Anwohner verärgert über Laub

Lübecker Nachrichten   23.09.2018

Oldesloes Bürgermeister Lembke diskutierte mit Bürgern an der Heimstraße

Von M. Thormählen

Bad Oldesloe. Die Beseitigung von Laub, die Straßenreinigung und die Situation angesichts der zugeparkten Wohnstraßen – das waren die wesentlichen Themen, mit denen Bürgermeister Jörg Lembke während seiner jüngsten Stadtteilbegehung konfrontiert wurde. Dieses Mal war der Verwaltungschef an der Heimstraße, der Kastanienallee, Am Brennermoor und im Sachsenring unterwegs. Und knapp 30 Anlieger waren dabei.

Jörg Lembke hatte in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Bereiche in der Kreisstadt besucht, um mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Auch dieses Mal stellte der Bürgermeister gleich zu Beginn des Treffens klar, dass „wir nicht alles lösen können“. Immerhin könnten die Bürger ihre Sorgen und Nöte vortragen – vor Ort waren weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die auch Rede und Antwort standen. „Wir hören oft, dass auf den Straßen zu schnell gefahren wird. Leider halten sich nicht alle Fahrer an Tempolimits. Dafür ist dann allerdings die Polizei zuständig“, so der Verwaltungschef.

Als ein Problem für die Stadt machten Anlieger die Beseitigung des Laubes aus, weil es auch auf öffentlichen Flächen liege. „Wir wissen schon gar nicht mehr, wohin mit dem Laub“, stellte eine Anliegerin fest. Ein Problem seien große Buchen und Linden an den Wohnstraßen. „Geht es nur um das Laub oder steckt auch der Wunsch dahinter, die Bäume loszuwerden?“, fragte der Bürgermeister. Da waren sich die Bewohner des Stadtteils dann doch nicht einig: Es habe zunächst geheißen, dass es nur „kleinwüchsige Bäume“ geben solle – doch die seien im Laufe der Jahre viel zu groß geworden, hieß es. Die vorhandenen Bäume sollten auf jeden Fall erhalten bleiben, lautete eine andere Meinung. Jörg Lembke sowie Verwaltungsmitarbeiter machten deutlich, dass es nachvollziehbare Gründe geben müsse, bevor ein Baumschnitt erfolgen dürfe. Bäumen werde generell ein ungehindertes Wachstum zugestanden.

Gefordert wurde von anderen Bürgern, dass auf den Straßen wieder eine Kehrmaschine unterwegs sein sollte, um die Reinigungssituation zu verbessern. Die Aktion könnte durchaus in Abständen von 14 Tagen ablaufen. Der Bürgermeister wies auf die aktuelle Satzung der Stadt hin. Demnach seien Anlieger verpflichtet, bis zur Mitte der Straße vor ihren Grundstücken die Fahrbahnen zu säubern. Dies treffe im Übrigen auch auf das Schneeräumen zu. „Wir nehmen Ihren Wunsch auf, dass wieder Kehrmaschinen eingesetzt werden sollen“, sicherte Jörg Lembke zu. Eine mögliche Reinigungsaktion durch die Stadt müsse allerdings von den Anliegern bezahlt werden, und dies in vollem Umfang. CDU-Stadtverordneter Andreas Lehmann regte an, zu diesem Thema eine Befragung der Anlieger zu initiieren. Dabei sollte auch deutlich gemacht werden, mit welchen Kosten die Bürger dann rechnen müssten.

Die Situation an und auf den Straßen spielte eine weitere Rolle während der Begehung. Weil die meisten Flächen an den Rändern von Fahrzeugen zugeparkt würden, könnten zwei Autos kaum aneinander vorbeifahren, hieß es. Außerdem sei es problematisch, auf die Grundstücke zu fahren, kritisierte ein Anlieger. Der Bürgermeister zeigte einen Weg auf, um diesem Problem zu begegnen: Fahrbahnbereiche könnten gekennzeichnet werden, um das Abstellen von Fahrzeugen zu verhindern. Dieses Thema könnte mit der Kreis-Verkehrsaufsicht besprochen werden.

Hingewiesen wurde von Anwohnern auf den ihrer Ansicht nach schlechten Asphaltbelag auf der Heimstraße. Bauamtsleiter Thilo Scheuber betonte, in der mittelfristigen Planung sei eine Sanierung der Straße vorgesehen. Vorhandene Schäden könnten zunächst einmal repariert werden.

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