Jugendliche sind bereit, sofort loszulegen

Stormarner Tageblatt  01.11.2019

Kandidaten für den Oldesloer Kinder- und Jugendbeirat treten überzeugend auf

Sind bereit, gemeinsam  Ideen zu entwickeln und Probleme anzupacken: Najat Tabakh (l.), Michael Nienstedt, Lennart Hamelberg, Frederike Wrohn und Dorentina Jahiri.Niemeier
Sind bereit, gemeinsam Ideen zu entwickeln und Probleme anzupacken: Najat Tabakh (l.), Michael Nienstedt, Lennart Hamelberg, Frederike Wrohn und Dorentina Jahiri.Niemeier

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Selbstbewusst und entschlossen – so präsentieren sich fünf der sieben Jugendlichen, die sich gemeinsam schon bald „Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Bad Oldesloe“ nennen wollen. Eigentlich müssten sie zu neunt sein, und eigentlich sollte es eine Wahl geben, in der junge Bewohner der Stadt ihre Vertreter selbst bestimmen. Da lediglich sieben jungen Menschen sich interessiert zeigten, es aber neun Plätze zu besetzen gilt, war die Wahl des „Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Bad Oldesloe“ abgesagt worden (wir berichteten).

Trotz des offenbar geringen Interesses an der Wahl könnte ein Beirat als Stimme junger Menschen in der Kreisstadt Gehör finden, sofern in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die sieben Kandidatinnen und Kandidaten per Abstimmung als neuer Beirat bestätigt werden. Das gilt als sehr wahrscheinlich.

Die fünf jungen Bewerber (und Bewerberinnnen) die sich jetzt im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss vorstellten, hinterließen den Eindruck, dass es ihnen ernst ist, mit dem Engagement für ihre Generation und für die Kreisstadt. „Ich möchte dafür sorgen, dass der Beirat unter den Jugendlichen bekannter wird und zeigen, was man erreichen kann“, sagt Kandidat Michael Nienstedt.

„Wir wollen uns aufteilen, wer in welche Ausschüsse geht, wer sich mit welchen Themen auseinandersetzt. Ich interessiere mich zum Beispiel für den BSKA“, sagt Lennart Hamelberg, der sich genau wie die anderen souverän vor den Lokalpolitikern im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss (BSKA) präsentierte.

Frederike Wrohn ist vielen in Stormarn bekannt als Sprecherin der Oldesloer „Fridays for future“ Bewegung. Sie möchte sich genau in diesem Bereich im Beirat noch stärker einbringen. „Ich sehe in unserer Stadt noch sehr viel ungenutztes Potenzial was Klima- und Umweltschutz angeht“, sagt sie.

Najat Tabakh war bereits im aktuellen Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Bad Oldesloe“ mit dabei und möchte sich gern noch stärker engagieren. Dorentina Jahiri hofft, dass sie dazu beitragen kann, dass sich noch mehr Jugendliche trauen, ihre Themen einzubringen.

„In der Zeitung konnte man ja lesen, dass sich frührere Beiratsmitglieder von der Lokalpolitik nicht genug eingebunden fühlten. Ich kann nur dazu einladen, in die Ausschüsse zu kommen und Anträge zu stellen“, nahm Martin Nirsberger (CDU), Vorsitzender des BSKA, Bezug auf den Tageblatt-Artikel zur abgesagten Wahl. Und Cornelia Steinert (Linke) meint. „Ausschüsse besuchen reicht nicht. Hier ist auch viel nur Fassade. Trefft euch mit uns auf einen Kaffee. Sprecht mit uns ganz persönlich. Ich glaube, das kann ich für alle Fraktionen sagen.“

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