Neuer Caterer für Oldesloer Grundschulen

Lübecker Nachrichten   20.07.2019

Mensabetreiber aus Nordrhein-Westfalen versorgt Stadt- und Klaus-Groth-Schule sowie die Grundschule West

Bad Oldesloe. Die Verpflegung der Oldesloer Grundschüler nach den Sommerferien ist offenbar gesichert. Nachdem die Stadt dem bisherigen Caterer zum 30. April gekündigt hatte, war eine Neuausschreibung notwendig geworden. Wie Bürgermeister Jörg Lembke mitteilt, hat nun die Firma Rebional den Zuschlag für die Essensversorgung erhalten und zwar für alle drei Grundschulen. Der im nordrhein-westfälischen Herdecke ansässige Betrieb beliefert auch Krankenhäuser und Reha-Kliniken mit Essen, übernimmt aber in diesem Fall die Bewirtschaftung der Mensa der Stadtschule. Dort werden auch künftig die Mahlzeiten für die Kinder der Klaus-Groth-Schule und der Grundschule West zubereitet und angeliefert.

Ein neuer Anbieter musste auf Drängen des Elternbeirats der Stadtschule gefunden werden. Aus ihren Reihen war scharf kritisiert worden, dass der bisherige Caterer sich nicht an Absprachen gehalten und die Zusammenstellung des Essens nicht den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entsprochen habe. Die Neuausschreibung erfolgte letztlich aber für alle drei Grundschulen.

„Wir sind froh, dass es in dieser knappen Zeit noch geklappt hat. Ansonsten hätten wir wirklich die Gulaschkanone hinstellen müssen. Ich möchte einen großen Dank an meine Mitarbeiter aussprechen, die extrem intensiv daran gearbeitet haben und das Unmögliche möglich gemacht haben“, lautet Lembkes Fazit. Ihm zufolge waren die Anforderungen, die an den neuen Mensa-Betreiber gestellt worden waren, „extrem hoch“. Eine Versorgung mit 100 Prozent reiner Bioware hätten alle Bewerber aus wirtschaftlicher Sicht abgelehnt ebenso wie die Verwendung von Fair-Trade-Lebensmittel. Einige Teilnehmer hätten gar die Bio-Zertifizierung aus Kostengründen als für nicht machbar beurteilt. Mit dem Unternehmen Rebional sei aber der größtmögliche Nenner gefunden worden. Der Caterer verfüge über die gewünschte Zertifizierung und wolle zu 30 Prozent Bio-Produkte einsetzen. Das Essen verteuere sich ein wenig für die Kinder der Stadtschule. Dort seien künftig 55 Euro pro Monat fällig, wobei zu berücksichtigen sei, dass der Caterer dort die Versorgung übers ganze Jahr nahtlos sicherstelle. An den anderen beiden Grundschulen falle der Preis sogar noch günstiger aus als bisher.

„Die Crux ist jetzt aber, dass wir aufgrund des Ergebnisses aus dem Vergabeverfahren kurzfristig eine komplett neue Küche einrichten müssen, damit die Versorgung nach den Ferien klappt und später noch einige Umbaumaßnahmen durchführen“, fügte Lembke hinzu. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 120 000 Euro. Ein Teil davon sei schon von vornherein haushaltstechnisch abgesichert gewesen, über die restliche Summe müsse nach der Sommerpause noch von der Politik abgestimmt werden. Investiert werden müsse unter anderem in eine neue Dunstabzugshaube für die Kippbratpfanne und einige Elektroinstallationen. Laut Lembke hatte sich übrigens auch der frühere Caterer beworben. Doch beim Vergabeverfahren, das an einen strengen Kriterienkatalog gekoppelt gewesen sei, habe das Unternehmen nicht die nötige Punktzahl erreicht. dvd

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