Heinrich-Vogler-Halle: Endlich wird saniert

Stormarner Tageblatt  17.07.2019

Arbeiten in Umkleiden, Dusch- und Waschräumen / 80.000 Euro fließen als Zuschuss

Vorbereitende Arbeiten im mittleren Waschraum der Heinrich-Vogler-Sporthalle.
Vorbereitende Arbeiten im mittleren Waschraum der Heinrich-Vogler-Sporthalle.
Ewig nicht benutzt: Die Lehrer-Dusche wird zum Technik-Raum.blase

 
 
Ewig nicht benutzt: Die Lehrer-Dusche wird zum Technik-Raum.blase

Rolf Blase Bad Oldesloe „Zu meiner Zeit war das noch üblich, aber ich glaube, das Duschen nach dem Schulsport hat stark nachgelassen“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Anders kann sich der Oldesloer Verwaltungschef auch kaum erklären, dass die drei Dusch- und Waschräume in der Heinrich-Vogler-Sporthalle an TMS und TSS seit Jahren nicht mehr richtig genutzt werden konnten. Die Duschen an der Umkleide 3 und 4 gaben schon lange kein heißes Wasser mehr ab. In der Herrendusche zwischen den Umkleiden 1 und 2 funktionierten immerhin noch drei der acht Duschköpfe fast normal, aus den anderen tröpfelte oder spritzte das Nass nur noch. Das war bei den Hähnen an den Waschtischen nicht anders: Entweder kam nichts oder kleine Strahlen verteilten sich in alle Richtungen.

„Wir schaffen es nicht ganz zum Ferienende“ Die Lehrer-Dusche und die Toilette waren schon seit Jahren – sozusagen wegen Verschleißes – verschlossen, von den Spiegeln an den Wänden waren nur die Halterungen übrig geblieben, die meisten Wandföns waren demontiert, da sie nicht mehr funktionierten. Bei größeren Veranstaltungen wie dem Oldesloer Doppelturnier mussten die weiblichen Teilnehmer in einer anderen Halle duschen.

Zwar hatte es immer wieder Beschwerden über diese Zustände gegeben, die Stadt nahm sich des Problems aber erst 2018 an, als Zuschüsse für Schulsanierungen winkten. Mit 169.800 Euro ist die Sanierung angesetzt, 80.000 Euro fließen als Zuschuss. Mit den Sommerferien haben die Arbeiten in den Umkleiden, Dusch- und Waschräumen begonnen. „Die Vogler-Halle stammt aus den 80er Jahren. Das war überfällig“, sagt Lembke. Wie sich bei der Sanierung herausstellte, müssen die Wasserleitungen komplett erneuert werden, was die Arbeiten etwas verzögert. „Wir schaffen es deshalb nicht ganz zum Ferienende“, bedauert Lembke. Wenn die Installationen angeschlossen sind, geht es in der Woche ab 22. Juli mit den Fliesen weiter, dann folgen Decken- und Malerarbeiten.

Die Wasch- und Duschräume werden etwas kleiner, da Vorwandelemente eingebaut werden, hinter denen die neuen Leitungen verschwinden. Das ist im Budget enthalten, was aber nicht für die Frischwasserstationen gilt, die noch für die drei Duschräume kommen sollen. Aus Platzgründen sollen sie an den Wänden über den abgehängten Decken angebracht werden. Die neue Installation ist zwar so aufgebaut, dass keine Legionellen entstehen können. Allerdings gibt es noch den Wärmespeicher, in dem das Wasser steht, wenn nichts abgefordert wird. Dessen Aufgabe sollen die Frischwasserstationen übernehmen. Das sind keine Speicher, sondern reine Wärmetauscher, so dass eine Legionellenbildung ausgeschlossen ist. Das ist allerdings nicht umsonst zu haben. „Das werden wir nächstes Jahr angehen“, sagt der Verwaltungschef, der sich dafür erstmal das Okay aus der Politik holen muss.

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