SPD und CDU verlieren, kleinere Parteien gewinnen

Stormarner Tageblatt   07.05.2018

Kommunalwahl in Stormarn: Freie Wähler und AfD erstmals im Kreistag

Bad Oldesloe Die beiden großen Parteien, aber vor allem die SPD, sind die Verlierer der Kommunalwahl in Stormarn. Gewinner sind die Grünen, die ihre guten Ergebnisse von 2013 noch verbessern konnten. Auf Kreisebene werden die Freien Wähler und die AfD erstmals in den Kreistag einziehen. Die Alternative für Deutschland holt bei ihrer Premiere 6,7 Prozent, die Freien Wähler 1,9 Prozent.

24 der 25 Wahlkreise für den Kreistag gewann die CDU. Lediglich Sigrid Kuhlwein konnte in Ammersbek ein Direktmandat für die Sozialdemokraten holen. Der stellvertretende Kreispräsident Heinz Hartmann musste in Reinfeld dagegen 13 Prozentpunkte einbüßen.

Weil die CDU zwar fast die Hälfte der Mandate direkt gewann, aber um fünf Punkte auf 35,9 Prozent der Stimmen absackte, wird der neue Kreistag aufgrund nicht nur bunter, sondern auch größer werden. Durch Ausgleichsmandate steigt die Zahl der Abgeordneten von nominell 49 auf 63. Dadurch wird auch das Forum 21 trotz nur 1,2 Prozent mit einem Abgeordneten vertreten sein.

Auch in Oldesloe gibt es reichlich Ausgleichsmandate. Die Zahl der Abgeordneten wächst von 27 auf 34. Nötig ist dies, weil die CDU allein zehn Wahlkreise direkt gewonnen hat – und das mit nur 27,2 Prozent der Stimmen. Die Christdemokraten büßten satte sechs Prozentpunkte ein, gewannen aber ein Mandat hinzu. Sieger in Oldesloe sind eindeutig die Kleinen. Acht Parteien beziehungsweise Gruppierungen werden zukünftig in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein – die FDP kehrte ins Parlament zurück und Freie Wähler sowie Familienpartei erkämpften bei ihrer ersten Wahl gleich jeweils einen Sitz.

Bargteheide: 2013 stand die CDU mit 41,4 Prozent der Stimmen noch glänzend da – wie ein Fels in der Brandung. Doch fünf Jahre später ist dieser Fels mächtig abgebröckelt. Die Christdemokraten kommen auf knapp über 30 Prozent und sind die klaren Verlierer der Kommunalwahl 2018. Strahlende Gewinner sind die Grünen. Sie machen kräftig Boden gut und verbessern sich von 15,2 Prozent (2013) auf über 23 Prozent. Die Talfahrt der SPD auf Bundesebene setzt sich auch in Bargteheide fort – wenn auch nicht ganz so gravierend: Knapp 20 Prozent gehen an die Sozialdemokraten. Vor fünf Jahren waren es noch 23,4 Prozent. Die Wählergemeinschaft für Bargteheide kann mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sein. Die WfB verbessert sich von 13,7 auf 17,9 Prozent. Die FDP kann etwas dazugewinnen, kommt auf 6,7 Prozent (2013: 6,0). Der parteilose Einzelkämpfer Klaus Meirhöfer erreicht 2,4 Prozent der Stimmen und gewinnt den Wahlkreis 9 (Kita Fischteiche). Die Wahlbeteiligung liegt bei 51,5 Prozent.

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