Bad Oldesloe feiert sein großes Fest

Lübecker Nachrichten   04.07.2018

Beim Kindervogelschießen wird morgen das neue Königspaar ermittelt

Bad Oldesloe. Darauf haben Kinder und Erwachsene ein ganzes Jahr lang gewartet: Morgen wird das große Kindervogelschießen in Bad Oldesloe gefeiert. Im Mittelpunkt stehen der Festumzug sowie das traditionelle Königsschießen auf dem Exer.

Nicht nur die Einwohner der Stadt werden auf den Beinen sein – das Vogelschießen ist auch für viele Buten-Oldesloer immer wieder ein schöner Anlass, um in ihrer Heimatstadt vorbeizuschauen und dabei Freunde und Bekannte zu treffen. Los geht’s wie immer um 7.30 Uhr mit dem Abmarsch, dieses Mal von der Stadtschule. Das erste Ziel ist der Markt, dann wird an der Theodor- Mommsen-Schule Station gemacht. Um 8.30 Uhr beginnt der Festumzug, der anschließend von der Hamburger Straße über Hindenburgstraße, Mühlenstraße, Lübecker Straße, Berliner Ring, Bahnhofstraße, Besttorstraße, Kirchberg, Königstraße, Schützenstraße bis zum Bürgerpark führt.

Von 10 Uhr an sind Spiele und Vogelschießen auf dem Exer vorgesehen. Dort bemühen sich Jungen und Mädchen aus den achten Klassen der Oldesloer Schulen um die Königswürden. Die neuen Majestäten werden gegen 12 Uhr proklamiert. Ringsherum wird Trubel geboten – mit Musik und Unterhaltung. Um 18.30 Uhr setzt sich von der Stormarnhalle aus ein weiterer Umzug in Marsch, der auf dem Markt endet.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass sich Autofahrer wegen des Festes auf Behinderungen einstellen müssen.

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Kunstrasen einzäunen? VfL blitzt mit Vorschlag ab

Lübecker Nachrichten   04.07.2018

Oldesloer Politik will den Fußballplatz für friedliche Kicker offen halten

Bad Oldesloe. Abriegeln, Zaun drum oder weiterhin für alle geöffnet? Der Streit über Maßnahmen zum Schutz des Kunstrasens am Oldesloer Exer findet kein Ende. Erneut entflammt ist er, seit Jugendliche dort nach dem Stadtfest Schäden angerichtet hatten. Der VfL warnt jetzt vor erneuter Gefahr beim bevorstehenden Kindervogelschießen.

Für heftige Debatten hatte die Chaosnacht, bei der mehrere hundert Jugendliche reichlich Müll, Glasscherben und Brandschäden auf dem Platz hinterließen, schon während der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses gesorgt. Der VfL Oldesloe als Nutzer der Sportstätte hat jetzt nachgelegt und sich mit einer E-Mail an die Stadtverordneten gewandt. Aufgrund der Verunreinigung des Platzes durch Glasscherben und Vandalismus sei die Sicherheit der Fußballer nicht mehr gewährleistet, heißt es in einem Schreiben von Nico von Hausen. Der Verein schlage deshalb vor, einen provisorischen Bauzaun aufzustellen und späterhin eine feste Zaunanlage zu installieren.

Dieser Vorschlag stößt bei der Politik indes nicht auf Gegenliebe. Hajo Krage (SPD) betrachtet es als falsches Zeichen, den Platz nun einzuzäunen. „Grundsätzlich muss man sehen, dass jahrelang alles gut funktioniert hat. Jetzt taucht ein Problem auf, das lässt sich nicht leugnen. Aber das friedliche Fußballspielen über alle Nationalitäten hinweg zu beenden, nur weil einige Wenige die Regeln nicht einhalten, das machen wir nicht mit“, sagt er. Im äußersten Fall müsse eben ein Sicherheitsdienst engagiert werden, der etwaigen Störenfrieden einen Platzverweis erteilen könnte.

Ebenso wie Krage sieht es auch CDU-Fraktionschef Horst Möller. „Der Bürgermeister möge kreativ sein und sich etwas einfallen lassen“, spielt Möller den Ball an Bürgermeister Jörg Lembke weiter. Die Entscheidungskompetenz liege bei ihm. Er müsse jetzt eine vernünftige Lösung aus ordnungsbehördlicher Sicht finden, ohne dass ein Beschluss zum Zaunbau gefasst werden müsse.

„Von uns gibt es da ein klares Nein. Der Exer ist ein offener Platz in einer offenen Stadt“, sagt auch Christian Vollpott von den Linken. Ein Zaun bringe im Übrigen wenig. „Flaschen kann man auch oben rüberwerfen“, fügt er hinzu.

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Lange Sport-Nacht: Wie teuer darf’s sein?

