Keine Einigung in Sachen Schulsozialarbeit

Stormarner Tageblatt  20.12.2019

Keine Einigung in Sachen Schulsozialarbeit

Bad Oldesloe Viel Geld aus dem Bad Oldesloer Haushalt fließt in die Schulsozialarbeit, die zahlreiche Lokalpolitiker allerdings gar nicht als kommunale sondern als Landesaufgabe sehen. Nun hatten die Ida-Ehre-Schule und die Theodor-Mommsen-Schule weiteren Bedarf angemeldet. Nur die Grünen beantragten, dem Wunsch zu entsprechen und jeweils einen weiteren Schulsozialarbeiter einzustellen. Sie erhielten keine Mehrheit. Die FBO hätte jeweils eine halbe Stelle genehmigt. Dafür wolle man auf die Erhöhung der Entschädigungen für Lokalpolitiker verzichten, sowie auf ein Schleswig-Holstein-Musikfestival (SHMF) Konzert und das geplante Streaming-Portal der Stadtbücherei. Bei der CDU hätte man eine Stelle gemeinsam für beide Schulen akzeptiert, dafür auf die Punkte wie die FBO verzichtet, nur den Verzicht auf Entschädigungserhöhung durch eine Erhöhung der Grundsteuer ersetzt. Auch hierfür gab es jeweils keine Mehrheiten. Die FDP wollte nicht einfach auf bereits gefasste Beschlüsse für das kulturelle Leben wie das Streamingportal oder ein SHMF-Konzert verzichten. Stattdessen solle man vielleicht erstmal Richt- und Leitlinien für die Schulsozialarbeit erarbeiten lassen, die klären worin die Aufgaben bestehen. Denn die gebe es bisher nicht. Was Anita Klahn (FDP) „relativ absurd“ findet. Die Mehrheit war gegen ihren Vorschlag. Wolfgang Schmidt (FW) und Hendrik Holtz (Die Linke) warfen Anita Klahn vor, nur über Finanzen aber nicht über Inhalte zu diskutieren. „Wenn es keine Argumente mehr gibt, kommen von Ihnen nur Diffamierungen“, so Klahn. Beschlossen wurde nur, dass der Bürgermeister eine Resolution entwerfen soll, die das Land auffordert, die Kosten für die Schulsozialarbeit voll zu übernehmen. nie

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