Leuchtturm Leitstelle

Markt Bad Oldesloe Wochenzeitung   09.09.2020

Der Kreis baut die neue Integrierte Regionalleitstelle Süd ab 2021

Der Kreis hat das Grundstück für die neue Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS) im Gewerbegebiet Südost jetzt erworben, nun steht der Umsetzung der ambitionierten Bauplanung nichts mehr im Wege.

Bauamtsleiter Thilo Scheuber (links) und der Ausschussvorsitzende Wolfgang Gerstand (CDU) präsentieren ein Modell der neuen Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe, die 2023 bezugsfähig sein soll. Foto: CDU Stormarn/hfr

Bad Oldesloe (ka). Neben der Daseinsvorsorge für rund 650.000 Stormarner, Ostholsteiner und Lauenburger und gut einer Million Sommergäste auf modernstem Niveau hatten die Planer vor allem die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IRLS im Blick. „Wir wollten ein Umfeld schaffen, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen, schließlich sind sie 24 Stunden am Tag im Einsatz“, so Wolfgang Gerstand (CDU), Leiter des Stormarner Bauausschusses. In Workshops wurden die künftigen Nutzer des Gebäudes von Anfang an in die Planungen einbezogen. Gerstand lobt die „hervorragende Koordination des Fachbereichs 5“, Bau, Umwelt, Verkehr, von Architekturbüro, Verwaltung, Nutzern und Politik.

Dank großer Glasfronten und Lichtschächte wird die Tageslichtausbeute an den Arbeitsplätzen optimiert, schließlich sind die Teams Tag und Nacht im Einsatz. Das Sicherheitskonzept zur Abwehr von Sabotage und Terror sieht drei Zonen innerhalb des L-förmigen Gebäudes mit verschiedenen Zugangsberechtigungen, Überwachungskameras und doppelte Verkabelung der Notrufanlage vor. Der Kreis setzt bei seinen Immobilien auf hohe ökologische Standards: optimale Energieeffizienz, nachhaltiges Bauen und regenerative Energiegewinnung zur eigenen Nutzung. Das frei stehende Gebäude wird mit einer 50-kWWärmepumpe beheizt, zusätzlich steht ein Gas-Brennwertkessel zur Verfügung, alle wärmeerzeugenden Geräte wie Server speisen in die Gebäudeheizung ein. Flächen- und Fußbodenheizungen übertragen die Heizleistung in die Räume. Das Dach wird zum Teil begrünt, zum Teil trägt es eine 500 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit 95 kWp zur Selbstversorgung der Einrichtung. Das Architekturbüro Trapez aus Hamburg hat den überzeugenden Entwurf geliefert, mit Fachplanern aus 13 Ingenieursdisziplinen soll er bis 2023 umgesetzt werden. 22 Millionen Euro stellt der Kreis Stormarn für sein Prestigeprojekt zur Verfügung, eine Million Euro davon für den Grundstückserwerb. Der Vertrag mit dem Grundeigentümer Peter Eggers wurde am vergangenen Freitag unterzeichnet und notariell beglaubigt. Im Frühjahr können die Bauarbeiten beginnen.

„Der Standort ist extrem wichtig“, so Wolfgang Gerstand: überregional als Knotenpunkt der künftigen Belt-Querung, lokal in unmittelbarer Nachbarschaft zum Energieversorger und zu einem Glasfaser-Hotspot. Mit Blick auf die Zukunft und die zunehmenden Verwaltungsaufgaben des Kreises hatte der CDU-Politiker auf eine zusätzliche Flächenreserve von etwa 2000 Quadratmetern gedrängt, der Kreis erwirbt etwa 14.000 Quadratmeter im Zusammenhang mit der IRLS.

Der Kreis übernimmt die Erschließung der Zuwegung zum Grundstück in der Nachbarschaft der Hochregallager von Amazon und Asklepios. Die neue Rettungsleitstelle befindet sich in der zweiten Reihe des Erschließungsgebiets entlang der neuen Straße Teichkoppel mit Blick ins Grüne.

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