Betrachtungen zum Wochenausklang: Vom Fliegen, Fahren und Feiern

Stormarner Tageblatt  08.02.2020

Stormarner Wochenschau

Vom Fliegen, Fahren und Feiern

Dirk Gusick und Stephan Poost

Übungsflug „Kiss & go“-Zonen möchte jetzt die Stadt Bad Oldesloe vor einigen Schulen einrichten. Damit der Weg zur Schule, der nach Meinung vieler Eltern ohne Auto in der Stadt überhaupt nicht zu bewältigen ist, nicht im Chaos vor den Schulen mündet – sondern im Chaos 200 Meter davor. Nicht weit genug gedacht, meint die Redaktion. Unsere Zeichnerin hat schon mal skizziert, wie so ein Szenario in der Zukunft aussehen kann. Per Drohne kommen die Kids dann in die Schule. Mama und Papa müssen dafür nur noch den „Elternflugschein“ machen und brauchen dann auch nicht mehr den SUV anwerfen, sondern es geht klimaneutral zum Lernen, nicht nur am Freitag…

Schwarz auf weiß Seit Jahren fordert Lasbek für den Ortskern von Lasbek-Dorf eine Verkehrsberuhigung mit Tempo 30 oder einen sicheren Überweg über die Landesstraße 90, sprich einen Zebrastreifen. Diese Forderung wurde von den Genehmigungsbehörden bisher immer wieder abgelehnt. Begründung: Zu geringer Fahrzeugverkehr und zu wenig Kinder und Erwachsene, die die Straße überqueren wollen. Zumindest für den Fahrzeugverkehr gibt es nun entsprechende Zahlen. Im Schnitt fahren dort täglich rund 3600 Fahrzeuge durch den Ort. Samstags, sonntags und nachts, wo wenig Verkehr herrscht, mit einberechnet. Bei einer Langzeitmessung stellte sich heraus, dass 58 Prozent der Fahrzeuge schneller als Tempo 50 unterwegs waren. Selbst in den kurvigen Bereichen in der Ortsmitte. Anwohner haben dort zudem Probleme, wegen der Raserei mit ihren Autos von den Grundstücken auf die Straße zu fahren. Bisher gab es dort bei Unfällen „nur“ Blechschäden. Es ist allerdings eine Frage der Zeit, bis dort auch Menschen zu Schaden kommen. Das darf aber nicht passieren. Es sollte deshalb seitens der Behörden jetzt schnell gehandelt werden, um die Situation zu entschärfen.

Zauberhaft Jörg Lembke, Bürgermeister der Kreisstadt Bad Oldesloe, ist ein Fan von Weihnachtsmärkten. Begeistert war er vom unstrittigen Weihnachtsmarkt am Mühlrad, veranstaltet vom WIR-Verein. Aber auch am „Weihnachtszauber“ vor dem Kub will der Verwaltungschef 2020 festhalten. Eine Veranstaltung, die im Dezember 2019 nicht wirklich überzeugen konnte. Budenbetreiber, die nicht öffneten, ein Bühnenprogramm, das nicht beworben wurde und ein Standort, der nicht von jedem Stadtbesucher zwangsläufig zu erreichen war. Einzig die Dekoration fand Anklang bei den wenigen Besuchern. Apropos, weniger ist mehr, so sagt der Volksmund. Das gilt sicher nicht für die Anzahl der Weihnachtsmarktbesucher, aber sicherlich für die Zahl der Weihnachtsmärkte. Einen Markt richtig machen, mit allen Protagonisten in einem Boot, das wär’s doch.

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