Wolkenweher Weg: Bäume sollen für Sanierung weichen

Lübecker Nachrichten   06.06.2020

Mitglieder des Ausschusses appellierten erneut an die Verwaltung, die Straßenbäume zu erhalten

Risse in der Fahrbahn und so manches Schlagloch machen eine Erneuerung der Straße nötig.Foto: DVD

Bad Oldesloe. Der Wolkenweher Weg soll Stück für Stück saniert werden. Er ist eine wichtige Verbindung für den Verkehr, der aus nördlicher Richtung etwa über die A 21 nach Bad Oldesloe fließt und fungiert auch dann und wann als Ausweichstrecke zur Grabauer Straße. Die Schäden in der Fahrbahn sind entsprechend. Deshalb steht jetzt eine grundhafte Erneuerung an. Die Mitglieder des Oldesloer Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses gaben jetzt grünes Licht, ein Ingenieurbüro zu finden, das die Planung des Projekts in die Hände nimmt.

Mit dem Vollausbau der K 64 wird an der Einmündung der Schützenstraße in die Bundesstraße 75 begonnen. Endpunkt der Arbeiten am Wolkenweher Weg ist die Grenze der Ortsdurchfahrt. Damit die Straße nicht mehrmals aufgerissen werden muss, wenn etwa Arbeiten an Strom-, Abwasser- oder Glasfaserleitungen anstehen, sollen sämtliche Versorgungsbetriebe, die Leitungen im Boden verlegt haben, am Ausbau beteiligt werden. Eigenständige Radwege sollen an der Strecke nicht ausgewiesen werden. Um die Gefährdung von Radfahrern, aber auch die Belastung insgesamt zu drosseln, soll die Kreisstraße auch weiterhin für den Schwerlastverkehr gesperrt bleiben, der wie gehabt über die Grabauer Straße geführt wird.

Nach Auskunft der Vorsitzenden Annelie Strehl (FBO) war den Ausschussmitgliedern besonders wichtig, dass die Bäume an der Ausbaustrecke erhalten bleiben. „Ob alle stehen bleiben können, ist jedoch fraglich. Wie uns von der Verwaltung berichtet wurde, haben einige auch Schäden. Und wenn sie krank sind, müssen sie gefällt werden. Verkehrssicherheit geht nun einmal vor“, sagte sie.

Für Aufregung hatte schon Anfang des Jahres der Vorstoß der Verwaltung gesorgt, zehn der 39 Linden am Wolkenweher Weg fällen zu lassen. Bürgermeister Jörg Lembke hatte damals im selben Ausschuss erklärt, dass der Gehweg an einigen Stellen so schmal sei, dass die vor 40 Jahren gepflanzten Bäume zu viel Platz einnähmen und Fußgänger behinderten. Passanten seien bereits gestürzt. Gegen die Pläne Lembkes setzten sich jedoch die Mitglieder des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses durch und kippten den Beschluss. Wie sich die Situation entwickeln wird, wenn die Absicht, einige der Linden zu fällen, tatsächlich ansteht, wird sich zeigen. Mit dem Ausbau der Straße soll erst im Jahr 2022 begonnen werden.

100 000 Euro sind für das Projekt insgesamt im diesjährigen Haushalt eingeplant. Zudem soll ein Antrag auf Förderung nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz gestellt werden. dvd

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