Wenn alte Bäume zur Stolperfalle werden

Stormarner Tageblatt  30.01.2020

Im Wolkenweher Weg sollen Bäume gefällt werden / Bürger sehen auch Gefahren in der Salinenstraße

Hier gibt es in der Salinenstraße quasi keinen FußwegNieHier gibt es in der Salinenstraße quasi keinen FußwegNie

 
Die Wurzeln der  Bäume haben im Wolkenweher Weg zum Teil die Fußwege arg in Mitleidenschaft gezogen.NieDie Wurzeln der Bäume haben im Wolkenweher Weg zum Teil die Fußwege arg in Mitleidenschaft gezogen.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Baumschutz oder Verkehrssicherheit? Diese Frage stellt sich seit einiger Zeit im Wolkenweher Weg. Damit Bürger nicht verwundert sind, wenn nun die Motorsägen und Äxte im Einsatz sind, hat Bürgermeister Jörg Lembke mitgeteilt, dass kurzfristig etwa ein Drittel der Bäume auf einer Straßenseite des Wolkenweher Wegs gefällt werden müssen.

„Da das auch nur noch bis Ende Februar geschehen darf, werden wir zeitnah loslegen“, so der Bad Oldesloer Verwaltungschef. Es sei immer bedauerlich, wenn ein Baum entnommen werden müsse. In den vorliegenden Fällen seien die Fußwege jedoch so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass sie zu echten Stolperfallen geworden sind. „Wir planen elf oder zwölf Bäume zu fällen“, so der Bürgermeister. Im nächsten Jahr solle dann die sogenannte grundhafte Sanierung des Wolkenweher Wegs erfolgen. „Wir wissen, dass das einigen Bürgern gar nicht gefallen wird. Aber es handelt sich eindeutig um eine Maßnahme der Gefahrenabwehr“, argumentiert Lembke. Es sei nämlich schon schon zu Stürzen gekommen. Das sei nicht weiter zu verantworten.

Während im Wolkenweher Weg feststehe, dass Bäume gefällt werden, ist das in der Salinenstraße nicht beschlossene Sache. Das rief Burkhard von Hennigs, viele Jahre Kreisbaudirektor, auf den Plan. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung schilderte er die aus seiner Sicht nicht mehr gesetzeskonforme, gefährliche Situation in der Salinenstraße. „Zum Teil sind die Fußwege dort null Meter breit, also nicht existent“, so von Hennigs. An anderen Stellen seien es nur fünfzig Zentimeter, wie der er selbst nachgemessen habe.

„Ich fordere Sie auf, diesen nicht Zustand zu beheben und entsprechend Bäume zu fällen“, so von Hennigs. „Der Fußweg muss 1,50 Meter breit sein“, so Burkhard von Hennigs. „Im Zweifel wird man dann dort auch Enteignungen vornehmen müssen“, so von Hennigs weiter. „Enteignungen sind immer das letzte Mittel. Wir werden uns die Situation anschauen. Es benötigt dann natürlich auch die entsprechenden politischen Beschlüsse“, so Bürgermeister Jörg Lembke.

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