Der Weihnachtsmarkt-Kompromiss

Stormarner Tageblatt  16.11.2019

Der Weihnachtsmarkt-Kompromiss

Der Markt soll vor dem Kub stehen .Niemeier
Der Markt soll vor dem Kub stehen .Niemeier

Bad Oldesloe „Es ist viel besser, als gar keinen Weihnachtsmarkt in der Stadt zu haben“, sagt Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke über das, was vom 28. November bis 24. Dezember vor dem Kultur- und Bildungszentrum als neuer Anlauf für den Oldesloer Weihnachtsmarkt laufen soll.

Nach der ersten Ausschreibung hatte sich eine Veranstalterin gefunden, die allerdings feststellen musste, dass vor allem lokale Gastronomen und Anbieter nicht wirklich mit im Boot waren. Daher zog sie sich zurück. Die erneute Ausschreibung brachte keinen Erfolg. Am Ende einigte man sich auf „Happy Hollywood e.K.“ aus Hamburg. „Sie erfüllen zwar die Ausschreibungskriterien nicht, kamen aber näher ran, als zwei andere Agenturen, die ebenfalls ihr Interesse bekundet hatten“, so Kulturchefin Inken Kautter.

Auch Lembke setzte sich stark dafür ein, eine Lösung zu finden, um dem Wunsch vieler Oldesloer nachzukommen, auch wenn man deutliche Abstriche machen musste. Das Projekt wird außerdem erstmalig mit 5000 Euro Steuergeldern aus dem Budget der Stadt unterstützt.

Unter dem Motto „Bad Oldesloer Weihnachtszauber 2019“ werden nun vier bis fünf Pagodenzelte und ein Biergarten vor dem Kub stehen und für „weihnachtliche Atmosphäre“ sorgen. „Es soll täglich ab 17 Uhr Livemusik geben.Ich denke, dass das gut wird“, so Anna Ploog vom städtischen Veranstaltungsmanagement.

Eine lokale Eventagentur zeigt sich über die Entscheidung sehr enttäuscht. Dass das Lokalkolorit gar keine Rolle mehr spiele und sie auch ihre traditionelle Punschbude nicht an einer anderen Stelle in der Stadt aufbauen könne, sei „eine Erkenntnis, die dazu führt, dass man sich nicht gerade von der Stadt als lokaler Anbieter unterstützt fühlt“, heißt es aus der Agentur. nie

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