Schulen für Amokfall unzureichend gerüstet

Stormarner Tageblatt  13.02.2020

Schulen für Amokfall unzureichend gerüstet

Bad Oldesloe Elternsprecher der Oldesloer Theodor-Mommsen- und Theodor-Storm Schule zeigten sich besorgt über fehlende akustische Alarmeinrichtungen in den Klassenräumen der beiden Bildungseinrichtungen.

2018 hatte es einen Amokalarm an der TMS gegeben, der sich zum Glück im Endeffekt als Fehlalarmierung entpuppte. Trotzdem warf der Vorfall Fragen auf, inwieweit Oldesloer Schulen für einen echten Amoklauf gerüstet sind.

Bürgermeister Jörg Lembke versprach Verbesserungen. Zum Teil sind diese bereits erfolgt oder werden installiert. So zum Beispiel Türknäufe, die sich nur von innen öffnen lassen und Sichtschutz an Fensterscheiben im Erdgeschoss, der es vermeintlichen Schützen erschweren würde, Personen in den Räumen auszumachen.

„Wir möchten als Eltern gerne wissen, warum andere Schulen ein akustisches Warnsystem haben und die TMS nicht, und ob es möglich ist, dass so etwas bald nachgerüstet wird“, so Sabine Braasch aus dem Elternbeirat der TMS. Feueralarme seien keine Alternative und erhöhten die Gefahr nur, wenn alle ins Freie rennen. „Warum es so ist, kann ich nicht beantworten. Theoretisch ist so ein Alarm möglich, aber wegen Personalknappheit im Bauamt und anderer Projekte mit höherer Priorität wird das in absehbarer Zeit sicher nichts werden“, so Bürgermeister Lembke. Er verstehe die Sorge und sehe den Mangel, schließlich sei er selbst Vater eines der Schüler. Ändern könne er es aber nicht.

Ein Elternvertreter der TSS fragte, ob nicht einige Alarmsäulen eine schnell nachzurüstende Alternative seien. „Das wäre eine Möglichkeit, aber das ist nicht im Haushalt vorgesehen und wir haben die personellen Kapazitäten nicht. Das ist bedauerlich, aber ich kann es nicht ändern“, so Lembke. nie

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.