Neue Sohlgleite kommt

Stormarner Tageblatt  31.12.2019

Zusammenfluss von Beste und Trave soll auch für kleinere Wassertiere passierbar werden

Ab ungefähr April 2020 wird dieser Bereich in Bad Oldesloe  zur Baustelle.Nie
Ab ungefähr April 2020 wird dieser Bereich in Bad Oldesloe zur Baustelle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Dort, wo die Beste und die Trave hinter der Oldesloer Hude und dem Heiligengeist zusammenfließen, haben viele Wassertiere bisher ein Problem: Sie kommen an der Sohlschwelle nicht weiter.

Das soll sich im Jahr 2020 ändern. Die Sohlschwelle von 50 Zentimetern soll so verändert werden, dass sie in eine Sohlgleite verwandelt wird. Das hilft den Tieren beim Passieren des Zusammenflusses. Das Prinzip ist ähnlich wie am Pferdemarkt, wo man 2001 bereits eine solche Sohlschwelle in eine Art Rampe verwandelte. Extra eingelassene Steine sorgen dann dafür, dass die Strömung gebremst wird und dadurch auch die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringert wird. Das ermöglicht es dann auch kleineren Schwimmern, das Hindernis zu passieren. „Jetzt steht da noch so mancher Fisch und kommt nicht weiter“, sagte Bürgermeister Jörg Lembke.

In der Planungsphase gab es auch einen Ortstermin mit Anwohnern, die sich sorgen machten, dass es zu ständigen Überschwemmungen oder einer Unterspülung ihrer Häuser oder Absackungen kommen könnte. Diese Sorgen konnten so weit zerstreut werden, dass man bisher davon ausgeht, dass mit dem Bau im Jahr 2020 wie geplant begonnen werden kann. Die Maßnahme wird ungefähr 600.000 Euro kosten, gab der Verwaltungschef bekannt. Diese Kosten seien aber zum allergrößten Teil durch Fördermittelgeber abgedeckt.

Allerdings müssen sich die Oldesloer auf eine ungefähr sechsmonatige Bauphase einstellen. Dafür wird eine Baustraße am alten Friedhof entlang eingerichtet werden, die auch entsprechend abgesichert wird. Ein kleines Grundstück wurde erworben, um überhaupt Zugang zu dem Bereich zu bekommen. In dieser Zeit wird auch der Aufenthaltsbereich direkt am Ufer gesperrt werden, der mehrfach als nächtlicher Treffpunkt von Jugendlichen in der Kritik stand. „Da werden wir dann auch danach schauen, wie wir den Bereich passend umgestalten und aufwerten“, so Bürgermeister Lembke.

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.