Bürgermeister hält am „Weihnachtszauber“ fest

Stormarner Tageblatt  04.02.2020

Jörg Lembke spricht sich für Neuauflage des Events vor dem Kub aus / Veranstalter steht noch nicht fest

Die erste Version des „Weihnachtszaubers“ punktete vor allem mit der Dekoration  vor dem Kub. Das Bühnenprogramm (kleines Foto) wurde kaum wahrgenommen, weil es vom Veranstalter nicht konkret beworben wurde und zum Großteil auch aus externen, unbekannten Musikern bestand. Nie
Die erste Version des „Weihnachtszaubers“ punktete vor allem mit der Dekoration vor dem Kub. Das Bühnenprogramm (kleines Foto) wurde kaum wahrgenommen, weil es vom Veranstalter nicht konkret beworben wurde und zum Großteil auch aus externen, unbekannten Musikern bestand. Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Noch ist es eine ganze Weile hin, doch die Entscheidung darüber, ob es 2020 wieder einen kleinen „Weihnachtszauber“ vor dem Kultur- und Bildungszentrum geben soll, ist aus Sicht der Verwaltung bereits gefallen.

„Der Veranstalter war durchaus zufrieden. Natürlich muss man da einige Dinge ändern. Aber generell scheint mir der Standort gut und für das Angebot an sich gab es positive Rückmeldungen“, so Bürgermeister Jörg Lembke. Das freue ihn. Tatsächlich lobten viele Passanten die Dekoration und dass es überhaupt ein paar Buden in der vorweihnachtlichen Innenstadt gab.

Viele Bürger konnte der „Weihnachtszauber“ allerdings insgesamt nicht überzeugen. Auch einzelne Standbetreiber waren unzufrieden. Das lag zum Beispiel daran, dass Öffnungszeiten falsch gewählt waren, so dass die Mittagszeit verpasst wurde. „Das habe ich nicht verstanden, dass man sich das Geschäft hat entgehen lassen“, sagt auch Lembke. Mitarbeiter von Läden und Dienstleistern in der Innenstadt zeigten sich verwundert, als sie auf der Suche nach Snacks geschlossene Buden vorfanden. In der Folge öffneten frustrierte Standbetreiber – die nachmittags kein Geschäft machten – noch später oder zeitweise unter der Woche gar nicht mehr. Das ergab natürlich ein oft tristes Gesamtbild. „Das ist ein Punkt, den man ändern muss. Ein Veranstalter muss vielleicht erstmal die lokalen Gegebenheiten besser kennen“, so der Bürgermeister: „Auch die Gesamtdauer des Marktes könne man nochmal diskutieren.“

Zu den örtlichen Besonderheiten gehört es, dass am 24. Dezember ein Punschtreffen ehemaliger Oldesloer Schüler stattfindet. Das war dem Veranstalter nicht bewusst, der während dieses Treffens bereits mit dem Abbau startete. Große Kritik gab es am schlecht geplanten und zu keinem Zeitpunkt beworbenen Bühnen- und Rahmenprogramm. Zu den vor allem externen, unbekannten Musikern und DJs gab es keine Informationen, so dass fast alle Auftritte vor wenigen Zuschauern stattfanden.

Veranstalterrolle noch nicht geklärt

Im Vorwege hatte es Diskussionen gegeben, weshalb kein lokaler Anbieter ausgesucht worden sei. Benjamin Rodloff (LED Events/BR Management) hatte jahrelang eine beliebte Punschbude in der Fußgängerzone betrieben. Das wurde dem Oldesloer 2019 verwehrt. Die Wirtschaftsvereinigung und Rodloff kritisierten die Stadt und das Veranstaltungsmanagement dafür deutlich. „Ich habe mit Herrn Rodloff geredet und einige Dinge besprechen können. Er kann sich natürlich für die Ausrichtung 2020 auch bewerben“, so Lembke.

Denn die Veranstalterrolle für dieses Jahr ist noch nicht geklärt und soll ausgeschrieben werden. Allerdings kann der Faktor Regionalität aus Gründen der Gleichbehandlung und des Vergaberechts nicht entscheidend sein. Lembke: „Bevor es Verwechslungen gibt. Das betrifft nicht den Weihnachtsmarkt am Mühlrad des WIR-Vereins, der wieder sehr gelungen und erfolgreich war.“

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