Ein Spielplatz für alle Generationen

Stormarner Tageblatt  18.03.2020

Anwohner sollen den Bereich mitgestalten / Umbau der Bolzplätze in Kunstrasenflächen ist fraglich

Etwas trist: Der Spielplatz an der „Dammanschen Koppel“.
Etwas trist: Der Spielplatz an der „Dammanschen Koppel“.

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Auch wenn viele es noch nicht so ganz wahrhaben wollen: Aktuell sind alle Spielplätze gesperrt (siehe Artikel Seite 9). Aber es wird gewiss eine Zeit nach der Corona-Pandemie geben, dann nämlich wird das Projekt Sanierung und Erweiterung der Spielplätze in Bad Oldesloe seine Fortsetzung finden.

In einem etwas trostlosen Zustand befindet sich seit einigen Jahren unter anderem der Spiel- und Bolzplatz im Wohngebiet „Dammansche Koppel“. Daher steht er bei Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke auf der Liste der zu sanierenden Plätze weit oben. Bereits im Vorjahr sollte daher ein umfangreiches Beteiligungsverfahren vom Jugendbereich der Stadt durchgeführt werden, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich mit konkreten Ideen und Vorschlägen zur Gestaltung einzubringen. „Leider fand dieser Vorstoß so gar keine Resonanz. Das war ein Reinfall, weil offensichtlich nicht wirklich ein Interesse an der Mitgestaltung bestand, auch wenn die Sanierung gewünscht ist“, so der Verwaltungschef.

Allerdings sei bekannt, dass der Spielplatz und vor allem der Bereich um diesen herum mit kleinem Teich und Sandwegen ein beliebter Treffpunkt für verschiedenste Generationen sei. „Wir haben daher überlegt, dass der Bereich ja durchaus von allen Anwohnern mitgestaltet werden könnte“, so Lembke.

Aus diesem Grund werde im Herbst ein neuer Vorstoß unternommen, doch noch gemeinsam neue Ideen zu sammeln, wie ein generationsübergreifender Spielplatz im grünen Mini-Naherholungsgebiet aussehen könnte. „Ich denke da spontan zum Beispiel an Möglichkeiten wie eine Boule-Fläche oder Outdoor-Fitness-Möglichkeiten, wie am Exer-Workout“, so der Verwaltungschef.

Den Teilnehmern des Treffens im kommenden Herbst, dessen Datum noch genau terminiert werden muss, seien aber alle Möglichkeiten im Rahmen einer Ideenwerkstatt freigestellt. Natürlich bedeutet ein Beteiligungsverfahren nicht direkt, dass alle Vorschläge – finanziell oder rechtlich – auch umgesetzt werden können.

Finanziell fraglich bleibt zum Beispiel allgemein die Möglichkeit der Umgestaltung des Bolzplatz in eine Kunstrasenfläche. Angesichts eines prognostizierten, defizitären städtischen Haushalts im Jahr 2021 wird diese kostenintensive Maßnahme vermutlich nur schwer eine politische Mehrheiten finden. Der Bürgermeister hatte die Umwandlung der Bolzplätze in den Stadtteilen in Kunstrasenflächen im vergangenen Jahr ins Spiel gebracht, um Druck vom zentralen Kunstrasenplatz am Exer zu nehmen. Seiner Erfahrung nach würden Kinder und Jugendliche nämlich sowieso lieber direkt vor der Haustür kicken. Die Sanierung des Bereichs im Wohngebiet „Dammansche Koppel“ soll 2021 stattfinden.

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