Oldesloer Hochhäuser: Stadt regt Abriss an

Lübecker Nachrichten   06.11.2019

Ein Neubau hätte aber wohl deutlich höhere Mieten zur Folge

Schon von Weitem zu sehen: Eines der beiden zwölfgeschossigen Hochhäuser in der Straße Hölk.Foto: CARSTENS

Bad Oldesloe. Der Oldesloer Bürgermeister Jörg Lembke hat Gespräche mit der Immobilienfirma Adler Wohnen GmbH aufgenommen, um über die Zukunft der beiden Hochhäuser im Hölk und Poggenbreeden nachzudenken. Der Eigentümer hat rund 750 000 Euro in Instandsetzungen investiert, eine umfassende Sanierung würde aber Millionen verschlingen.

„In Abstimmung mit der dortigen Quartiersmanagerin habe ich einen Abriss und Neubau der beiden Häuser angeregt“, sagte Lembke am Montag im Wirtschafts- und Planungsausschuss der Stadt. „Dadurch könnten wir die Wohnqualität an dem Standort erhöhen.“ Alle Beteiligten hätten positiv reagiert. Konkrete Pläne gebe es momentan aber nicht.

Die Hochhäuser wurden in den 1970er Jahren gebaut und sorgen immer wieder für Probleme. Mieter beschweren sich regelmäßig über die Zustände, aber auch der Vermieter klagt über hohe Außenstände. Die meisten Mieter sind keine Selbstzahler und bringen die Miete aus eigener Kraft auf, sondern leben von Sozialleistungen. Nur acht der 200 Wohnungen stünden derzeit leer, so der Bürgermeister.

Ein Neubau dürfe natürlich nicht zu Lasten der Mieter gehen, so Lembke. Genau das befürchten aber die Stadtpolitiker. „Die Mieten würden steigen“, ist Jens Wieck (CDU) überzeugt. „Wenn eine Alleinerziehende statt sechs plötzlich zehn Euro pro Quadratmeter zahlen muss, kann sie sich die Wohnung nicht mehr leisten.“

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