehrheit geben können, erklärt Fraktionsvorsitzende Patricia Rohde. Die FBO werde aber ihren Kampf für die ersatzlose Abschaffung der für viele Bürger existenzbedrohenden Anliegerbeiträge nicht nur fortsetzen, sondern noch intensivieren. „Das gezielte Fernbleiben von führenden CDU-Vertretern bei der letzten Stadtverordnetenversammlung ist für viele völlig unentschuldbar. Durch das Schwänzen von Horst Möller und Uwe Rädisch hat sich die CDU komplett unglaubwürdig gemacht. Um weiteren Schaden von der Stadt und ihren Bürgern abzuwenden, sollten Uwe Rädisch und Horst Möller zurücktreten und auch bei der Wahl am 6. Mai nicht mehr kandidieren“, fordert Patricia Rohde.

Der CDU-Fraktionschef, der von seiner Partei für die Kommunalwahl im Mai den Listenplatz zwei erhielt, lehnt die FBO-Forderung ab. „Es wird keinen Rücktritt geben. Eigentlich sollte ich zu diesen Äußerungen keine Stellung nehmen“, sagt Horst Möller. Er selbst sowie Uwe Rädisch hätten zum Zeitpunkt der Stadtverordnetenversammlung an der Jahresversammlung der Bürgerschützengilde teilgenommen.

Beide hätten in der Gilde wichtige Funktionen – dies sei auch im Vorwege bekannt gewesen. „Wir wussten ja auch, dass die FBO beim Thema Anliegerbeiträge nicht auf unseren Vorschlag zugehen will“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Der Oldesloer CDU-Vorsitzende Jörg Feldmann betont, die beiden Stadtverordneten hätten sich wegen einer Terminkollision zu entscheiden, welchem der beiden Termine der Vorzug zu geben sei: „Das Ergebnis der Entscheidung ist auch in der CDU umstritten. Forderungen nach dem Rücktritt der beiden betroffenen Stadtverordneten weise ich zurück.“ Das Thema Straßenausbaubeiträge sei nach wie vor nicht entschieden. Bisher sei lediglich die Verwaltung beauftragt worden, für das abgestimmte Modell von SPD, Grünen und Linke Vorlagen zu erarbeiten. „Die CDU Bad Oldesloe hält weiterhin an ihrer Absicht fest, die Satzung zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen abzuschaffen und zur Kompensation der Einnahmeausfälle die Grundsteuer moderat zu erhöhen“, sagt Jörg Feldmann.

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Alte Oldesloer Kornbrennerei wird abgerissen

Lübecker Nachrichten   06.04.2018

In der Hamburger Straße baute August Ernst seinen Betrieb auf

Wie ein Dinosaurier aus Stahl wirkt der Bagger mit seinem Greifer. Mühelos beißt er in alte Stahlträger und verbiegt diese oder reißt Mauern ein. Hier sitzt gerade Karl Friedrich  Wernecke, Chef der Tralauer Tiefbaufirma Wernecke, in der Fahrerkabine und lenkt dern Stahlkoloss. Demnächst wird noch ein zweiter Bagger zum Einsatz kommen. Mit etwa einer Handvoll Leute ist Wernecke hier derzeit tätig. Mit den Schuttbergen, die unweigerlich anfallen, werden die Kellerräume der ehemaligen Kornbrennerei verfüllt. Der Schutthaufen hier auf dem Bild stammt vom ehemaligen Kuhstall des angegliederten landwirtwirtschaftlichen Hofes. FOTOS: CARSTENS

Bad Oldesloe. Ein Stück Oldesloer Geschichte wird gerade dem Erdboden gleichgemacht. Das marode Gründerhaus der Kornbrennerei August Ernst in der Hamburger Straße verschwindet. Seit Dienstag ist die Tiefbaufirma Wernecke aus Tralau mit dem Abriss beschäftigt. Schon in drei Wochen soll dort nichts mehr an die Keimzelle des Oldesloer Korn erinnern.

Thomas Ernst am alten Maische-Bottich: Der heutige Geschäftsführer lief hier in den 1970er Jahren als kleiner Junge durch die Brennerei – und probierte die Maische, denn die ist ja alkoholfrei. Der damalige Brennmeister hieß Engel. In Anlehnung an den Udo-Jürgens-Hit „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“ hieß es bei August Ernst: „Der Engel hat den Schnaps gemacht.“

Vor fast genau 120 Jahren, am 1. April 1898, nahm August Ernst seine Kornbrennerei mit angeschlossener Hofstelle in Betrieb. Noch bis in die 1970er Jahre wurde an dieser Stelle in der City Landwirtschaft betreiben. Während Bad Oldesloe immer urbaner wurde, kam die Kornbrennerei an ihre Kapazitätsgrenze. „Wir konnten nicht mehr erweitern, haben schon auf drei Etagen gearbeitet“, sagt Thomas Ernst, der die Geschäfte in vierter Generation führt. Schon damals hatte sich die Belegschaft von 20 auf 40 Mitarbeiter verdoppelt, Oldesloer Korn und Kümmel fanden seit Ende des 2. Weltkrieges reißenden Absatz.

Also erfolgte der Umzug der Firmenzentrale in die Industriestraße in Bad Oldesloe, während die Brennerei noch bis 1990 an der Hamburger Straße verblieb. Anschließend zogen kurz eine Tischlerei und ein Elektrohändler ein, seit Jahren stehen die Gebäude leer – und wurden zu einem Abenteuerspielplatz für Kinder. „Ich werde etwa einmal pro Woche angerufen, dass dort wieder Jugendliche die Türen aufgebrochen haben“, erklärt Thomas Ernst. „Es wurde einfach zu gefährlich.“

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