Mensa-Essen wird neu ausgeschrieben

Lübecker Nachrichten   11.05.2019

Bis zum nächsten Schuljahr müssen Caterer für die Oldesloer Grundschulen gefunden sein –
Im Oldesloer Sozialausschuss wurde über Details der Ausschreibung diskutiert

Bad Oldesloe. Die Essensversorgung an den drei Oldesloer Grundschulen wird neu geregelt. Die Stadtverwaltung hat den Vertrag mit dem Caterer fristgerecht gekündigt. Darüber informierte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses. Im Vorfeld waren Beschwerden aus der Elternschaft laut geworden, dass sich das Unternehmen nicht an Absprachen bezüglich der Bio-Qualität gehalten habe.

Bis nach den Sommerferien muss nun ein neuer Anbieter gefunden werden, damit die Versorgung der Schulen nahtlos weitergehen kann. Wie Sobczak informierte, soll die Ausschreibung in den nächsten Wochen erfolgen. Zuvor habe es schon ein Treffen mit den drei Schulleitern gegeben, um die vom neuen Caterer geforderte Leistung möglichst präzise formulieren zu können. „Ich bin guter Dinge, einen Nachfolger zu finden“, sagte Sobczak. Drei Anbieter hätten sich schon direkt an die Stadt gewandt, weitere Caterer seien Eltern auf Empfehlung der Ökomarkt Verbraucher- und Agrarberatung genannt worden. Mit fünf bis sieben Interessenten sei also zu rechnen. Erfahrungsgemäß blieben zum Schluss zwei übrig, mit denen dann konkrete Verhandlungen geführt werden könnten.

Die Frage, wie viel Wert in der Ausschreibung auf den Einsatz von Bio-Lebensmitteln gesetzt wird, sorgte im Ausschuss für Diskussion. So wurden Zweifel laut, dass der Essenspreis stabil bleibt, wenn teurere Zutaten verwendet werden müssten. Marion Cornehl, Vorsitzende des Elternbeirats der Stadtschule, legte dar, dass bei Essen nach DGE-Standard (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) mit 3,62 Euro kalkuliert werde. „Dass dieser Preis so nicht zu halten ist, ist uns schon bewusst“, sagte sie. Sobczak stellte klar, dass theoretisch für jede Schule ein anderer Caterer unter Vertrag genommen werden könne. Das erleichtere die Auswahl, da nicht jede Schule die gleichen Standards fordere.

Janine Irentschiuk von der Mensa am Schulzentrum gab zu bedenken, dass es für kleine Betriebe zu teuer sei, eine Biozertifizierung zu erhalten. „Es kommt doch darauf an, dass das Essen den Kindern schmeckt“, wandte sie ein. Bei der Ausschreibung seien auch die Qualitätsunterschiede zu beachten, die sich daraus ergäben, ob Essen vorgegart gebracht und dann in den Schulen mittels Dämpfer erwärmt werde oder ob es frisch zubereitet werde und auf kurzem Wege dorthin gelange.

Stark benachteiligt sei in dieser Beziehung bisher die Grundschule West. Sie habe weder eine eigene Garküche noch Aufwärmtechnik. Hinzu komme, dass das vorgegarte Essen nur in einfachen Wärmeboxen geliefert werde. Um ein Absinken der Kerntemperatur von Speisen zu vermeiden, müssten aber Fahrzeuge mit Stromanschluss zum Einsatz kommen, damit die Wärmekette nicht abreiße. Das solle bei der Ausschreibung berücksichtigt werden, lautete ihr Tipp. dvd

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.