Boxenstopp in Bad Oldesloe

Stormarner Tageblatt  14.08.2020

Video-Kasten hält Corona-Erlebnisse fest: Weiterer Einsatz am 18. August

An und in der Video-Box: Stadtarchivarin Celina Höffgen (links), Pflegeheim-Mitarbeiterin Kerstin Schmidt  und Einrichtungsleiter Wolfgang Broszio (rechts).Stadt Bad Oldesloe
An und in der Video-Box: Stadtarchivarin Celina Höffgen (links), Pflegeheim-Mitarbeiterin Kerstin Schmidt und Einrichtungsleiter Wolfgang Broszio (rechts).Stadt Bad Oldesloe

Bad Oldesloe Nachdem die Video-Box in den vergangenen Wochen jeden Mittwoch vor dem Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe die persönlichen Eindrücke der Bevölkerung zur Corona-Pandemie festgehalten hat, kam sie Dienstag, 11. August, vor der Pflegeeinrichtung in der Robert-Koch-Straße zum Einsatz.

Bewohner, Angehörige und Beschäftigte waren an diesem Tag dazu eingeladen, ihre Erlebnisse zum Thema Corona in jeweils 60-sekündigen Videoaufnahmen zu schildern. Die Idee der Video-Box entstand in Zusammenarbeit zwischen Stadtarchiv und Kultur- und Bildungszentrum.

Seit Mitte Juni hatten Interessierte jeden Mittwoch zu den Wochenmarktzeiten die Möglichkeit, die Video-Box vor dem Kultur- und Bildungszentrum in Bad Oldesloe zu nutzen, um ihre Erfahrungen zur Corona-Pandemie zu teilen. Die dabei entstandenen Videoaufnahmen gingen als digitale Zeitzeugenberichte in die Bestände des Oldesloer Stadtarchivs ein. Nach einer Zusage des Pflegeheims der Wiechern-Gemeinschaft Reinbek, konnte das Projekt nun vor dem Haus in der Robert-Koch-Straße fortgesetzt werden. Die von der Sound Light Service GmbH entworfene Video-Box stand dabei Bewohnern, ihren Angehörigen und den Beschäftigten im gemeinschaftlichen Hof zur Verfügung.

„Ich finde die Idee mit der Video-Box echt stark“, freut sich der Leiter der Einrichtung, Wolfgang Broszio, der selbst in der Box Platz nahm, um über seine Erlebnisse der

vergangenen Monate zu berichten. Für ihn bleibt die Corona-Zeit auf diese Weise ewig in Erinnerung. Insbesondere der fehlende soziale Kontakt in der Lockdown- Phase machte den Bewohnern nach Ansicht des Einrichtungsleiters am meisten zu schaffen. Ganz persönliche Eindrücke zum Leben im Seniorenheim während der Corona-Pandemie teilten die Bewohnerinnen des Hauses in der Robert-Koch-Straße: Inge Kruschinski erinnerte sich während der Video-Aufnahme daran, dass sie zum ersten Mal in der Zeitung von Corona gelesen habe. Genutzt wurde die Video-Box auch vom Personal der Pflegeeinrichtung. Mitarbeiter Mark Meurers kannte das Projekt bereits und betrachtet die Video-Box als interessante Möglichkeit, die Geschehnisse für die Nachwelt festzuhalten.

Ein weiterer Einsatz der Video-Box ist fest geplant: „Am 18. August wird sie vor der Sozialpsychiatrischen Einrichtung „Haus Ingrid“ in der Lorentzenstraße aufgebaut, bevor sie dann im September für das Projekt ‚Schule im Aufbruch’ auf der Digitalen Woche in Kiel ausgeliehen wird“, teilt Stadtarchivarin Celina Höffgen mit.

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