Betrachtungen zum Wochenausklang: Kleine Fehler und großes Engagement

Stormarner Tageblatt  19.10.2019

Stormarner Wochenschau

Kleine Fehler und großes Engagement

Auf der Suche nach dem „T“. balzer
Auf der Suche nach dem „T“. balzer

Patrick Niemeier und Susanne Rohde

Buchstabensalat Da musste erst eine Flensburgerin in die Kreisstadt kommen, um zu bemerken, was keinem Oldesloer bisher auffiel: Auf einem Straßenschild fehlt ein „t“! Die Bangert-straße gibt es in der Stadt zwar schon lange, aber das Straßenschild am Sülzberg wohl noch nicht. Jedenfalls fehlte dem Oldesloer Heimatkundler das „T“ am Ende seines Namens – was auf den ersten Blick auch wirklich kaum auffällt. Aber irgendwo muss das kleine „t“ doch geblieben sein – findet unsere Karikaturistin. Vielen Dank an Bärbel Ohlhöft, die das Ganze ins Rollen brachte und dafür sorgte, dass Dr. Friedrich Bangert jetzt wieder seinen vollständigen Namen bekommt, wenn das Straßenschild demnächst ausgetauscht wird.

Charisma In Schleswig-Holstein gibt es aktuell sechs stationäre Hospize mit insgesamt 66 Plätzen. In Bad Oldesloe wird mit dem Hospiz Lebensweg im Sandkamp gerade das 7. gebaut, das im Frühjahr des kommenden Jahres eröffnen soll. Das Hospiz möchte sterbende Menschen und ihre Angehörigen auf dem letzten Lebensweg begleiten, in einem Haus, das ihnen möglichst viele Annehmlichkeiten bietet. Das Hospiz Lebensweg in Stormarn bietet seinen Gästen allen Komfort, den man sich in seinen letzten Lebenstagen nur wünschen kann. Zu verdanken ist dies einer Vision, die die Oldesloerin Sabine Tiedtke vor zehn Jahren entwarf und jetzt mit einem stetig wachsenden Team von ehrenamtlich Aktiven auf vorbildliche Weise umsetzt. Sabine Tiedtke ist es mit viel Charisma, Zielstrebigkeit und Begeisterung gelungen, jede Menge Mitstreiter für ihr Projekt zu finden. So viel Teamgeist wünscht man sich bisweilen auch in der Politik…

Individuelles Fehlverhalten Halten sich immer weniger Bürger an Regeln und Gesetze? Man könnte diesen Eindruck gewinnen. Denn die Beschwerden von Bürgern in verschiedenen Stormarner Städten und Gemeinden darüber, dass sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen, Park- und Durchfahrtsverbote nicht gehalten wird, mehren sich. Doch was sollen Politik und Verwaltung machen? Natürlich helfen Kontrollen temporär. Aber welches Personal soll diese durchführen? Vielleicht muss man eher die Ursachen für diese gesellschaftliche Entwicklung finden und es schaffen, ein Bewusstsein für mehr Rücksichtnahme zu schaffen.

Weihnachtsfrust Die Oldesloer und ihr Weihnachtsmarkt – es ist eine unendliche Geschichte. Wenige Jahre gab es den kulinarischen Weihnachtsmarkt auf der Hude – er wurde eingestellt, weil er sich weder bei den Beteiligten noch bei den Kunden etablieren konnte. Dem Wunsch nach einem kommerziellen Markt war schließlich 2017 und 2019 Sebastian Hagen nachgekommen, der ihn in der Mühlenstraße mit viel Engagement realisierte. Unrealistische Erwartungshaltungen, schlechtes Wetter und schlecht besuchte Aktionen beendeten dieses Kapitel. Vor dem Kub sollte nun alles besser werden. Wichtig sollte der Lokalfaktor sein. Doch kaum ein lokaler Gastronom oder Gewerbetreibender hatte Lust, einen Stand zu betreiben. Und so zog sich die Veranstalterin zurück. Zu lang seien vier Wochen und zu groß die Skepsis vor Ort. Vielleicht reicht ja einfach der liebevolle, kleine Markt am Mühlrad, der sich etabliert hat.

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