Nur vereinzelt kam es zu Konflikten

Stormarner Tageblatt  26.10.2020

Wochenmarkt und Ahrensburger Einkaufssonntag: Großteil hält sich an Maskenpflicht

Einkaufsbummel mit Maske in Oldesloe. Beim verkaufsoffenen Sonntag in Ahrensburg waren 25 Ordner eingesetzt. fischer
Einkaufsbummel mit Maske in Oldesloe. Beim verkaufsoffenen Sonntag in Ahrensburg waren 25 Ordner eingesetzt. fischer
 

Finn Fischer Oldesloe/Ahrensburg – Seit dem Wochenende herrscht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen in Stormarn eine Maskenpflicht, etwa in der Oldesloer Innenstadt. An Markttagen – also Mittwoch und Sonnabend – muss sowohl auf dem Marktplatz als auch in der Fußgängerzone eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Am Samstagvormittag hielten sich die Besucher überwiegend an die neue Allgemeinverfügung, am Nachmittag kam es jedoch vereinzelt zu Konflikten.

Angst vor einem neuen Lockdown Wie jeden Mittwoch und Sonnabend steht Thomas Wilken an seinem Stand auf dem Oldesloer Wochenmarkt. Seit diesem Wochenende müssen sowohl seine Kunden als auch er als Verkäufer Mund-und-Nasenschutz tragen: „Ich habe hier noch niemanden ohne Maske gesehen, alle scheinen informiert zu sein.“ Allerdings, so sagt der Vorsitzende der Marktgemeinschaft, habe auch schon vor der jetzt eingeführten Maskenpflicht ein Großteil seiner Kundschaft einen Mund-und-Nasenschutz getragen.

Mit negativen Auswirkungen auf das Geschäft rechnet Wilken durch die neue Allgemeinverfügung nicht. Mehr Sorgen bereitet dem Hofbesitzer, was noch kommen könnte: „Natürlich haben wir Angst vor einem neuen Lockdown. Auch wenn ich nicht glaube, dass wir dann nicht mehr verkaufen dürfen.“ Das sei auch im Frühjahr nicht der Fall gewesen. Damals durften Lebensmittelgeschäfte und Wochenmärkte weiterhin öffnen. Auch die Ansteckungsgefahr dürfte auf dem Marktplatz unter freiem Himmel gering sein.

Die Disziplin der Wochenmarkt-Kundschaft färbte offenbar auf die restliche Fußgängerzone ab. Auch dort hielten sich die Menschen an die Maskenpflicht – zumindest am Vormittag. Die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe veranstaltete Samstag mit 30 Einzelhändlern die Aktion „Wir sagen Danke“ und richtete sich damit an Kunden, die dem Einzelhandel auch während der Pandemie treu bleiben: „Wir gehen davon aus, dass die ausgeweitete Maskenpflicht Auswirkungen auf das Kaufverhalten hat. Die Leute kaufen nur noch das Nötigste, vieles wird über das Internet bezogen. Denn einer der wichtigsten Argumente für die Nutzung des Angebots vor Ort fällt gerade weg: Das Shopping-Erlebnis. Umso wichtiger ist es jetzt, sich Gedanken über die Zukunft zu machen und an neuen Konzepten zu arbeiten“, sagt Vorsitzende Nicole Brandstetter. Sanierung der Hagenstraße, Attraktivierung der Fußgängerzone, Verkehrs- und Innenstadtkonzept – das alles müsse jetzt in die praktische Umsetzung gehen. „Außerdem brauchen wir ein Stadtmarketing“, sagt Brandstetter. Damit wäre dem Einzelhandel am meisten geholfen.

Bis dahin appelliert die Wirtschaftsvereinigung an die Kunden, sich an die behördlichen Bestimmungen und an die Maskenpflicht zu halten. Dass diese Sonnabend nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch in der Besttorstraße, Hude, Heiligengeiststraße, Mühlenstraße, Mühlenplatz und Hindenburgstraße gilt, war noch nicht jedem bekannt. Ein Problem bestand auch darin, dass viele der von der Stadtverwaltung aufgehängten Schilder mit Hinweisen zur Maskenpflicht bereits zum Sonnabend verschwunden waren. So kam es vereinzelt zu Konflikten zwischen Maskenträgern und solchen, die der Meinung waren, keinen Mund-und-Nasenschutz tragen zu müssen. Neben einem Sicherheitsdienst kontrollierte auch das Gesundheitsamt die Einhaltung der Maskenpflicht.

25 Ordner an drei abgesperrten Bereichen Die gilt im Übrigen auch in Ahrensburg. Dort veranstaltete das Stadtforum trotz verschäfter Regeln einen verkaufsoffenen Sonntag mit Food Truck-Meile. „Alles lief sehr gesittet ab, die Besucher haben sich an die Maskenpflicht gehalten und es gab keine Beschwerden“, sagt Bea Vollers von der Agentur „E. wie Event“, die für die Umsetzung zuständig war. Für die Einhaltung der Maskenpflicht sorgten 25 Ordner an drei abgesperrten Bereichen, die nur mit Mund-und-Nasenschutz betreten werden durften. In Ahrensburg gilt in der Innenstadt eine umfassende Maskenpflicht.

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