Stormarner Tageblatt   02.07.2018

Zuschuss-Antrag des Kreissportverbands stößt in Bad Oldesloe auf viel Kritik

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Für die zweite „Stormarner Lange Nacht des Sports“ am 31. August beantragt der Kreissportverband Zuschüsse in den Städten und Gemeinden, in denen sich Vereine beteiligen. Eine genaue Summe nennt der KSV in den Anträge nicht. In Ahrensburg, wo vier Vereine mitmachen, hat die Verwaltung für den Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss am 5. Juli, um 19.30 Uhr in der Selma-Lagerlöf-Schule 300 Euro vorgeschlagen.

In Bad Oldesloe, wo bei der „Langen Sport-Nacht„ sechs Vereine mitmachen wollen, lautet der Verwaltungs–Vorschlag auf 1000 Euro – was eine längere Debatte im Sozialausschuss auslöste: Da die Veranstaltung nur wenigen Ausschussmitgliedern bekannt war, herrschte zunächst Erstaunen darüber, um welches Format es sich handele.

Auch über die im Antrag genannten Kosten wunderten sich die Politiker. 3100 Euro Personalkosten führt der KSV auf, der über hauptamtliche Mitarbeiter verfügt. Davon sind allerdings 2500 Euro für Anzeigen und 300 Euro für die Gestaltung der Flyern und Plakate gedacht.

Die Sachkosten für Druck der Flyern und Plakate, Straßenbanner und T-Shirts summieren sich sogar auf mehr als 6000 Euro. Was sich hinter den 1000 Euro für „Werbung durch Durchsagen“ verbirgt, hätten mehrere Politiker gern gewusst.

An Sponsoreinnahmen führt der KSV gerade mal 700 Euro von der AOK auf. „Wo ist denn der Anteil des Kreises?“, fragte Dagmar Danke-Bayer (Grüne). Auch Anita Klahn (FDP) war erstaunt über die wenig transparente Darstellung: „Dem kann man so nicht zustimmen. Ist so eine Veranstaltung nicht in einem Gesamtförderpaket mit abgedeckt, das durch den Kreis bewilligt wurde?“

Erstaunt waren die Politiker, dass kein KSV-Vertreter zur Sitzung gekommen war, der den Antrag hätte erklären können. „Ich habe mich auch gewundert und beim KSV angerufen“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke. Sein Eindruck war, „dass man gar nicht damit rechnet, von uns Mittel zu bekommen, aber man versucht es wohl einfach mal. Das Prinzip wenden sie vermutlich in jeder Kommune an, in der sich Vereine beteiligen. So kann man natürlich auch versuchen, an Geld zu kommen.“

Die Ausschussmitglieder wollten dem Zuschuss „normalerweise nicht zustimmen“, im Sinne der Oldesloer Vereine wollten sie aber auch nicht dafür verantwortlich sein, dass es in der Kreisstadt keine Lange Nacht des Sports gibt. Man sehe die Veranstaltung positiv, weil sie den Sport vor Ort unterstütze und wolle den Vereinen nicht in den Rücken fallen.

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Früher war das doch gar nicht vorstellbar

Stormarner Tageblatt   30.06.2018

Stormarner Wochenschau

Früher war das doch gar nicht vorstellbar

Megi Balzer
Megi Balzer

Abgehängt Erklärungen, Krisen- und Sondersitzungen haben nichts geholfen: Beim Müll wird nichts besser, sondern weiter alles schlechter. Aus zwei Arbeitstagen Verspätung sind mittlerweile fünf bis sechs geworden. Nun könnte man einfach sagen, der Restmüll wird in Biowochen abgeholt, der Bio- in Restmüllwochen. Aber da weiterhin und trotz der Hilfe, die man sich aus Hamburg und Lübeck geholt hat, nicht ausreichend Fahrzeuge auf der Straße sind, kann nicht mal der Status quo gehalten werden, sondern die Abholung wird sich immer weiter verzögern. Und je länger das Chaos dauert, desto mehr Probleme bekommen die Verantwortlichen, noch Erklärungen für das – so darf man es jetzt wohl nennen- Chaos zu finden. Es gibt ja keine anderen als die, die auch bisher schon vorgetragen wurden.

Angehängt Also, wenn der Busverkehr ohnehin neu ausgeschrieben werden muss, würde es sich doch anbieten, die Busse gleich mit einem Müllwagen-Anhänger zu versehen. So könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Flächendeckender ÖPNV und regelmäßige Müllabfuhr. Okay, man müsste seine Tonne zur Haltestelle bringen, aber was sind schon die Verspätungen der Autokraft im Vergleich zu denen der AWSH? Bei den einen reden wir von Minuten, bei den anderen von … ach, lassen wir das lieber.

