Erster Blick auf die Hospiz-Baustelle

Lübecker Nachrichten   05.12.2018

Förderverein Lebensweg Stormarn öffnete im Lebendigen Adventskalender das erste Türchen

Für rund 3.5 Millionen Euro entsteht am Sandkamp in Bad Oldesloe ein stationäres Hospiz. Sabine Tiedtke (r.) und Birte Thelen stehen am künftigen Eingang.

Bad Oldesloe. „Den Lebendigen Adventskalender finde ich ziemlich cool“, sagt Lebensweg-Chefin Sabine Tiedtke. Deshalb hat sie mit ihrem Team vom Lebensweg Stormarn bereits im vierten Jahr dazu eingeladen. Die ersten Kalendertüren wurden noch in der Lübecker Straße und im Bürgerhaus geöffnet. Die diesjährige bei Kinderpunsch, Keksen und Posaunenchor-Musik direkt an der Hospiz-Baustelle am Oldesloer Sandkamp.

„Wir wollen es als Tradition erhalten“, betont Tiedtke zum Adventskalender-Date. Wie ihr unermüdliches Helferteam findet sie es spannend, wer denn alles so vorbeikommt. Und in diesem Jahr sind es deutlich mehr als in den Vorjahren. Einige haben ganz spontan davon aus der Zeitung erfahren, andere gerade ihre Kinder von der Probe für das Oldesloer Weihnachtsmärchen abgeholt.

Friedhofsverwalter Jörg Lelke begleitet den Hospiz-Verein schon lange. Gerade erst fand ein vom Förderverein Lebensweg Stormarn organisiertes Theaterstück zum Thema Lebensende in der Auferstehungskapelle am Oldesloer Friedhof statt. „Endlich ist etwas zu sehen“, freut er sich an der Hospiz-Baustelle am Sandkamp. Jetzt sehe man, wofür das Geld gebraucht wird. Wo nach jahrelangem Einsatz des Vereins das stationäre Hospiz entsteht.

Vergangenes Jahr sei es bei einer Veranstaltung des Lebendigen Adventskalenders so kalt gewesen, dass sein Sohn sogar einen Schneemann bauen konnte, erinnert sich Lelke. Und dieses Jahr beteilige sich am 10. Dezember um 17 Uhr auch die Friedhofsverwaltung erstmals mit Feuerkorb, Punsch und Erzähltheater an der Aktion, die von der Kirchengemeinde Oldesloe koordiniert wird.

Von Schnee ist in diesem Jahr bisher allerdings weit und breit nichts zu sehen. Aber die Kinder haben großen Spaß an den riesigen Erdhaufen an der Hospiz-Baustelle, die sie immer wieder erklimmen. Die Erwachsenen werfen lieber schon mal einen Blick auf das künftige Oldesloer Hospiz. Viele Rohre ragen aus der Betonplatte, die die Umrisse des Gebäudes verrät. Sie zeigen an, wo die Sanitärbereiche der geplanten zwölf Hospizzimmer mit Terrassen später einmal liegen werden. Gleich links auf der Ausbuchtung soll einmal den Raum der Stille entstehen.

„Hier ist der Eingang“, zeigt Sabine Tiedtke. Und dann erzählt sie von dem steinernen Engelsflügel, der die Besucher später einmal begrüßen soll. Den hat die Powerfrau schon vor Jahren in Elmenhorst bei Henning Fründ entdeckt. Da war der Verein noch nicht einmal gegründet. Ihre Visionen im Kopf aber recht lebhaft.

„Sie haben etwas, das hätte ich gern“, habe sie Fründ schließlich angesprochen. Der hatte bereits von Tiedtke und ihrem großen Engagement für das Projekt gehört und spendete den Engelsflügel für das Oldesloer Hospiz. Noch wartet der steinerne Begrüßungsflügel in Elmenhorst auf seinen Oldesloe-Einsatz.

„Bei der Grundsteinlegung am 20. Dezember um 13 Uhr sehen wir uns hier alle wieder“, lädt Sabine Tiedtke die zahlreichen Besucher schon zum nächsten Akt auf dem Weg zu einem Oldesloer Hospiz ein. Und dann stimmen alle noch gemeinsam in ein Weihnachtslied ein, das der Posaunenchor der evangelischen Kirche musikalisch angestimmt hat.

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