Zuschuss fürs Fastenbrechen

Lübecker Nachrichten   22.06.2018

Ausschuss stimmte zu, wenn auch „mit Bauchschmerzen“

Bad Oldesloe. Mit einigen Bedenken haben die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses einen Zuschuss über 1000 Euro für das Fastenbrechen vom Wochenende in der Oldesloer Moschee abgesegnet.

„Dass die DItIB (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) Antragsteller ist, hat ein Geschmäckle“, sagte Dagmar Danke-Bayer in Hinblick auf die Erdogan-nahe Organisation. Da mit dem Geld das Essen für Asylbewerber bezahlt wurde, die jetzt verstärkt die Moschee besuchen, sei die Frage, ob man es nicht aus der Integrationspauschale nehmen solle. Sie sei viel geringer als die Ausgaben für Integration, entgegnete Hajo Krage (SPD). Auch er schien verunsichert, ob es künftig noch sinnvoll sei, die Veranstaltung zu unterstützen.

In der Linken sei ebenso heiß diskutiert worden, merkte Cornelia Steinert an. Die Frage sei laut geworden, ob die Stadt eine solche religiöse Veranstaltung fördern solle, zumal es sich um die DItIB handele. Doch letztlich gehe es ja nicht um die Organisation, sondern um die Menschen hier in Bad Oldesloe. „Dieses Mal wollen wir noch zustimmen“, sagte Steinert. In diesem Tenor äußerte sich auch Jörn Lucas (CDU). „Nächstes Jahr sollten wir die Mittel zurückfahren. Aber jetzt wäre es ein schlechtes Signal, wenn wir keinen Zuschuss geben.“

Dem stimmte der Ausschuss mehrheitlich zu. dvd

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.