Jetzt kommt „Fräulein Albrecht“

Lübecker Nachrichten   22.02.2020

Heute endet die Ära des Street-One-Stores in Bad Oldesloe – In dem Laden eröffnen Susanne und Michael Albrecht am 11. März ihr zweites Geschäft

Von Susanna Fofana

Susanne und Michael Albrecht sind seit 27 Jahren mit ihrem Modehaus „Albrecht’s“ in Bad Oldesloe vertreten. Jetzt kommt „Fräulein Albrecht“ hinzu.SUSANNA FOFANA

Bad Oldesloe. Wenn sich Eva Dietrich mit ihrem Street-One-Store an der Oldesloer Mühlenstraße am Sonnabend, 22. Februar, von 10 bis 12 Uhr, mit einem Glas Sekt von ihren Kunden verabschiedet, steht bereits fest, wer dort als Nachfolger einzieht. „Fräulein Albrecht“ wird der Laden in der Fußgängerzone bald heißen. Und es wird das zweite Geschäft von Susanne und Michael Albrecht sein, die bereits seit 27 Jahren ein Modehaus in Bad Oldesloe betreiben.

Bereits am 11. März soll der verspielte Laden mit femininer und skandinavischer Note öffnen. „Wir bauen unsere Möbel selbst und streichen sie“, verrät Susanne Albrecht Detail der Einrichtung, zu der auch Kronleuchter gehören sollen. „Fräulein Albrecht“ soll Marken wie „Sorgenfri Sylt“, „Tom Joule“ und Regenjacken von „Schmuddelwedda“ führen.

„Bad Oldesloe ist das, was wir daraus machen“, sagt Susanne Albrecht. Und Michael Albrecht ergänzt: „Wir sind gern in Bad Oldesloe. Wir sind glücklich hier, haben nette Kunden. Es macht uns Spaß. Wir fühlen uns wohl hier.“ Doch damit es so bleibt, sei auch das richtige Umfeld wichtig. Die beiden sind überzeugt: „Wenn alle gedanklich für die Stadt da wären, würde sie besser funktionieren.“ Sie selbst wollen mit einem guten Markenmix und einer interessanten Kollektion, die nicht überall angeboten wird, dazu beitragen. Außer Susanne und Michael Albrecht gehören noch sechs weitere Mitarbeiterinnen zum Team.

Die Deko in „Fräulein Albrecht“ ist handgemacht und stammt aus der Werkstatt von Charlotte Fischer. Die Oldesloerin hatte ihre Deko-Artikel rund zehn Jahre lang bei Haarmode Sobirey ausgestellt. Der Laden an der Hindenburgstraße wurde mittlerweile von Friseurin Marion Handke übernommen. Nun wechselt die Handwerkskunst von Fischer an die Mühlenstraße und hat dort künftig zwar kein eigenes Schaufenster mehr, bietet aber die farblich passende Deko für die Mode bei „Fräulein Albrecht“.

2005 startete Charlotte Fischer ihr kreatives Hobby und fand heraus, „dass mir Sägen total viel Spaß macht“. Bald kam das Nähen hinzu und es entstanden Herzen und andere kleine Dinge aus edlem Holz oder alten Leinenstoffen mit Spitze. Dabei verband sie Flohmarktartikel mit Neuem. „Das ist meine Nische“, hat sie herausgefunden. Bei „Fräulein Albrecht“ werden erste Hasen und Osterartikel zur femininen und skandinavischen Mode dekoriert. Und heute stellt Charlotte Fischer zudem bei einem privaten Flohmarkt in ihrer Holzwerkstatt in Eichede aus.

Nur ein kurzes Intermezzo an der Hindenburgstraße gab der Dampferladen, der gerade wieder schließt. An der Mühlenstraße ist der Änderungsshop „Babylon“ nach seinem Umzug aus der Lübecker Straße gut angekommen. Handwerker sind auch in dem ehemaligen Küchen-Ambiente-Laden von Maik Neudek am Werk, der mittlerweile seinen neuen Laden in Eutin eröffnet hat. In das leere Geschäft an der Mühlenstraße zieht vorübergehend die Oldesloer Fielmann-Filiale ein, die umgebaut werden soll.

Für die ehemalige Street-One-Chefin Eva Dietrich beginnt ein neues Kapitel demnächst in Schleswig. Dort arbeitet die Buchhändlerin wieder in ihrem erlernten Beruf.

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