Altes Haus weicht dem neuen Kreisverkehr

Lübecker Nachrichten   24.10.2020

Ganz unumstritten war das Projekt nie. Gegner hatten es 2018 zum Wahlkampfthema erhoben. Jetzt sind die Vorbereitungen für den Bau des neuen Kreisverkehrs am Oldesloer Bahnhof angelaufen

Dieses Haus muss für den Bau eines neuen Kreisverkehrs am Oldesloer Sülzberg weichen. Die An- und Abfahrt der Busse zum Bahnhof soll mit der neuen Lösung erleichtert werden.foto: Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe. Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Kreisverkehrs an der Kreuzung Sülzberg und Mommsenstraße in Bad Oldesloe gehen in die erste Runde. Um Platz für die neue Verkehrsanlage zu schaffen, muss zunächst einmal ein seit längerem leer stehendes Backsteinhaus weichen. Die Oldesloer HM Abbruch GmbH hat damit begonnen, das Gebäude einzureißen.

Aufgrund der Nähe zum Oldesloer Bahnhof besteht allerdings die Gefahr, dass im Untergrund noch unentdeckte Kampfstoffe aus dem Zweiten Weltkrieg schlummern. Deshalb darf das Gebäude zunächst nur bis zur Sohle abgetragen werden. Erst wenn Experten vom Räumdienst den Boden inspiziert haben und Entwarnung geben, darf der Abriss fortgesetzt werden.

Mit dem eigentlichen Bau des Kreisverkehrs soll, wie berichtet , im April kommenden Jahres begonnen werden. An den Arbeiten im Untergrund der Straße beteiligen sich auch die Vereinigten Stadtwerke und die Stadtwerke Bad Oldesloe, um bei dieser Gelegenheit marode Leitungen auszubessern und einen ungünstig verlegten Regenwasserkanal so zu verschieben, dass der Bahntunnel bei Starkregen nicht mehr unterspült werden kann. Das Projekt wurde im Übrigen schon vor drei Jahren vorgestellt und während des Kommunalwahlkampfs 2018 zum heftig diskutierten Streitpunkt.

Die FBO stellte die Notwendigkeit eines Kreisverkehrs an Ort und Stelle grundsätzlich in Frage und kritisierte, dass die Stadt dafür zu viel Geld ausgebe. Das Gros der Stadtverordneten schloss sich jedoch den Ausführungen der Stadtverwaltung an, wonach die An- und Abfahrt der Busse vom Bahnhof in Richtung Innenstadt und umgekehrt wesentlich erleichtert werde, sobald es den Kreisverkehr gebe. Im Übrigen stünden für dieses Projekt Mittel aus der Städtebauförderung zur Verfügung, hatte damals Peter Scharnberg, Sachbereichsleiter Tiefbau, erklärt. dvd

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