Betrachtungen zum Wochenausklang: Von guten Vorsätzen

Stormarner Tageblatt  04.01.2020

Stormarner Wochenschau

Von guten Vorsätzen

Megi Balzer
Megi Balzer

Cordula Poggensee und Stephan Poost

Vorschau Das Jahr ist noch ganz neu – ein unbeschriebenes Blatt, wie es unsere Karikaturistin sieht – die guten Vorsätze sind es auch. So will der Kreis den ÖPNV weiter stärken, das Radwegenetz weiter sanieren und das Klimaschutzkonzept fortschreiben. Zudem kommt die Wertstofftonne und auf dem Weg zu einem neuen Rettungszentrum und einer neuen Rettungsleitstelle will der Kreis wichtige Schritte gehen. Auch in der Kreisstadt will man sich um die Busse kümmern und die Taktzeiten verdichten und weitere Schulen sanieren. Zudem wird die „Kultur für ältere Erwachsene“ – gemeint sind wohl Senioren – intensiviert. In Großhansdorf soll die Doppik in der Verwaltung eingeführt werden, ein Kunstrasenplatz wird saniert und auch in die Schulen wird investiert. Und Bargteheide feiert in diesem Jahr „50 Jahre Stadtrechte“.

In Ahrensburg ist die „To-Do-Liste“ für 2020 extrem lang. So sollen unter anderem die Planungen für die Bebauung der Alten Reitbahn, der Bau der Bahnlinie S 4 und auch der Neubau des Badlantics weiter konkretisiert werden. Endlich losgehen soll es hingegen im denkmalgeschützten Rathaus – nach mehr als einem Jahr Verzögerung. Die insgesamt zehn Millionen Euro teure Grundsanierung soll – so ist zumindest avisiert – Ende 2022 fertig sein. Das Schicksal des Stormarnplatzes hat in der jüngsten Vergangenheit bereits zahlreiche Gemüter erhitzt – in 2020 soll nun endlich eine Entscheidung darüber fallen, ob auf der Grünfläche hinter dem Rathaus eine Tiefgarage oder ein Parkhaus entstehen soll. Die angedachten provisorischen Stellplätze könnten dort in jedem Fall bereits Ende des Jahres entstehen. Und auch beim Wohnungsbau gibt es konkrete Vorhaben. So sollen im Sommer die Bauarbeiten auf dem ehemaligen VW-Gelände an der Hamburger Straße beginnen, wo insgesamt 106 Zwei- bis Vier-Zimmer Wohnungen – darunter 32 Sozialwohnungen – sowie eine Tiefgarage mit 82 Stellplätzen Mitte 2022 bezugsfertig sein sollen.

In Trittau will die Gemeinde die Sanierung der Großenseer Straße abschließen und die der maroden Otto-Hahn-Straße angehen. Außerdem soll die Tartanbahn im Sportzentrum saniert und ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr angeschafft werden. Schauen wir mal, was von den guten Vorsätzen am Ende übrig bleibt.

Kostenfrage Keine zusätzlichen Kosten, verspricht die AWSH bei Einführung der neuen Wertstofftonnen. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen, wenn mehr Wertstoff anfällt als Platz in der Tonne ist, hat man das Nachsehen. Hier wäre es flexibler, weiterhin den gelben Sack anzubieten, den könnte man – so wie auch jetzt schon – einfach dazustellen. Zumal die Kosten für Verpackungen ja bereits durch Lizenzgebühren für den grünen Punkt abgegolten sind. Und diese Kosten zahlt jeder Kunde sowieso.

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