Bad Oldesloe für ,Kultur-Oscar’ nominiert

Stormarner Tageblatt  01.10.2019

Dass die Kreisstadt sich kulturell stark entwickelt hat, wird auch bundesweit bemerkt und honoriert

Großer Andrang am ersten Tag: Hunderte Besucher erwarteten am 4. September 2016 die erste Öffnung der Kub-Türen.Nie
Großer Andrang am ersten Tag: Hunderte Besucher erwarteten am 4. September 2016 die erste Öffnung der Kub-Türen.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Große Ehre für die Kleinstadt: Bad Oldesloe ist für einen der begehrten europäischen Kulturmarken-Awards nominiert. Die Kulturmarke „Kub“ schaffte es in der Kategorie „Stadtkultur“ in die Shortlist. Neben der Kreisstadt sind noch die Kulturraffinerie K 714 in Monheim und der Krefelder „Perspektivwechsel“ für den Preis nominiert.

Eine 42-köpfige Expertenjury aus Kultur, Wirtschaft und Medien wählte die Nominierten in den unterschiedlichen Kategorien aus. Als Begründung für die Oldesloer Nominierung wurde die „seit über zehn Jahren außergewöhnlich intensive Kulturentwicklung“ angeführt. Die positive Entwicklung der Oldesloer Kulturszene nahm vor rund 14 Jahren Fahrt auf, als sich unter dem damaligen Bürgermeister, Tassilo von Bary, ein Kulturnetzwerk gründete, das schließlich auf einen gemeinsamen Ort für Veranstaltungen, Probe- und Aufführungsräume drängte.

Als bekannt wurde, dass die Möglichkeit bestand, das ehemalige Amtsgericht durch die Stadt umgestalten zu lassen, um dort die Musikschule und die VHS einziehen zu lassen, machten sich vor allem der Förderverein der Musikschule, die damals frisch gegründete Klangstadt-Musikerinitiative und die Oldesloer Bühne dafür stark, diese Räumlichkeiten noch umfassender zu planten. Es folgten unterschiedlichste Planungen und Visionen und ein langwieriger Prozess mit Höhen und Tiefen. Die engagierte Lobbyarbeit der Ehrenamtler im Schulterschluss mit VHS und Musikschule sowie Bürgermeister von Bary zahlte sich im Endeffekt aber aus und auch die Lokalpolitik unterstützte das Unterfangen immer deutlicher.

Das Kub-Projekt wurde durch den extra gegründeten Kub-Ausschuss – in dem Lokalpolitiker, Verwaltung und Kulturschaffende an einem Strang zogen – begleitet und von Kämmerin Mandy Treetzen erfolgreich vorangetrieben. 2015 – ein Jahr vor Eröffnung – kam schließlich Kulturmanagerin Inken Kautter hinzu, die ebenfalls die enge Zusammenarbeit mit den kulturellen Ehrenamtlern suchte. Seitdem hat sich ein vielfältiges Kulturangebot im Kub aber auch mit verschiedenen Außenveranstaltungen wie dem beliebten „Pflasterart-Straßenkunstfestival“ und einem neu aufgestellten Stadtfest entwickelt. „In den vergangenen Jahren wurde hier eine mutige, zeitgemäße Kulturentwicklung jenseits der Metropolen durchgeführt. Ich freue mich darüber, dass dieses herausragende kulturelle Engagement auch bundesweit wahrgenommen und honoriert wird“, so Kautter. Die Preise werden am 7. November verliehen.

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.