Schlappe für SchanZe-Projekt

Lübecker Nachrichten   12.09.2018

Ausschuss lehnt höheren Personalzuschuss ab

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe.  Kontrovers fiel im Oldesloer Sozialausschuss die Debatte um eine Erhöhung des Zuschusses zur Finanzierung des Nachbarschaftstreffs SchanZe um 24 200 Euro auf dann 38 600 Euro aus. „Wir sind bereit, 14 400 Euro zu übernehmen, mehr nicht“, erklärte Dagmar Danke-Bayer (Grüne) eingangs.

Während sie wie andere Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses monierte, der Erfolg des Projektes lasse sich nicht messen, lobten andere die Arbeit des Vereins im Stadtteil rund um den Schanzenbarg. Cornelia Steinert (Die Linke) warf ein wenig fassungslos ein, dass es erst der Initiative der Hamburger Stiftung Alsterdorf bedurfte, um Bad Oldesloe auf die Probleme in dem Stadtteil aufmerksam zu machen. „Sie haben den Blick auf die Stadt gerichtet und gesagt: ,Hier habt ihr Ecken, da müsste was für die Bürger losgehen’. Unser Baby wird jetzt drei Jahre alt – auch von uns finanziert. Und nun beschweren wir uns, dass da etwas angeschoben wurde?“, fragte sie.

Während Anita Klahn (FDP) mit den Worten „Das machen die nicht uneigennützig“ konterte, hob auch Boris Bouchon, zuständig für Jugendarbeit in der Oldesloer Verwaltung, hervor, wie groß der Nutzen dieses Nachbarschaftstreffs für die Menschen in dem Viertel sei. „Wir lassen die Leute im Stich, wenn wir das Projekt nicht am Leben erhalten“, sagte er und empfahl allen Ausschussmitgliedern, sich die „großartige Einrichtung“ doch einmal anzuschauen.

Jörn Lucas (CDU) wandte ein, dass Nachbarschaftstreffs stark vom ehrenamtlichen Engagement der Menschen, die dort leben, getragen werde. „Dass wir das Projekt nicht weiter unterstützen, bedeutet nicht, dass wir die Arbeit nicht wertschätzen“, sagte er. Nach gewisser Zeit müsse sich solch eine geförderte Initiative jedoch eigenständig tragen. Die Abstimmung fiel letztlich zuungunsten der SchanZe aus.

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