Stadion: Faires Gespräch auf Augenhöhe

Lübecker Nachrichten    16.12.2014

Unter Vermittlung von Rainer Fehrmann verhandelten Türkspor und VfL Oldesloe.

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – Ein Fairplay haben sich gestern die Vereinsspitzen von VfL Oldesloe und SV Türkspor geliefert. Zuvor hatte es Streit um die Nutzungsbedingungen des Kurparkstadions gegeben. Der VfL hatte sich nicht mit den Betriebskosten einverstanden erklärt, die Türkspor als neuer Pächter der Sportstätte von jedem Nutzer des Platzes erheben will.

„Es war eine Gesprächsrunde in sehr sachlicher und guter Atmosphäre, bei der viele Punkte offengelegt wurden“, berichtete gestern im Anschluss Oldesloes Bürgerworthalter Rainer Fehrmann. Er war als neutraler Vermittler eingesprungen, um der aufgeheizten Stimmung entgegenzuwirken. Im Großen und Ganzen sei eine Annäherung erzielt worden, sagte er. Viele Kritikpunkte, die zum Teil auf Missverständnissen beruht hätten beziehungsweise auf unglücklichen Formulierungen basierten, seien ausgeräumt worden. Nur einige Aspekte seien noch offen. Letztlich sei vereinbart worden, dass die Sperre für die jungen Fußballerinnen des VfL noch bis zum 15. Januar aufgehoben bleibt.

Das bestätigte gestern auch Türkspor-Chef Gökhan Akdemir. „Ein solches Gespräch hätte schon viel früher stattfinden sollen. Wir sind uns nähergekommen bei Positionen, die verhandelbar sind“, erklärte er. Ganz konkret gehe es um Rücklagen, die sein Verein bilden wollte für eventuelle Neuanschaffungen oder auch Reparaturen. Türkspor habe sich im Gespräch bereiterklärt, die Betriebskosten um diese anteilmäßigen Vorauszahlungen zu mindern und die Kosten erst im konkreten Bedarfsfall umzulegen, wenngleich dies die Folge habe, dass sie auf einmal in voller Höhe anfallen. Nach eigenen Berechnungen senke das den Beitrag der Vereine um 15 bis 20 Prozent. Rainer Fehrmann habe auch klarstellen können, dass die Personalkosten im Wirtschaftsplanes angemessen sind und es bindende Verträge gebe, fuhr Akdemir fort. Eine Einigung sei indes nicht erzielt worden. Bis Mitte Januar müsse aber eine Entscheidung fallen.

„Das war sehr angenehm. Rainer Fehrmann hat sich sachkundig gemacht und war bestens vorbereitet“, lautete gestern die Einschätzung von Detlef Rädisch, Vorsitzender des VfL Oldesloe. Die Ausführungen von Türkspor seien auch sehr gut gewesen, von rechtlicher Seite sei auch alles in Ordnung. Der VfL werde jetzt die nächsten vier Wochen nutzen, um alles noch einmal intern aufzubereiten. Dabei gelte es auszuloten, ob die gestrichenen Rücklagen dazu führen, dass sich die Kostenlage für den VfL im erträglichen Rahmen bewege. „Im Gesamtvorstand müssen wir sehen, ob wir uns die Nutzung des Kurparkstadions weiterhin leisten können und der Mädchenbereich damit leben kann“, sagte Rädisch.

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Erfolgreiche Moderation im Kurpark-Streit

Stormarner Tageblatt   16.12.2014

Bad Oldesloe

Der Knoten scheint geplatzt: Das Platzverbot für den VfL im Kurparkstadion ist bist 15. Januar ausgesetzt. Bis dahin sollen letzte kleine redaktionelle Änderungen am Nutzungsvertrag ausgehandelt sein.

Bekanntlich war es zwischen Pächter Türkspor und dem „Untermieter“ VfL zu Streit über die Höhe der Betriebskosten gekommen. Der VfL hatte sie als zu hoch kritisiert, nicht gezahlt und war in der Folge von Türkspor von der Anlage verbannt worden.

