Neuer Ehrenamtspreis

Stormarner Tageblatt  09.01.2020

Oldesloer Politiker wollen Ehrenamtler der Stadt stärker würdigen und erschaffen Veranstaltung

Setzt sich für Ehrenamtler ein: Hildegard Pontow.Nie
Setzt sich für Ehrenamtler ein: Hildegard Pontow.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Das Ehrenamt ist wichtig für die demokratische Gesellschaft und ohne Ehrenamtler würde es den Großteil des kulturellen und sportlichen Angebots auch in Stormarner Städten nicht geben. Auch die Betreuung von Flüchtlingen, Integration und gesellschaftliches Zusammenleben würden nicht so funktionieren, wie bisher. Mal ganz zu schweigen von Sanitätern, Feuerwehr und DLRG.

In Bad Oldesloe werden aktuell Ehrenamtler in vielen Bereichen finanziell durch Fördergelder unterstützt. Sie werden auch häufig in Reden hervorgehoben, aber eine Veranstaltung, die sich nur um sie dreht, gibt es bisher nicht. Im Rahmen des Neujahrsempfangs wird allerdings jedes Jahr ein Ehrenamtler mit dem silbernen Schlüssel der Stadt geehrt. Zumeist ist diese Auszeichnung aber etwas wie eine Anerkennung für das bisher schon geleistete Lebenswerk. Einigen Lokalpolitikern und auch Bürgerworthalterin Hildegard Pontow ist das schon seit einiger Zeit zu wenig. Pontow hatte daher bei Amtsantritt 2018 bereits angekündigt, dass sie sich einen neuen Ehrenamtspreis und eine Ehrenamtsmesse für Bad Oldesloe wünsche.

Eigentlich sollte diese dann schon Ende 2019 stattfinden. „Es hat etwas länger gedauert, bis wir uns dann politisch einig waren und das alles fertig diskutiert war“, erklärte Pontow. „Dadurch haben wir es dann im Endeffekt doch nicht mehr geschafft, diesen neuen Preis und die Messe noch 2019 durchzuführen“, so die Bürgerworthalterin weiter. Mit der letzten Stadtverordnetenversammlung des gerade abgelaufenen Jahres kam dann allerdings Schwung in die Sache und so soll es nun schon bald einen ersten Termin geben. „Da wird es im Frühjahr Neuigkeiten geben“, versprach Pontow.

Die Messe, auf der sich ehrenamtliche Vereine und Organisationen der Stadt präsentieren können und der neue Preis sollen 15.000 Euro kosten. Davon sind 7000 Euro für die Messe und 8000 Euro für die Preisverleihung eingeplant. Der Preis soll in den Kategorien Kultur, Sport und Gesellschaft verliehen werden. Es kann aber auch zusätzliche Kategorien geben oder eine Kategorie entfallen, wenn es nicht genügend oder nur ungeeignete Bewerber gibt. In einer Sonderkategorie sollen Einzelpersonen geehrt werden, die sich besonders für das Gemeinwohl der Stadt einsetzen und das unentgeltlich. Pro Kategorie soll es 500 Euro Preisgeld geben.

FDP und FBO kritisierten die Kosten des neuen Preises als für zu teuer. Drei FBO-Stadtverordnete, die FDP-Fraktion und zwei SPD-Abgeordnete stimmten daher im Endeffekt gegen den Preis. 26 Stadtverordnete dafür, so dass laut Pontow die Vorbereitungen nun mit rund einem Jahr Verspätung starten können.

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