Verkaufsoffener Sonntag: Unterstützer für 2019 gesucht

Lübecker Nachrichten   30.10.2018

Am 11. November läuft in der Innenstadt ein umfangreiches Programm ab

Von Michael Thormählen

Koordiniert das Programm: Hans-Jörg Steglich hofft auf eine große Resonanz. FOTO: M. Thormählen

Bad Oldesloe. „Lichterfest“ heißt es am 11. November, wenn zum vierten und letzten Mal in diesem Jahr Kaufleute ihre Geschäfte an einem Sonntag in Bad Oldesloe öffnen. Koordinator Hans-Jörg Steglich hofft auf eine große Resonanz bei den Gästen – immerhin gebe es ein attraktives Rahmenprogramm, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen soll. Gleichzeitig wagte er bei der Vorstellung der aktuellen Veranstaltungen auch einen Blick in die Zukunft: „Ich bin mir nicht sicher, ob es noch verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr geben wird.“

Von 13 bis 18 Uhr werden Läden und Geschäfte in der Innenstadt geöffnet haben, und Hans-Jörg Steglich geht davon aus, dass sehr viele mitmachen werden. Um dem Motto „Lichterfest“ gerecht zu werden, sollen die Geschäfte mit möglichst vielen Laternen ausgestattet werden. Glänzende Lichter werden auch eine Rolle spielen, wenn der Laternenumzug gestartet wird. Vor allem Kinder können mit dabei sein – der Umzug beginnt um 17.15 Uhr auf dem Markt. Hier wird auch wieder das Ziel sein.

Die zentrale Fläche am Stadthaus wird eine weitere Attraktion bieten, denn die Eventbetriebe Hagen bauen eine Gourmet-Meile auf. Da werden dann Speisen und Getränke angeboten. Ebenfalls auf dem Markt ist eine Schau mit Landmaschinen geplant.

Der Arbeiter-Samariter-Bund stellt einen wichtigen Teil seiner Einsatzmöglichkeiten da und ist mit einem Rettungswagen vor Ort. Dieses Fahrzeug steht auf der Hude. Die Hindenburgstraße ist Schauplatz für eine Automobilausstellung. Hier präsentieren die Oldesloer Unternehmen, Blohm, Schröder und Witthöft Fahrzeuge aus ihren Modellreihen.

Hans-Jörg Steglich hatte sich in der Vergangenheit auf ein Team verlassen können, das sich bei der Organisation der verkaufsoffenen Sonntage engagiert hatte: „Jetzt mache ich das allein.“ Nach seinen Schätzungen wollten sich bei der nächsten Aktion am 11. November rund 20 Geschäfte ihre Türen offen halten – bis zu 80 könnten allerdings dabei sein.

„Viele finden das toll, aber nur wenige wollen auch einen Beitrag leisten.“ Dabei biete gerade ein verkaufsoffener Sonntag die gute Möglichkeit, sich zu präsentieren. Er wies dabei auf gelungene Beispiele in benachbarten Städten in vergleichbarer Größe hin, unter anderem in Bargteheide oder in Bad Schwartau im Kreis Ostholstein.

Der Koordinator macht keinen Hehl daraus, dass die Planung und Ausrichtung von verkaufsoffenen Sonntagen eine „Angelegenheit der Kaufleute“ sei. Es könnte durchaus Unterstützung durch die Stadt oder einen Veranstalter geleistet werden, die einen Rahmen für das Programm lieferten. Genant wurde in diesem Zusammenhang die Ausrichtung der Pflasterart im vergangenen Sommer. „Es fehlt aber eine Gruppe, die sich engagiert und die das macht. Es fehlt eine vernünftige und Konzept orientierte Organisation. Wir brauchen in Bad Oldesloe eine Innenstadt-Vereinigung“, betonte Hans-Jörg Steglich.

Er geht davon aus, dass die Ausrichtung verkaufsoffener Sonntage eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei, und dies auch vier Mal in jedem Jahr: „Denn die Innenstadt muss ja lebendig sein.“ Nach den bisherigen Erfahrungen ist dabei das Engagement der Kaufleute belohnt worden. „Es gab einen großen Zulauf durch die Kunden“, stellte Hans-Jörg Steglich fest. Umso bedauerlicher sei, dass sich angesichts der hohen Akzeptanz viele Kaufleute nicht mehr engagieren wollten: „Alle können nämlich davon profitieren.“

Wie es 2019 weitergehen kann, ließ der Koordinator noch offen. Sicher sei allerdings, dass er Planung und Vorbereitung von verkaufsoffenen Sonntagen nicht allein übernehmen werde. Hans-Jörg Steglich äußerte deshalb die Hoffnung, dass es wieder eine Gruppe von Geschäftsleuten geben werde, die sich für diese Aktionen einsetzen wollten.

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