Bürgerworthalter Rainer Fehrmann hatte die Aufgabe übernommen, zwischen den beide Vereinen und der Verwaltung zu moderieren. „Wir sind die Probleme durchgegangen. Es war Entgegenkommen von beiden Seiten zu spüren. Hinter alle strittigen Positionen konnten wir einen Haken setzen“, so Fehrmann gestern Abend nach der etwa zweistündigen Sitzung. Das Gespräch sei angenehm sachlich verlaufen. Die Kosten müssten jetzt nochmals neu durchgerechnet werden, dann, so der Bürgerworthalter, stehe einem Vertragsabschluss hoffentlich nichts mehr im Wege.

Andreas Olbertz

 

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Sowas kommt eben von sowas

Stormarner Tageblatt   13.12.2014

Stormarner Wochenschau

ST-2014-12-13Müffelig Da werden wieder alle Klischees voll bedient: Die öffentliche Hand baut, und prompt explodieren die Kosten. 480 000 Euro waren für den Umbau des Cafés am Markt in Bad Oldesloe geplant, was schon eine extrem üppige Summe ist. 600 000 sollen es jetzt werden. Wer weiß, was noch kommt.

Jetzt nach einem Kostendeckel zu rufen oder das Projekt gar stoppen zu wollen, ist billigster Populismus. Dann hätte sich die Verpachtung erledigt und die Stadt wäre bis auf die Knochen blamiert. Das hätte eine verheerende Signalwirkung.

Trotzdem stinkt das zum Himmel, es riecht für den Laien dermaßen nach Schlamperei. Sowas muss Konsequenzen haben. Der aktuelle Bauamtsleiter wird da kaum etwas für können. Das faule Ei haben ihm Vorgänger ins Nest gelegt. Grade in der Immobilienabteilung hat es viele Wechsel gegeben, da wird ein Schuldiger wohl kaum noch auszumachen sein. Trotzdem wäre Politik gut beraten, das schonungslos und gründlich aufzuarbeiten, denn nur dann können Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden.

Sparfüchse Die Sitzungsvorlage zum Café am Markt offenbart, vermutlich ungewollt, noch weiteres. Dort heißt es, die Kostenberechnung habe „erhebliche Mehrkosten“ ausgewiesen. Nach mehreren Konsolidierungsrunden seien „entsprechend Kosten eingespart worden“. Das bedeutet im Klartext zweierlei: Ohne die Einsparungen wäre die Kostenexplosion noch extremer ausgefallen. Hätte es die Kostensteigerung aber nicht gegeben, wären Sachen gebaut worden, die nicht nötig sind. Auf gut Deutsch: Es wäre zu teuer gebaut worden. Damit wären wir wieder bei den Klischees über Verwaltung und Bauprojekte…

Berufsrisiko Führende Feuerwehrleute waren seit vielen Monaten mit dem Stoßgebet zu Bett gegangen „Hoffentlich sind es keine Kameraden.“ Sie waren es doch. Vier junge Feuerwehrleute aus Ahrensfelde haben die Strohmieten angezündet, um Lob und Anerkennung bei den Kameraden zu ernten. Als ihnen das Zündeln zu riskant wurde, weil sie unter Verdacht gerieten, holten sie sich Helfer, die für sie die Brände legten. Das ist natürlich hochnotpeinlich für die Feuerwehren, die „mit Bestürzung“ reagierten. Auch das ist natürlich, aber für die Befürchtung, dass die Wehren in Verruf kommen könnten, gibt es keine Grundlage. Schwarze Schafe gibt es überall. So schlimm das auch ist, vier junge Leute können nicht die Reputation untergrabend, die sich die Freiwilligen Feuerwehren über Jahrzehnte erarbeitet haben. Trotzdem werden sich die Kameraden wohl so manchen dummen Spruch anhören müssen. Wer noch Zeit hat, kurz nachzudenken, bevor die Worte über die Lippen kommen, sollte sich vielleicht vornehm bremsen. Die Stormarner Blauröcke haben’s ohnehin gerade schwer.

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Eintritt fürs Bad bleibt vorerst gleich

Lübecker Nachrichten    13.12.2014

Bad Oldesloe – Die Eintrittspreise für das Oldesloer Travebad blei- ben voraussichtlich konstant. Auf Antrag der SPD-Fraktion sprach sich die Mehrheit im Hauptausschuss gegen ein modifiziertes Tarifsystem aus.

