Verschwendet und einfach entsorgt

Stormarner Tageblatt  06.04.2020

Immer mehr Mitbürger schmeißen Einmal-Handschuhe und Mundschutz einfach auf die Straße

Mundschutz  am Kirchberg.
Mundschutz am Kirchberg.

Bad Oldesloe Vor Wochen wurden Mitbürger noch schief angeschaut und belächelt, wenn sie mit Handschuhen und Mundschutz in die Öffentlichkeit gingen. Tatsächlich ist es auch weiterhin so, dass medizinische Schutzkleidung wie entsprechende Handschuhe und Mundschutze in den Krankenhäusern und Arztpraxen knapp sind, so dass sie dort weiterhin besser aufgehoben sind. Zumindest eben die Produkte, die explizit für medizinische Zwecke und nicht für den Keller-Hamsterkauf gedacht waren.

Doch spätestens seit das renommierte und momentan viel zitierte Robert-Koch-Institut seine Einschätzung zum Mundschutzeinsatz ein wenig überarbeitet hat und diesen – zumindest als Schutz davor, andere anzustecken – durchaus doch als sinnvoll einschätzt, ist die Zahl der Mundschutzträger gestiegen. Das Tragen von Handschuhen wird übrigens weiterhin von den meisten Experten als unnötig eingestuft. Denn erstens schützt man, wenn überhaupt, nur sich und im vermeintlichen Glauben, man sei sicher, verteile man per Handschuh potenzielle Viren eher und man neige dazu, beim wichtigen Händewaschen nachlässig zu werden, denn man hat ja schließlich Handschuhe an.

Besonders perfide und egoistisch erscheint es aber, dass immer mehr Mitbürger sich ihrer Handschuhe und des OP-Mundschutzes einfach nach dem Einkauf direkt entledigen. Abgesehen davon, das sie bereitwillig ihre Viren, Keime , Bakterien anderen überlassen, verschmutzen sie zusätzlich auch noch die Umwelt. nie

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