Mehr Zuschüsse für Tagesmütter

Lübecker Nachrichten   30.11.2018

Bad Oldesloe fördert Qualifikation und beteiligt sich an Mietkosten

Bad Oldesloe. Tagesmütter und -väter, die in Bad Oldesloe tätig sind, werden künftig von der Stadt stärker unterstützt als bislang. Sie bekommen Zuschüsse für Weiterbildung, Mietkosten und Altersvorsorge. Das entschied am Mittwoch der Sozialausschuss.

Schon Anfang November hatte der Verein, in dem sie organisiert sind, einige Verbesserungen beantragt mit der Begründung, dass Tagespflegepersonen letztlich helfen, den Mangel an Kita-Plätzen in der Stadt auszugleichen. Die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses hatten dem damals prinzipiell zugestimmt, sich aber in den genannten drei Punkten Bedenkzeit genommen. Die Verwaltung hatte derweil Vorschläge erarbeitet, wie dem Wunsch des Vereins Tagesmütter und -väter entsprochen werden könnte.

Dazu wiederum stellten die Fraktionen eigene Änderungsanträge. Cornelia Steinert von den Linken schlug vor, den Fördersatz für Fortbildungen herabzusetzen, dafür aber einen höheren Anteil der Mietkosten zu übernehmen. Die Familien-Partei wollte Pflegestellen bevorzugt wissen, die mehr als drei Kinder betreuen und diesen dann einen höheren Mietzuschuss gewähren. Beides fand keine Mehrheit im Ausschuss, so dass sich letztlich der Vorschlag der Verwaltung durchsetzte.

Demnach bekommen die Tagespflegepersonen ab Januar 2019 den Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft im Verein Tagesmütter- und väter in Höhe bis zu 100 Euro erstattet, die Gebühr für Fortbildungen bis zu 300 Euro sowie Zuschüsse zur Miete von 100 Euro und zur Altersvorsorge von 50 Euro. Auch bei zusätzlichen Qualifizierungen soll es künftig Kostenerstattungen geben.

Torben Klöhn (SPD) machte auf das Problem aufmerksam, dass die Stadt unnötig zubuttere, wenn sie die Fortbildung von Tagesmüttern mitfinanziere, die zunächst in Bad Oldesloe arbeiten, dann aber in eine ander Stadt umziehen. Das sahen auch andere Ausschussmitglieder so. Demnach müssen sich die Tagespflegepersonen nach der Fortbildung verpflichten, weitere zwei Jahre in Bad Oldesloe zu arbeiten. Auch Klöhns Vorschlag, die Richtlinie erst einmal auf zwei Jahre zu befristen, stieß auf Zustimmung. dvd

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