Verwaltungen öffnen wieder

Stormarner Tageblatt  29.04.2020

Ab 4. Mail wollen die Verwaltungen im Kreis Stormarn schrittweise den Bürgern alle Leistungen anbieten

Ab kommenden Montag wollen die Verwaltungen kreisweit wieder schrittweise ihre Dienstleistungen anbieten. niemeier
Ab kommenden Montag wollen die Verwaltungen kreisweit wieder schrittweise ihre Dienstleistungen anbieten. niemeier

Bad Oldesloe Die Kommunalverwaltungen im Kreis Stormarn wollen ab Montag, 4. Mai, wieder schrittweise zu einem möglichst vollständigen Angebot ihrer Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger zurückkehren. Darauf haben sich gestern Bürgermeisterin und Bürgermeister, Verwaltungsleitungen der Ämter und Landrat in einer Telefonkonferenz geeinigt. Das Ziel ist, ab Montag kommender Woche erst einmal mit leicht erweiterten Leistungen zu starten, um dann langsam und schrittweise wieder in den Vollbetrieb gehen zu können.

Obwohl auch derzeit keine Verwaltung komplett geschlossen ist, sei die vorrangige Erreichbarkeit per Telefon oder Mail eine erhebliche Einschränkung für den Bürgerservice, streicht die Verwaltungsleitung heraus. Das gelte vor allem auch für die Reduzierung der Öffnungszeiten und die Beschränkung auf die Bearbeitung von zwingend notwendigen Fällen. Diese Einschränkungen waren als erste Reaktion auf die Corona-Pandemie notwendig und unvermeidbar, soll jetzt aber nur für eine beschränkte Zeit gelten. Entsprechend ist vorgesehen, wieder zunehmend Termine zu vergeben und die Leistungen wieder auszuweiten.

Allerdings macht die Verwaltungsleitung noch einmal ganz deutlich, dass man noch immer weit von einer Rückkehr zur Normalität entfernt sei.

Vielmehr müsste trotz der geplanten Lockerungen der Fokus darauf liegen, die Infektionsrisiken so weit wie möglich zu reduziert werden – für die Besucher ebenso wie für die Verwaltungsmitarbeiter. Denn auch bei einer potenziellen Quarantäne wegen eines Covid 19-Erkrankung innerhalb des Personals müsse durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen garantiert werden, dass eine öffentliche Verwaltung arbeitsfähig bleibe.

Eine Maßnahme dafür ist die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Verwaltungen, wie sie vom Land in der Landesverordnung unter anderem für den Einzelhandel und Dienstleistungen verlangt werde. So besteht für alle Besucher beim Betreten des Gebäudes und dem Aufenthalt in den Verwaltungen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen- Bedeckung. Auch die Ausnahmen der Landesverordnung, die in Paragraf 3 geregelt sind, gelten entsprechend in den öffentlichen Verwaltungen.

„Offene Häuser zu den gewohnten Besuchszeiten wie vor der Krise kann es erst einmal nicht geben. Wir haben geeignete Maßnahmen getroffen, um die Kundinnen und Kunden und die Mitarbeitenden angemessen zu schützen. Dazu wurden die passenden räumlichen, technischen und organisatorischen Gegebenheiten geschaffen“, heißt es von den Verwaltungsleitungen.

Darüber hinaus unterstützen die Verwaltungen auch die Entscheidung der meisten Stadt- und Gemeindevertretungen sowie des Kreistages, nur diejenigen Sitzungen der politischen Gremien durchzuführen, in denen zwingend notwendige Beschlüsse zu fassen sind. „Wir bitten die politischen Entscheidungsträger, dies in ihren Verantwortungsbereichen auch in den kommenden Wochen unbedingt zu beachten“, appelliert der Verwaltungssprecher. st

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