Pharma-Firma Aspen setzt auf Bad Oldesloe

Lübecker Nachrichten   24.10.2019

Der Arzneimittelhersteller stärkt seinen Standort in Stormarn und will kräftig investieren – Das freut auch Ministerpräsident Daniel Günther

Bad Oldesloe. Gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Bad Oldesloe: Mit der Firma Aspen hat am Mittwoch einer der größten Arbeitgeber der Kreisstadt ein klares Treuebekenntnis abgegeben. Der südafrikanische Arzneimittelhersteller will seinen Standort in Bad Oldesloe stärken und kräftig investieren. Das wurde anlässlich eines Besuchs des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) bekannt.

„Über die nächsten Jahre wird die Produktionskapazität kontinuierlich ausgebaut“, sagten die beiden Werksleiter Andrea Bretschneider und Dirk Rasenack. Seit dem  Unternehmensübergang von Glaxo Smith Kline zu Aspen vor fast genau zehn Jahren seien bis Juni 2019 rund 40 Millionen Euro in Maschinen-Ersatz und Kapazitätserweiterung in der Produktion investiert worden.

„In diesem und im nächsten Jahr werden wir zusätzlich 15 Millionen Euro investieren, um die Produktionskapazität zu erweitern“, so Andrea Bretschneider weiter. „Es werden weitere Produkte in den kommenden zwei Jahren in das Oldesloer Werk transferiert, was eine positive Perspektive für den Standort bedeutet.“ Im weltweiten Distributions- und Produktionsnetz spiele Bad Oldesloe eine bedeutende strategische Rolle, ergänzte Dirk Rasenack.

Derzeit werden am Standort jährlich etwa 53 Millionen Packungen hergestellt, in drei Jahren sollen es 60 Millionen sein. Auch weitere Mitarbeiter sollen eingestellt werden. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. „Aspen schreitet somit mit modernsten Technologien im Werk Bad Oldesloe voran und bereitet sich auf die Zukunft vor“, sagte Geschäftsführer Jean-Charles Rousset.

Seit 1973 befindet sich der deutsche Produktionsstandort des Unternehmens – damals noch als Glaxo Wellcome – in Bad Oldesloe. Das Spektrum der im Werk hergestellten Arzneimittel umfasst die verschiedensten Darreichungsformen: von Tabletten über Flüssigkeiten, Cremes und Salben bis zu aseptischen Lösungen.

Insgesamt werden über 1000 Packungsvarianten hergestellt. Mit einer Jahresproduktion von ca. zwei Milliarden Tabletten ist das Werk in Bad Oldesloe einer der größten Hersteller in Norddeutschland. Aspen Bad Oldesloe hat derzeit 430 Mitarbeiter und beliefert 170 Kunden in 130 Ländern weltweit.

Die Erweiterung der Produktion ist auch eine gute Nachricht in der derzeitigen Debatte um akute Lieferengpässe nicht nur in Deutschland. Dazu Bretschneider und Rasenack: „Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Versorgung mit allen Medikamenten, die wir herstellen, zu gewährleisten. Wir verfügen über eine gewisse Produktionskapazität, um als Lohnhersteller Medikamente auch für andere Unternehmen herzustellen, die in Deutschland nur begrenzt verfügbar sind.“

Bei seiner Werksbesichtigung würdigte Ministerpräsident Daniel Günther das Unternehmen. „Neben den wirtschaftlichen Aspekten wird bei Aspen viel Wert auf Innovationen im Umweltbereich sowie auf das Engagement in den Bereichen Personal und Gesellschaft gelegt. Auch das macht den Erfolg am Standort Bad Oldesloe aus“, sagte er.

„Als Unternehmen ausgezeichnet mit dem IHK-Ausbildungsaward, legt Aspen sehr viel Wert darauf, eigene Fachkräfte beginnend von der Ausbildung intern zu qualifizieren“, so Personalleiterin Susanne Blaue. „Aktuell haben wir 14 Auszubildende in verschiedenen Fachrichtungen. Die Auswahl für die Besetzung der weiteren fünf Ausbildungsplätze in 2020 läuft bereits. Wir freuen uns aber auf weitere zahlreiche Bewerbungen von interessierten Schülerinnen und Schülern.“

 

Das macht er mit links: Daniel Günther beim Eintrag ins Gästebuch des Unternehmens.   foto: Carstens

70 Standorte weltweit

Aspen Bad Oldesloe gehört zur Aspen-Gruppe, die mit mehr als 10 000 Mitarbeitern an 70 Standorten in 52 Ländern in der Welt vertreten ist. Der Umsatz lag zuletzt bei 2,5 Milliarden Euro.
Hergestellt werden in Bad Oldesloe unter anderem Hormone, Herzglykoside, Blutdruck senkende Mittel, Anti-Asthmatika, Arzneimittel gegen Parkinson-Erkrankung oder auch Corti- costeroide.
Zu den Marken gehören unter anderem Lanoxin, Septrin, Oradexon, Ventolin, Actifed, Calpol, Lanoxin, Zovirax oder auch Eltroxin.

Infos: www.aspenpharma.com

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.