Mandy Treetzen übernimmt Verwaltung

Lübecker Nachrichten   21.02.2020

Ehemalige Oldesloer Kämmerin hat als Büroleitende Beamtin in Bad Schwartau angefangen

Bad Oldesloe/Bad Schwartau. Ein bunter Tulpenstrauß steht auf dem Schreibtisch, zumindest er bringt ein wenig Frühling ins Büro von Mandy Treetzen, während vor dem Fenster leise der Regen auf das Pflaster des Marktes tropft. Vor rund zwei Wochen hat die neue Büroleitende Beamtin ihr Büro im ersten Stock des Bad Schwartauer Rathauses bezogen. Die 51-Jährige übernimmt die Nachfolge von Hans-Peter Toll, der fast 50 Jahre im Rathaus tätig und seit 2005 für die 140 Mitarbeiter der Stadtverwaltung verantwortlich war.

Doch bis sie richtig angekommen ist, wird es noch eine Weile dauern. „Ich muss mich erst einmal zurecht finden“, erzählt sie. „Jede Verwaltung ist anders, die Abläufe sind unterschiedlich, die Themen anders.“

Ende Januar hat Treetzen ihre Sachen im Oldesloer Rathaus gepackt, wo sie 27 Jahre tätig war. Zuletzt war sie dort Kämmerin. Doch der Abschied fiel ihr nicht allzu schwer, weil sie sich auf die neue Aufgabe freute. „Irgendwann fragt man sich, ob das nun alles ist oder ob man noch einen Schritt im Berufsleben machen möchte“, sagt die zweifache Mutter. Und sie hat sich dafür entschieden. Die Ausschreibung der Stadt Bad Schwartau kam zur rechten Zeit. „Das war ein glücklicher Umstand“, sagt Treetzen.

Die ersten zwei Wochen hat die Ostholsteinerin damit verbracht, alles kennenzulernen. Die Mitarbeiter, die Gepflogenheiten, die Arbeitsweisen. Die 51-Jährige hat sich in Ausschüsse gesetzt, Gespräche geführt und vor allem gut zugehört. „Zum Anfang besteht natürlich viel Aufklärungsbedarf“, sagt sie erklärend. „Ich muss erst in alles reinkommen.“ Ihr sei klar, dass man im Hause nicht immer einer Meinung sein könne. „Aber ich hoffe, dass wir alle gut zusammen arbeiten werden“, sagt Treetzen.

Zumindest Bad Schwartau ist für Mandy Treetzen, die mit ihrem Mann und den beiden Söhnen im nur wenige Kilometer entfernten Hemmelsdorf lebt, nicht fremd. „Ich war hier schon immer einkaufen und im Kino“, erzählt sie. „Ich mag die Stadt. Aber jetzt bekomme ich natürlich noch mal einen ganz anderen Bezug.“ Zumindest eine Stunde am Tag hat die Hemmelsdorferin gewonnen, seit sie nicht mehr die rund 40 Kilometer pro Strecke bis Bad Oldesloe zurück legen muss. „Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich mit dem Zeitgewinn mache: In die Arbeit stecken oder vielleicht doch lieber für die Freizeit nutzen“, sagt sie lachend. mwe

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