Planer: Kreisverkehr ist groß genug für Busse

Lübecker Nachrichten  14.02.2013

Neue Verkehrsanlage am Sülzberg in Bad Oldesloe per Computersimulation getestet.

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – Großes Kino im Bad Oldesloer Rathaus: Gäste des Bau- und Planungsausschusses durften mit ansehen, wie sich Sattelschlepper, Gelenkbusse und andere lange Fahrzeuge durch den Kreisverkehr an der Kreuzung Mewesstraße, Sülzberg undBrunnenstraße schlängeln. Natürlich nur in der Theorie – denn die Verkehrsanlage existiert bis dato nur auf dem Papier oder eben als Computersimulation. Letztere zeigten die Planer während der Sitzung. Denn im Publikum waren Zweifel laut geworden, dass der Durchmesser des Kreisverkehrs überhaupt weit genug gefasst ist, damit Busse und Lkw ungehindert hindurchfahren können.

„Wir wollen nur verhindern, dass es eine Fehlplanung gibt“, sagte Friedrich- Karl Kümmel von den Freien Bürgern für Bad Oldesloe (FBO). Er berichtete, dass der Kreisverkehr täglich von 200 Bussen durchfahren wird. Dies habe das VerkehrsunternehmenAutokraft mitgeteilt. Da das Bauwerk sehr knapp konzipiert sei, könne man den ohnehin schon gestressten Bus- und Lkw-Fahrern nicht zumuten, sich durch die engen Kurven zu quälen. Kümmel hatte sich nach eigenen Angaben vom „Kreiselpapst“, einem republikweit führenden Experten in Sachen Kreisverkehr, beraten lassen.

Jörg Müller von der Ingenieurgesellschaft Gosch- Schreyer legte dar, dass die Verkehrsanlage nachgesetzlich festgelegtenNormengeplant worden sei. Diese richteten sich danach, wie viele Fahrzeuge eine Kreuzung pro Tag passieren. Im Falle des Oldesloer Kreisverkehrs seien 16 100 Kraftfahrzeuge pro Tag gezählt worden, prognostiziert seien für die Zukunft 19 200 Fahrten. Um dem Busverkehr gerecht zu werden, seien extra große Ein- und Ausbiegeradien an den Straßeneinmündungen gewählt worden, ergänzte Müller. Insofern sei der Kreisverkehr mit 30 Metern Durchmesser richtig dimensioniert. Wolle man ihn vergrößern, müsse die Stadt zudem mehr vom angrenzenden Grundstück der Kreisverwaltung ankaufen.

„Der Kreisverkehr soll ja auch eine Form der Verkehrsberuhigung sein“, merkte Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) an. In diesem Sinne sei gar nicht beabsichtigt, dass dort sehr viel Schwerlastverkehr durchfahre.

Siegfried Wobig von der CDU-Fraktiongabzu bedenken, dass sich die Planung für das Bauvorhaben nicht so ohne weiteres ändern lasse. Immerhin basiere die ganze Finanzierung des Projektes auf den jetzt angenommenen Berechnungen. Sie jetzt noch einmal zu ändern würde bedeuten, die Fördermittel aufs Spiel zu setzen.

Radler sollen im Verkehr mitschwimmen

Abgesehen von den kritischen Anmerkungen zum Durchmesser des Kreisverkehrs erntete die überarbeiteteFassung des Plans vonallen Parteien Lob.

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Haushalt 2013 mit großer Mehrheit beschlossen, nur FDP und FBO stimmten mit Nein

Stadtverordnetenversammlung am 26.11.2012

 Ausführungen des Fraktionsvorsitzenden der CDU Horst Möller zum Haushalt:

 Sehr früh, bereits Ende Oktober, war der Haushalt beschlussreif. Wenn da nicht die Hebesatzsatzung gewesen wäre! Herzlichen Dank für die gute Vorbereitung und Begleitung durch die Verwaltung, aber auch für die zielgerichtete Diskussion in den Ausschüssen aller hier vertretenen Parteien.

 So ist es ein nach außen hin recht unspektakulärer Haushalt, der aber vieles Wichtige für unsere Stadt im nächsten Jahr beinhaltet,

  • Kindergärten sind ebenso bedacht wie
  • Straßen und Stadtumbau
  • ein Sportplatz ebenso wie der
  • Baubeginn des Kultur- und Bildungszentrum
  • Fertigstellung der Straßen vom Bahnhof zur Innenstadt
  • der 2. Abschnitt des Bohlenweges im Brennermoor
  • ein Computerraum für die TMS als Beginn
  • die Sanierung von Schultoiletten
  • der Start für ein Gebäudeunterhaltungskonzept (bei über 100 Gebäuden der Stadt unabdingbar)

Also viele große und noch mehr kleine Dinge, die Bad Oldesloe voranbringen werden.

 Vieles ist nur möglich, weil in unserer Stadt die Gewerbesteuer in den letzten Jahren sehr gut geflossen ist und auch für 2013 in einer guten Höhe erwartet werden darf.

 Aber heute möchte ich auch einmal Zahlen nennen, die sonst häufig unerwähnt bleiben.

  • Gewerbesteuerumlage über 3 Mio. €
  • Kreisumlage 9,75 Mio. €
  • zusätzliche Kreisumlage 350 T€
  • Finanzausgleichsumlage fast 1 Mio. €
  • Personalkosten fast 11 Mio. €

 Auf Grund der letzten Position tun wir uns schwer mit jeder weiteren neuen Stelle. Jedes % Gehaltserhöhung kosten die Stadt pro Jahr über 100 T€.

Daraus resultiert auch unser Antrag, die zweite neu zu schaffende Stelle im Bauamt für das Projekt ‚Gebäudeunterhaltungskonzept‘ auf 2 Jahre zu befristen.

 Der Haushalt sieht eine Kreditaufnahme von ca. 2,7 Mio. € vor, die aber sehr wahrscheinlich nicht in Anspruch genommen werden muss, da ein recht positiver Jahresabschluss 2012 erwartet wird. Somit werden wir unsere Schulden eher weiter abbauen können und Ende 2013 nur noch einen Kreditbetrag von 3,6 Mio. € in den Büchern haben.

Ich möchte da gar nicht an Städte wie Ahrensburg und Bad Segeberg denken, aber das vielleicht 2013 auch noch schuldenfreie Bargteheide ist dann gar nicht mehr so weit weg.

 Es handelt sich bei unserem Haushalt, der viel von der Gewerbesteuer lebt, also durchaus um einen risikobehafteten.

Aber in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass dieses Risiko von der Kämmerin gut eingeschätzt wurde und wir alle das Geld durchaus zusammenhalten können.

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