Kiel fördert Feuerwache

Lübecker Nachrichten   21.06.2020

Nachdem der Oldesloer Förderantrag für eine Erweiterung der Feuerwache in Rethwischfeld 2019 abgelehnt wurde, war der neu gestellte Antrag jetzt erfolgreich.

Bad Oldesloe. Seit Jahren wünscht sich die Freiwillige Feuerwehr im Oldesloer Ortsteil Rethwischfeld mehr Platz zur Unterstellung der Fahrzeuge, für den Oldesloer Musikzug, der dort ein neues Domizil fand, und zum Umkleiden der Einsatzkräfte. Jetzt flatterte der Stadtverwaltung ein Zuwendungsbescheid aus Kiel für eine neue Fahrzeughalle ins Haus.

Von den insgesamt zwei Millionen Euro, die das Innenministerium für den Umbau und die Erweiterung von 20 Feuerwehrhäusern in Schleswig-Holstein zur Verfügung stellt, bekommt Bad Oldesloe als einzige Stormarner Stadt etwas ab. Ganz genau beträgt der Förderbetrag für Bad Oldesloe aus dem Sonderprogramm Feuerwehrhäuser 57 457 Euro.

Voriges Jahr waren aus dem Modernisierungsprogramm bereits vier Millionen Euro ausgeschüttet worden. Doch der Oldesloer Antrag war 2019 abgelehnt worden. Der Grund war laut IM-Pressesprecher Dirk Hundertmark, dass die geplante Halle nicht der Norm für die Planung von Einsatzstellplätzen der Feuerwehr entsprochen hätte.

Vehement hatte er der Äußerung von Bürgermeister Jörg Lembke bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr widersprochen, dass der Antrag im Kieler Ministerium verschwunden sei. Lembke hatte daraufhin eingeräumt, sich unglücklich ausgedrückt zu haben. Die Nachbesserung des Antrags sei zwar in Bad Oldesloe abgeschickt worden, aber in Kiel wohl nicht eingegangen. Zu dem Thema hatte es sogar eine kleine Anfrage an den Landtag gegeben. Bad Oldesloe hatte einen neuen Antrag mit den Nachbesserungen für das Förderjahr 2020 gestellt. Dieser hatte jetzt das Glück, unter die 20 Ausgewählten zu geraten.

Die neue Fahrzeughalle an der Feuerwache Rethwischfeld soll insgesamt fast 300 000 Euro kosten. Nur ein Teil davon sind förderungsfähige Kosten. Der Eigenanteil der Stadt für die Erweiterung des Feuerwehrhauses Rethwischfeld ist laut Stadt-Pressesprecherin Agnes Heesch abhängig von den Kosten. Sie sagte: „Detaillierte Abstimmungsgespräche zur genauen Planung und Umsetzung finden in den nächsten Tagen unter Beteiligung der Feuerwehr statt.“

Dieser Beitrag wurde unter Presseartikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.