Hendrik Holtz von den Linken bedankte sich zunächst für den Einsatz der Arbeitsgruppe, die sich mit einer neuen Preisgestaltung beschäftigt hatte. Ihr gehörten Vertreter von Vereinen, Parteien und der Stadtwerke an. „Ich bin aber der Meinung, wir sollten bei vier Euro für eine Erwachsenenkarte bleiben“, fuhr Holtz fort. So sei der Anreiz größer, das Bad zu nutzen. Die Rabatte, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt werden sollen, seien zu begrüßen. Die Staffelung bei der Abnahme von Schwimmprüfungen könne er nicht nachvollziehen. Dem hielt Badleiterin Marion Arpe entgegen, dass die jeweils anspruchsvolleren Prüfungen mehr Zeit in Anspruch nehmen, zumal sich dafür weniger Teilnehmer meldeten.

Während Grünenfraktionschef Wilfried Janson dafür plädierte, auch Ermäßigungen für erwachsene Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe einzuführen, sprach sich Maria Herrmann (SPD) gegen das neue Preissystem aus.

Als „durchaus angemessen und gar nicht übertrieben“ bezeichnete Birgit Reichardt-Mewes (CDU) die Vorschläge der Arbeitsgruppe. Immerhin sei das Bad technisch komplett erneuert worden. Zudem werde den Gästen mehr geboten. Und wer dies nutzen wolle, müsse auch dafür bezahlen. „Ich kann die Arbeitsgruppe nur bedauern, dass die SPD jetzt wieder anderer Meinung ist“, sagte Reichardt-Mewes.

Auf die Frage, ob den geprüft werde, wer ein ermäßigtes Ticket kaufe, erklärte Stadtwerkeleiter Jürgen Fahl, dass es am Badeingang keine Kontrollen mehr gebe. „Die Missbrauchsgefahr ist schon gegeben. Theoretisch kann jeder Erwachsene die Jugendlichentaste drücken“, erklärte er. Es gebe an den Kassenautomaten kein Personal mehr. Der Schaden durch Missbrauch falle aber geringer aus, als die Personalkosten, die für Kontrollen aufgewendet werden müssten.

Für den Antrag der SPD-Fraktion, alles beim Alten zu belassen, stimmten fünf Ausschussmitglieder, drei enthielten sich. Sechs Ja-Stimmen gab es für den Vorschlag der Grünen, Hartz-IV- und Sozialhilfeempfängern eine 50-prozentige Ermäßigung zu gewähren. Am Montag, 15. Dezember, werden die Stadtverordneten über Preissystem abstimmen.    dvd

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Travebad – Der Eintritt wird vorerst nicht erhöht

Stormarner Tageblatt   13.12.2014

Bad Oldesloe

Die Eintrittspreise für das Oldesloer Hallenbad werden vorerst nicht erhöht. Ein Arbeitskreis aus Schul- und Vereinsvertretern, Politikern sowie den Stadtwerken hatte über Eintrittspreise beraten und einer „moderaten Preissteigerung“, wie von den Stadtwerken vorgeschlagen, zugestimmt. Einzelkarten für Erwachsene sollten demnach um 25 Prozent teurer werden – 5 statt bislang 4 Euro. Für Kinder sollte der Eintritt von 2 auf 2,50 Euro steigen. Alles wäre durchgängig um einen bis zwei Euro teurer geworden. Hendrik Holst (Linke) lehnte die Erhöhung ab: „Ein Schwimmbad, dass nicht mehr genutzt wird, hat nicht nur keine Einnahmen, es hat auch keinen Sinn mehr.“ Für die SPD war die Sache ebenfalls klar. „Wir belassen es vorerst bei den alten Beträgen. Die sind marktgerecht“, sagte Maria Herrmann. Durch den Umbau habe sich für die Schwimmer kaum was verändert, verglichen mit dem Badlantic werde Oldesloe sonst zu teuer. Das sieht die CDU anders. Birgit ReichardtMewes: „Es ist alles neu gemacht worden, es wird mehr geboten – das Geld muss irgendwie wieder reinkommen.“

Der SPDAntrag bekam die Mehrheit. Genauso eine Forderung der Grünen, dass Sozialhilfeempfänger zukünftig nur noch den Kindertarif bezahlen sollen.

Zahlen, welche Auswirkungen eine Preiserhöhung hätte, gibt es nicht. Die Stadtwerke schätzen das Minus des Bades für 2015 auf knapp 1,5 Millionen Euro.

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