Vogelschießen ist gerettet

Lübecker Nachrichten   31.10.2018

Oldesloer Ausschuss billigt 450-Euro-Kraft zur Vorbereitung.

Von Dorothea von Dahlen

Um die wichtigste Requisite beim Oldesloer Vogelschießen kümmern sich Bernd Nissen (l.) Und Kai Schoppenhauer, beides Hausmeister der Schule am Masurenweg. FOTO: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Helle Aufregung herrschte noch vor der Herbstpause darüber, ob das Oldesloer Kindervogelschießen wieder in gewohnt verlässlicher Weise vorbereitet werden könnte. Sabine Prinz, Leiterin der Stadtschule und Vorsitzende des Kindervogelschießervereins, hatte Alarm geschlagen, dass die Arbeitsbelastung, die inzwischen auf ihren Schultern laste, zu groß sei, um das Fest auch weiterhin ohne Hilfe von außen organisieren zu können. Nach intensiven Debatten haben die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses jetzt dem Antrag der Vereinsvorsitzenden entsprochen und einer Zahlung von 5400 Euro im Jahr für eine personelle Unterstützung zugestimmt.

In einer mehrseitigen Auflistung hatte Sabine Prinz sämtliche Arbeitsgänge, die zur Vorbereitung des beliebten Festes gehören, mit genauen Zeitangaben aufgelistet. Demnach beträgt der Aufwand 356 Stunden. Selbst das Delegieren von Aufgaben an andere Ehrenamtliche bereite im Übrigen genau so viel Mühe. Denn das Rückversichern, ob alles auch wirklich erledigt wurde und funktioniere, koste ebenso viel Zeit, erklärte die Schulleiterin. Deshalb sei es jetzt geboten, die Organisation des Festes langfristig auf solide Beine zu stellen. Mit einer Einmalzahlung lasse sich das aber keinesfalls garantieren. „Wir arbeiten dann eine Kraft ein und fangen nach einem Jahr wieder ganz neu an“, gab sie zu bedenken, als angeregt wurde, den Betrag von 5400 Euro erst einmal nur für 2019 zu einzuplanen.

Bürgermeister Jörg Lembke bekräftigte erneut, dass das Pensum keinesfalls von einer Verwaltungskraft mit übernommen werden könnte, so wie es zunächst einmal vorgeschlagen worden war. Da es auch ebenso wenig in Frage komme, eine neue Stelle einzurichten, schlage die Verwaltung vor, den Verein mit 5400 Euro zu unterstützen, damit er von diesem Geld eine 450-Euro-Kraft einstellen könne. In diesen Betrag sei ein Puffer eingebaut. „Wenn das Geld zu viel ist, müssen wir dann im Folgejahr über einen geringeren Zuschuss reden“, sagte Lembke.

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