Oldesloe öffnet Hallen

Stormarner Tageblatt  19.06.2020

Frühere Lockerungen der Corona-Sperrungen für Oldesloer Sportvereine in allen Schulsporthallen

Bald wieder geöffnet: Die große Heinrich-Vogler-Halle.Nie
Bald wieder geöffnet: Die große Heinrich-Vogler-Halle.Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Der Druck der Vereine steigt ständig, gleichzeitig fallen die Covid19-Fallzahlen im Kreis und im Land kontinuierlich. Daher hat Bürgermeister Jörg Lembke beschlossen, von seinem grundsätzlichen Beschluss alle städtischen Immobilien für die Nutzung durch „Dritte“ bis Ende des Sommers zu sperren, Abstand zu nehmen.

„Ab den Sommerferien werden wir alle Schulsporthallen für die Vereine zur Verfügung stellen“, so Lembke. Natürlich müssen die Vereine dafür entsprechende Hygienekonzepte einreichen und sich an alle Regeln halten. „Vollkontaktsport ist entsprechend nicht möglich. Aber Badminton, Tischtennis, Zumba mit Abständen oder Hockergymnastik sind möglich“, so der Verwaltungschef. „Auch Handball oder Fußball kann man ja grundsätzlich in bestimmten Bereichen ohne Kontakt trainieren“, so der Bürgermeister, der sich mit Sport auskennt, schließlich war er selbst Vorsitzender des Kreisfußballverbands.

„Wir haben in diesem Sommer keine Baumaßnahmen in den Schulsporthallen, so dass es da keinen Einschränkungen gibt. Rücksicht muss aber auf Angebote des Ferienpasses oder mögliche Ferienbetreuungen genommen werden. Außerdem wird in allen Turnhallen auch eine Grundreinigung durchgeführt. Das bedeutet aber nur Einschränkungen an wenigen Tagen“, so Lembke weiter.

„Die Freigabe gilt leider nicht für die Stormarnhalle. Diese wird weiterhin als Ort für größere Versammlungen benötigt, die wegen der Abstandsregelungen nicht in anderen Räumen möglich sind“, so Lembke. Er nennt zum Beispiel den Kreisparteitag der CDU, der dort stattfinden soll. Auch als Behelfskrankenhaus könnte die Stormarnhalle weiter genutzt werden. „Aber der Fall ist ja bisher nicht eingetreten und bisher sieht es zum Glück nicht danach aus“, so der Verwaltungschef.

Keine Freigabe kann es für außerdem weiterhin für Räumlichkeiten wie die Festhalle, den Kub-Saal oder das Bürgerhaus geben. „Es tut mir leid und ich weiß wie schlecht das für manche Nutzer ist. Aber im Bürgerhaus dürften nur zehn Personen gleichzeitig sein. Wir als Verwaltung mussten für ein Treffen mit 30 Personen in die Festhalle gehen. Solange es die Abstandsregeln gibt, werden diese Sperrungen daher leider bleiben. So leid mir das tut“, erklärt Lembke.

„Wir hoffen, dass wir mit der Öffnung der Schulsporthallen aber ein erstes Signal geben und den Druck in manchen Vereinen senken können“, sagt Lembke.

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