Konfetti-Verbot für Oldesloer Hochzeitspaare

Stormarner Tageblatt  24.07.2019

Zu oft hinterlassen Feiernde vor dem Standesamt Plastikmüll / Klare Regeln zum Parken auf dem Markt

 
Was von der  Feier bleibt: Partymülll und parkende Autos vor dem Rathaus.nie

Was von der Feier bleibt: Partymülll und parkende Autos vor dem Rathaus.nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Heiraten in Bad Oldesloe ist beliebt. Regelmäßig sieht man Brautpaare vor dem Historischen Rathaus, dem Kub und auf dem Marktplatz. Das liegt auch an den zahlreichen guten Fotokulissen rund um das Kleinstadtzentrum und dass hier der Bürgermeister in einigen Fällen selbst traut, könnte ein zusätzlicher Attraktivitätsfaktor sein. Doch leider bringen die standesamtlichen Feierlichkeiten nicht nur positive Randerscheinungen mit sich.

Denn die Feiernden parken oftmals den Marktplatz länger zu als erlaubt und sorgen mit Konfetti-Kanonen für Müll. Das möchte die Stadt nicht mehr akzeptieren und weist daher nochmal öffentlich auf einige Regeln hin. „Ich möchte nicht die Spielverderberin geben, aber im Rathaus ist das Werfen von Konfetti, Reis oder Blumen sowieso verboten. Wir bitten nun darum, auch vor dem Rathaus und auf dem Marktplatz auf Konfetti-Kanonen, Herzchen aus Kunststoff und so weiter zu verzichten“, sagt Agnes Heesch. „Gerade aufgrund der Diskussionen zum Thema Nachhaltigkeit sollte auf KunststoffKonfetti sowieso komplett verzichtet werden“, er-gänzt die Stadtsprecherin. „Konfetti aus Papier oder ähnliche Dinge sind für uns auch nur sehr schwer zu reinigen“, so Bürgermeister Jörg Lembke.

Zum Parken in direkter Rathausnähe führt er aus, dass die Ketten am Marktplatz an Hochzeitstagen durchaus für die Hochzeitsgesellschaften geöffnet werden. Dadurch werde aber aus dem Marktplatz kein öffentlicher Parkplatz, sondern das gelte nur für die jeweilige Gesellschaft. Direkt nach dem Besuch des Standesamtes sollten die Gäste ihre Fahrzeuge entfernen. Denn auch nachfolgende Paare benötigen Parkraum. „Das ist von uns ein besonderer Service für Hochzeitspaare und Gäste für die Zeit der Eheschließung und nur eine kurze Zeit danach, aber keinesfalls für den ganzen Tag“, erklärt der Verwaltungschef. Es sei vorgekommen, dass ganze Gesellschaften direkt vom Standesamt zum Essen und Feiern in ein innenstadtnahes Restaurant gegangen seien, während die Fahrzeuge auf dem Marktplatz stehen blieben.

„Es gibt den Exer und den Peters-Parkplatz sowie weitere Parkmöglichkeiten rund um die Innenstadt, falls das benötigt wird“, so Lembke. Außerdem führt er aus, dass bei Foto- und Videoaufnahmen darauf zu achten sei, dass diese durch den Standesbeamten zugelassen wurden. „Diese Aufnahmen dürfen auch dann nur für den privaten Zweck genutzt werden. Jeder Abgebildete muss eingewilligt haben“, sagt Lembke. „Außerdem muss darauf geachtet werden, dass der würdige Ablauf der Zeremonie durch Fotografie und Filmaufnahmen nicht gestört wird“, so Lembke.

Das Werfen von Luftschlangen, Papierschnipsel und Konfetti-Kanonen sei natürlich auch bei Anlässen wie dem „Fegen zum 30. Geburtstag auf den Rathaustreppen“ untersagt. Allgemein bitte man alle auf dem Marktplatz und vor dem Rathaus Feiernden, ihren Müll selbst wieder zu entsorgen.

„Generell möchte ich noch auf die Möglichkeiten hinweisen, in unserem Rathaussaal zu feiern nach der Trauung. Dieser muss allerdings gebucht werden. Ein schöner Ort ist auch der Hof zwischen dem Rathaus und dem Kub-Saal. Auch dort lässt sich ein kleiner Empfang durchführen“, merkt Lembke an.

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