In Oldesloe geht derweil das große Wunschkonzert los. Jeder glaubt, zu wissen wie der Busverkehr besser werden könnte. Am besten sofort. Was das kostet? Egal. Dabei gab es neulich grade eine städtische Veranstaltung mit dem Experten des Kreises für den ÖPNV. Wer dort aufmerksam zugehört hätte, könnte sich jetzt viele Diskussionen sparen. Denn bei der Gelegenheit wurden klar, wo der Schuh wirklich drückt und warum manches so geregelt ist, wie es eben geregelt ist. Aber da waren einige derer, die sich als Retter des ÖPNV aufspielen, leider nicht dabei. Schade.

Taktik? Das ist natürlich keine schöne Situation: Nach Jahren von U 3 und Kita stehen Ahrensburger Eltern beim Wechsel auf die Grundschule plötzlich ohne eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind da. Und sind gezwungen, ihre Arbeitszeit reduzieren oder im schlimmsten Fall sogar ihren Job zu kündigen, wenn sie keine andere Betreuungsmöglichkeit finden.

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VfL: Bauzaun für Exer noch vor dem Vogelschießen

Stormarner Tageblatt   30.06.2018

Fußballer befürchten Vandalismus und Sperrung des Platzes, der dringend benötigt wird

Während der Bauphase war der Exer eingezäunt. Der VfL möchte so einen Bauzaun noch vor dem Vogelschießen haben. Ol
Während der Bauphase war der Exer eingezäunt. Der VfL möchte so einen Bauzaun noch vor dem Vogelschießen haben. Ol

Rolf Blase Bad Oldesloe Müll, Zigaretten, Glassplitter zerbrochener Flaschen – Der Sportplatz auf dem Exer ist ein beliebter Treffpunkt, aber nicht alle Jugendliche halten sich an die Regeln. Ermahnungen hätten keine dauerhafte Wirkung gezeigt, für Kontrollen fehle es an Personal und Zeit, so Bürgermeister Jörg Lembke. „Findet man dort wieder Glassplitter, werden wir den Vereinen und Schulen mitteilen müssen, dass dort kein Sport mehr betrieben werden darf. Das Verletzungsrisiko wäre zu groß“, hatte der der Verwaltungschef jüngst im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss gesagt.

Das hat den VfL auf den Plan gerufen, der seinen Trainings- und Spielbetrieb gefährdet sieht. Der Vereinsvorstand sieht dringenden Handlungsbedarf, da das Vogelschießen vor der Tür steht und man befürchtet, dass sich dann wieder Jugendliche dort treffen, trinken, grillen oder sogar Lagerfeuer machen, was alles schon vorgekommen ist.

„Der Kunstrasenplatz wird für den normalen Trainings- und Spielbetrieb benötigt und als Ausweichplatz, wenn der Rasenplatz im Travestadion witterungsbedingt gesperrt ist“, heißt es in einem Schreiben des Vfl an die Stadtverordneten. Der Vereinsvorstand fordert darin nicht nur zum wiederholten Mal, den Platz einzuzäunen, sondern eine Lösung schon vor dem Vogelschießen. Als beim Stadtfest an beiden Tagen mehrere hundert Jugendliche auf den Exer gefeiert und ihren Müll hinterlassen hatte, hatte Lembke überlegt, zum Vogelschießen mehr Abfalleimer am Exer aufzustellen. Der VfL favorisiert eine andere Lösung. Um Parties und damit eine Sperrung des Platzes zu verhindern wäre ein provisorischer Bauzaun es wünschenswert.

Die nächste Ausschuss- Sitzung steht nämlich erst wieder für September im Plan. Der Rasen im Travestadion wird aber bereits ab 9. Juli bis 31. August gesperrt, damit er regenerieren kann. Die ersten Saisonspiele sind bereits in den Ferien angesetzt und können nur auf dem Exer ausgetragen werden.

„Es besteht somit dringender Handlungsbedarf. Wir als Verein können nicht bis September warten. Eindringlich bittet der VfL die Stadtverordneten daher, sich dafür einzusetzen, dass der Exer weiterhin als Fußballplatz genutzt werden kann“, begründet der VfL den Antrag auf einen Zaun.

2013 war rund 600 000 Euro teure Kunstrasenplatz auf dem Exer eingeweiht worden. Geplant worden war er zunächst mit Zaun. Die dafür notwendigen 40 000 Euro wurden aber im Nachtragshaushalt gestrichen. Man wollte testen, ob es zu den vom VfL befürchteten Schäden kommt. „Keine Berichte über außergewöhnliche Verschmutzungen oder Zerstörungen“, hieß es 2014 im Verwaltungsbericht. Mittlerweile geht der Bürgermeister angesichts des Vandalismus davon aus, dass der Platz bald für mehrere hunderttausend Euro saniert werden muss, wenn sich nichts ändert.

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