Freibad-Zukunft ungewiss

Stormarner Tageblatt  04.09.2020

Stadtwerke Wahlstedt wollen das Freibad Poggensee nicht mehr betreiben, Stadtwerke suchen Lösung

Wer übernimmt hier im nächsten Jahr die Verantwortung und Leitung: Der Strand des Natur-Freibads Poggensee.  Nie
Wer übernimmt hier im nächsten Jahr die Verantwortung und Leitung: Der Strand des Natur-Freibads Poggensee. Nie

Patrick Niemeier Bad Oldesloe Wer betreibt im nächsten Jahr das Naturfreibad Poggensee. Diese – etwas überraschende Frage – stellt sich aktuell in der Kreisstadt. Denn die jahrelang erfolgreiche Kooperation zwischen dem Besitzer – den Stadtwerken Bad Oldesloe als Vertreter der Kreisstadt – und dem aktuellen Betreiber – der Stadtwerke Wahlstedt GmbH Co. KG. – wird 2021 nicht fortgesetzt.

„Der Geschäftsbesorgungsvertrag wird gemäß Beschluss des zuständigen Aufsichtsgremiums der Stadtwerke Wahlstedt GmbH nicht mehr fortgesetzt“, bestätigte Jürgen Fahl, Leiter der Stadtwerke Bad Oldesloe. Die Gründe blieben unklar. „Unser bisheriger Dienstleister steht nicht mehr zur Verfügung und der Betrieb des Freibades ist seitens der Stadtwerke Bad Oldesloe ab dem Jahr 2021 vollständig neu zu organisieren“, betonte er gegenüber dem Hauptausschuss.

Lajoscha Rausch (CDU) wollte entsprechend wissen, welche Pläne es denn gebe und welche Optionen eventuell bestünden. Konkret wollte sich Fahl hierzu noch nicht äußern. Natürlich habe man sich aber mit der Zukunft des Bades auseinandergesetzt. „Wir wollen das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Hauptausschuss setzen lassen“, versprach Fahl. Allerdings wäre es den Stadtwerken lieb, wenn mögliche Lösungen nicht öffentlich diskutiert werden, bevor etwas spruchreif ist. „Da gibt es ja auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen der möglichen Betreiber, die nicht in die Öffentlichkeit gehören“, sagt Fahl. Die Ausschussmitglieder sahen das ähnlich, so dass das Thema im Oktober nichtöffentlich fortgesetzt werden soll.

Fahl brachte außerdem aktualisierte Zahlen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Besucherzahlen des Freibads mit. Demnach ist die Besucherzahl zum Saisonstart um 86 Prozent eingebrochen. Allerdings konnte das Bad auch erst am 29. Juni geöffnet werden. Auch im Juli blieb man mit insgesamt nur 1544 Badegästen deutlich hinter der 2019er Zahl von 4048. Eine eigentlich angedachte Drainage von Teilen der Liegewiese konnte außerdem nicht durchgeführt werden. Das lag aber nicht an der Corona-Situation sondern den großen Regenmengen des Winters, der den Boden zu stark vernässt hatte. Diese Maßnahme wurde entsprechend verschoben und soll möglichst im Frühjahr 2021 umgesetzt werden.

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