Wenig Resonanz auf Sonntagsöffnung

Stormarner Tageblatt  27.04.2020

Bad Oldesloer Wirtschaftsvereinigung betont: „Normales Einkaufen wird es längere Zeit nicht geben“

Kampagnenplakat: Nicole Brandstetter in der Innenstadt.Nie
Kampagnenplakat: Nicole Brandstetter in der Innenstadt.Nie

Bad Oldesloe Ungefähr ein Fünftel der Geschäfte in Bad Oldesloe hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, am Sonntag öffnen zu dürfen. Geschlossen blieben allerdings alle Supermärkte und auch „Peters“ in der Innenstadt sowie alle Drogeriemärkte. Den Kunden, die sich auf den Weg in die Stadt gemacht hatten, weil sie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) so verstanden hatten, dass am Sonntag allgemein geöffnet werde, zeigten sich teilweise enttäuscht. Auch einige Geschäftsleute hatten sich mehr Resonanz erhofft. Insgesamt war es eine Art Testlauf, der zeigte, dass die Sonntagsöffnungen wohl nicht unbedingt sein müssen.

Die Wirtschaftsvereinigung hatte vorsichtshalber neue Plakate aufhängen lassen, die die Passanten daran erinnern, dass Abstand gehalten werden muss. Sprecherin Nicole Brandstetter appellierte allgemein an das Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten. „Ich denke diese Möglichkeit, am Sonntag zu öffnen, darf auch nicht verkaufsoffener Sonntag heißen, das weckt falsche Erwartungen“, sagt sie. Wenn es für Geschäfte eine Chance sei, dann sehe sie die Idee positiv. „Alles ist momentan ein langsames Vortasten und Ausprobieren. Auch wenn die Wahrheit unangenehm ist, müssen wir uns alle klarmachen – ob Kaufleute oder Kunden – dass es noch lange nicht wieder normal ablaufen wird. Wir müssen uns arrangieren“, sagt sie. „Uns ist wichtig, dass der Zusammenhalt existiert und das Verlässlichkeit vorhanden ist. Dafür sind auch gemeinsame Kernöffnungszeiten ein Thema, das wir gerade angehen“, so Brandstetter. nie

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