Uneinsichtige Parksünder immer dreister

Stormarner Tageblatt  22.02.2020

Uneinsichtige Parksünder immer dreister

Parkchaos am Rande des Kreisbauerntags: Egoismus im Stil von „Ich parke wo ich will – Hauptsache ich habe einen Platz.“Nie
Parkchaos am Rande des Kreisbauerntags: Egoismus im Stil von „Ich parke wo ich will – Hauptsache ich habe einen Platz.“Nie

Bad Oldesloe Parken in Bad Oldesloe ist ein Dauerbrenner-Thema geworden, das regelmäßig für Aufregung sorgt. Fakt ist: Parksünder werden auch in Bad Oldesloe immer dreister.

Am Rande des Kreisbauerntags reagierte Bürgermeister Jörg Lembke schockiert über das Parkverhalten einiger Landwirte und Mitbürger auf dem Exer. Sie parkten die Fußwege rund um den Exer zu, stellten sich auf Grünflächen und sogar auf kleine Erdhügel. Lembke konnte kaum glauben, was er sah und was ihm Ordnungsamtsmitarbeiter auf Fotos zeigten. „Sie bekommen natürlich alle Strafzettel. Das ist keine Frage. Ob nun Kreisbauerntag ist oder nicht. Es gelten für alle die gleichen Regeln, da kann man nicht einfach parken, wie man will. Ich stelle mich doch bei einem Landwirt auch nicht einfach auf den Acker“, so der erzürnte Verwaltungschef. Es gebe in Innenstadtnähe insgesamt 1200 Parkplätze. Dann müsse man vielleicht ein paar hunderte Meter weiterfahren.

„Hier wird jeder gleich behandelt, was die Regeln angeht“, betont er. Gerüchte darüber, dass er oder andere Verwaltungsmitarbeiter keine Knöllchen erhalten, seien schlichtweg Blödsinn. „Natürlich bekomme auch ich mal ein Ticket, wenn ich vergessen habe, eine Parkscheibe auszulegen“, sagt er. Dass die Mitbürger aber das „gefühlte“ Recht gerne für sich definieren, habe man unlängst wieder gemerkt, als ein Zirkus in der Stadt gastierte. Die Zufahrt zum Exer – und damit auch das Parken dort – war komplett untersagt. Entsprechende Schilder waren aufgestellt worden. Mitbürger, die ihr Fahrzeug trotzdem illegal auf dem Exer parkten, erhielten Post. „Das wird dann auch gleich teurer, weil das Schild missachtet wurde, dass die Zufahrt zum Exer untersagte“, so der Verwaltungschef. „So manche Betroffene haben sich dann bei mir gemeldet und beschwert. Sie fühlen sich tatsächlich im Recht, weil sie es anders sehen. Da bleiben wir aber hart. Das muss gezahlt werden“, so der Verwaltungschef.

Das immer dreistere und uneinsichtige Verhalten mancher Autofahrer zeige sich auch in verbalen und körperlichen Angriffen auf Kontrolleure, so Lembke. Es komme regelmäßig zu Strafanzeigen nach Streitigkeiten Das erkläre, dass die Mitarbeiter manchmal etwas angespannt seien, entschuldige aber nicht, falls auch diese sich mal im Ton vergreifen. „Das darf selbst in Stresssituationen natürlich nicht passieren, dass Mitarbeiter gegenüber Bürgern unhöflich werden. Darüber sprechen wir“, so Lembke. nie

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