Betrachtungen zum Wochenausklang: Von großen und kleinen Tieren

Stormarner Tageblatt   17.08.2019

Stormarner Wochenschau

Von großen und kleinen Tieren

Megi Balzer
Megi Balzer

Patrick Niemeier und Stephan Poost

Vorhang Zerschnittene Tischdecken, zerschlagenes Porzellan und zerstörte Visionen – viel wurde geredet und geschrieben über den Umbruch im „Kleinen Theater“ Bargteheide. Nach dem Tod der leidenschaftlichen Theatermacherin Kirsten Martensen, die als Charakter und als Seele des Hauses nicht ersetzbar war, nach dem Ende des Kulturrings nach 50 Jahren Kulturarbeit in Bargteheide und nach dem Abschied des erfolgreichen, preisgekrönten und renommierten Kinomachers Hans-Peter Jansen ist der Umbruch nun vollzogen. Es brechen am Sonntag nunmehr andere Zeiten im „Kleinen Theater“ an. Der Trägerverein engagiert sich, bringt sich ein und setzt seine Visionen nach und nach um. Man kann den alten Zeiten hinterhertrauern, die – alleine schon wegen des Verlusts der eigenständigen bis egozentrischen Protagonisten – aber nicht wiederkommen werden, oder man wartet ab, was mit dem neuen Personal und neuen Ideen passiert. Das „Kleine Theater“ ist nicht mehr was es war – der alte Vorhang hat sich geschlossen, allerdings öffnet am Sonntag in dem frisch sanierten und mit neuer Technik ausgestatteten Saal ein neuer Vorhang. Im Publikum werden sich gewiss Fans, neugierige Kulturfreunde und Kritiker befinden. Die Zeit der Streitereien, und Konzeptdiskussionen sollte damit enden. Wichtig für Bargteheide ist, dass – unabhängig vom Personal – der Betrieb in einem der Aushängeschilder der Kultur im Kreis weitergeht und man wieder einen – eigenen – Weg findet, sich in der gewachsenen und veränderten Kulturlandschaft zu positionieren.

Tierliebe Ist jemand, der statt einer oder zwei gleich mehr als 100 Katzen in einem verwahrlosten Haus hält, besonders tierlieb? Müssen große Hunde in Etagenwohnungen gehalten werden, wenn sie nur einmal am Tag dort rauskommen? Wir schauen mit großen Augen auf die fremde Welt der Tiere in Afrika, Asien, in den Bergen oder den Meeren. Aber genauso wunderbar sind doch unsere heimischen Tiere und auch die Haustiere. Vielleicht fängt Naturschutz nicht erst beim Eisbär in der Arktis oder dem seltenen Frosch im Regenwald an, sondern schon bei der Katze in unseren Haushalten?

Erinnerungskultur Friedrich Bölck – nicht jedem Oldesloer wird dieser Name etwas sagen. Der erfolgreiche Unternehmer hat der Stadt einiges hinterlassen. So die Gebäude in denen sich heute die Theodor-Storm-Schule und das DRK befinden, aber auch den Gänseliesel Brunnen auf dem Marktplatz der Kreisstadt. Und er stiftete die erste elektrische Beleuchtung der Stadt in der Salinenstraße. Gründe genug, sich zu erinnern und seinen alten Grabstein in Bad Oldesloe aufzustellen.

Wunder Die Natur als wunderbar zu begreifen, als schönen Ort, fällt nicht schwer. Besonders dann, wenn man in Tierfilmen heimische oder exotische Tiere sieht. Mit unserer alljährlichen Publikumspreis des Eckernförder Naturfilmfestivals Green Screen (11. bis 15. September) haben wir auch in Bad Oldesloe ein großes Publikum erreicht. Am heutigen Sonnabend heißt es wieder „Film ab“, um 11 Uhr im Oho-Kino in der Kreisstadt. Wer diese Zeilen beim Frühstück liest und es noch bis 11 Uhr schafft, den erwarten drei wunderbare Filme (wir berichteten bereits in den vergangenen 14 Tagen). Vielleicht sehen wir uns im Kino! Der Eintritt ist frei!

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